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Gratwanderung mit Schattenseiten
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Nach dem Gipfel folgt man kurz dem Bergrücken, bevor man sich nach Osten verabschiedet. (Bild: Fabian Duss)

Trockene Wanderroute auf die Entlebucher Beichle Gratwanderung mit Schattenseiten

2 min Lesezeit 16.12.2016, 16:19 Uhr

Wer im Dezember nach sonnigen, trockenen Wanderungen sucht, wird im Entlebuch garantiert fündig. Zum Beispiel an der Beichle.

Wenn sich der ersehnte Schneefall fernhält und sich die Eröffnung der Skitourensaison auf nächstes Jahr vertagt, sind Alternativen gefragt. Wandern im Entlebuch etwa. Dort bieten mehrere Südhänge und Grate gute Möglichkeiten, in schneearmen Dezembern trockenen Fusses schöne Touren zu unternehmen – wie die Überschreitung der Beichle.

Die Wanderung beginnt für ÖV-Benutzer bei der Bushaltestelle Schintmoos vor Flühli und für Automobilisten etwas weiter oben bei der Haselegg. An beiden Ausgangspunkten ist es erst mal frostig und schattig. Man folgt deshalb möglichst schnell dem Alpsträsschen bis zur markanten Kurve nach dem Dülboden, um der Sonne entgegenzublinzeln. Eine Wanderwegtafel macht klar: Nun ist fertig mit Teer. Ein breiter Weg führt hoch zur Alp Lüchtersmoos und auf den Gratkamm.

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Blicke auf die Schattenseiten

Nun geht es streng nach Südwesten weiter. Dies meist auf dem breiten Grat oder leicht in der Südflanke. Viel Ausblick hat man zu Beginn allerdings nicht, da der Weg meist durch Tannenwald führt. Blicke auf die Schattenseite offenbaren allerdings die steilen Abbrüche des Limbruchs und zuweilen die Nebelschwaden, die kriechend Escholzmatt aufschlucken.

Allmählich lichtet sich das Gelände und endlich zeigt sich der Gipfel der Beichle. Eine erste Gratkuppe wird in der grasigen Südflanke auf einem kaum erkenn-, doch erahnbaren Pfad umgangen und bald erreicht man ein Gipfelchen mit einem Kreuz. Doch zu früh gefreut, denn die Beichle ist dies nämlich noch nicht. Sie ist dreissig Meter höher und liegt eine Viertelstunde weiter südwestlich.

Auf den Gipfel lockt das Alpenpanorama

Nach einem kurzen Abstieg wechselt man nun auf die Nordseite des Bergkamms. Zwei kurze Nagelfluhpassagen führen zum Gipfel. Wer will, kann sich bei der ersten, etwas steilen Stufe an einem Fixseil festhalten. Nach insgesamt zwei bis drei Stunden – je nach Ausgangspunkt – erreicht man schliesslich den Gipfel der Beichle. Hinter der nahen Schrattenfluh öffnet sich das Berner Alpenpanorama, während sich in Richtung des Pilatus eine Fluh an die andere reiht.

Nach einem kurzen Abstieg trennen sich die Wege: Wer mit dem Auto angereist ist, steigt gegen Osten über den Schwarzenberg ab und folgt danach dem Alpsträsschen bis zur Haselegg oder wählt eine der beiden Abkürzungen beim Falkenbach. Wer mit dem ÖV nach Hause fährt, folgt dem Kamm noch eine ganze Weile, bis rechterhand ein Wanderweg zu den Ziegerhütten abzweigt und schliesslich zum Escholzmatter Bahnhof führt.

Routeninfos

Strecke: Schintmoos / Haselegg – Alp Lüchtersmoos – Beichlekreuz – Beichle (1769 m)

Wanderzeit: ca. 2 – 3 Stunden

Die beschriebene Tour erreicht auf der Schwierigkeitsskala des SAC eine T3 und ist durchgehend rot-weiss markiert.

Kartenmaterial: Landeskarte 1169 Schüpfheim, 1189 Sörenberg

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