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Kurz, gemütlich und aussichtsreich: Pulvertour auf den Rigi Dosse
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Wer sich für Luzerner Boden entscheidet, peilt den Waldweg beim Gütsch an. Im Hintergrund offenbart sich bereits der Dosse. (Bild: Fabian Duss)

Kurz, gemütlich und aussichtsreich: Pulvertour auf den Rigi Dosse

3 min Lesezeit 27.01.2015, 09:38 Uhr
  • 650 m
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Auf den Südhängen ob Vitznau und Gersau liegt nach Schneefall und bei Kälte wunderbar stiebenden Pulverschnee. Oft bietet sich diese Gelegenheit nicht, deshalb sollte man sie beim Schopf packen, rät Fabian Duss.

«Aufgrund der ausgeprägten Südlage wird die Schneequalität wohl nur selten höheren Ansprüchen genügen», hält der SAC-Skitourenführer mit Blick auf die Tour von den Hinterbergen zum Dosse keineswegs zu Unrecht fest. Man tut deshalb gut daran, die Südhänge ob Vitznau und Gersau nach Schneefall und bei Kälte anzugehen, sofern man es auf stiebenden Pulverschnee abgesehen hat. Oft bietet sich diese Gelegenheit nicht, deshalb sollte man sie beim Schopf packen. Und sollte das weisse Pulver doch nicht so recht stieben, entschädigt immerhin der wunderbare Blick auf den Vierwaldstättersee und die Alpen für die Mühe.

Los geht die kurze Tour auf 1’060 Metern Höhe bei der Bergstation der Seilbahn Hinterbergen. Die Ski passen gerade so in die engen 4er-Kabinen. Zunächst folgt man dem Strässchen in Richtung Fälmisegg, zweigt dann aber im Gebiet Wäslige auf den Wanderweg ab. Bald kann man sich entscheiden, ob man lieber auf Luzerner oder Schwyzer Boden aufsteigen will, folgt man doch direkt der Kantonsgrenze. Wer den Kanton Schwyz präferiert, folgt dem Wanderweg zum Altstafel und kämpft sich ob diesem zum Höhenweg hoch. Die Luzerner Variante peilt indes den Gütsch an, worauf man dem Waldweg folgt und erst beim Hinder Dosse den präparierten Winterwanderweg vom Rigi Kaltbad zur Scheidegg erreicht. Beim Hinder Dosse vereinigen sich nun die Aufstiegsrouten und man folgt dem einfachen, zuweilen verwächteten Südostgrat bis zum Gipfelkreuz des 1’685 Meter hohen Dosse.

Dem Vierwaldstättersee entgegen stieben

Der Dosse bietet zwar keine allzu langen, jedoch schöne Abfahrten. Wer nach dem gemütlichen, eineinhalb bis zweieinhalbstündigen Aufstieg von den Hinterbergen noch Saft in den Beinen hat und unter den Ski unverspurten Pulverschnee vorfindet, kann mehrere Abfahrten auskosten. So lohnt es sich, zunächst nach Understette oder in Richtung Allenwinden zu stieben, die Felle nochmals aus dem Rucksack zu kramen und den Dosse ein zweites Mal zu besteigen. Natürlich lässt sich die Skitour auch ausbauen: Rigi Kulm und Scheidegg sind schnell erreichbar und wenn bis ins Tal genug Schnee liegt, lässt es sich bis Goldau, Lauerz oder Küssnacht abfahren.

Für den Rückweg vom Dosse zu den Hinterbergen – die ruppigeren einheimischen Abfahrten nach Vitznau oder Gersau bleiben hier unerwähnt – bieten sich ab Hinder Dosse zwei bis drei Varianten. Die beste, einfachste und ungefährlichste davon ist auf der Skitourenkarte eingezeichnet: Man läuft kurz auf dem Winterwanderweg bis zur markanten Kurve oberhalb des Altstafels und fährt der Kantonsgrenze entlang nach Chruwele und von dort zum Eselberg und zur Bergstation der Luftseilbahn. Etwas ruppiger, steiler und stellenweise schmaler sind die Abfahrten via Gletti beziehungsweise Gütsch und Rämsibode. Bei schlechten Verhältnissen und Unkenntnis der Gegend verzichtet man besser darauf, möchte man doch nicht plötzlich Bekanntschaft mit grösseren Felsbändern schliessen.

Die beschriebene Tour eignet sich natürlich auch für Schneeschuhläufer.

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