Jetzt Community-Mitglied werden und profitieren!
Auf den Spuren eines Wanderpionieres
  • Blog
  • Wander-Blog
Blick auf Zürich und den Zürichsee von der Aussichtsplattform Bellevue/Gottschalkenberg (Bild: Marcel Hähni)

Zum Fridolin-Stocker-Stein Auf den Spuren eines Wanderpionieres

3 min Lesezeit 03.06.2016, 08:24 Uhr

Auf verschiedensten Wegen kommt man zum Gedenkstein vom Zuger Fridolin Stocker. Der Wanderpionier führt einen nicht nur durch gemütliche Wanderungen, sondern auch entlang kantonaler Grenzen, und offenbart weite Ausblicke.

Der Zuger Primarlehrer Fridolin Stocker (1898–1964) war als Initiant und Moderator der populären Radiowanderungen bei Radio Beromünster einem breiten Publikum bekannt.

Als Vorsteher der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege setzte sich Fridolin Stocker stark für den Ausbau des Schweizer Wanderwegnetzes ein. Er organisierte zahlreiche Wanderungen, schrieb Wanderbücher und veröffentlichte verschiedene Wanderberichte.

Ein grosser Verdienst von Fridolin Stocker ist auch sein Einsatz für den Kauf des Berghauses Gottschalkenberg durch die Stadt Zug. Im Jahre 1957 kaufte die Stadt das ehemalige Ferienhaus einer Klostergemeinschaft auf dem Gemeindegebiet von Menzingen und richtete dort ein Lagerhaus mit einem zugehörigen Restaurant ein.

Bei der Weggabelung «Charenboden» auf dem Gottschalkenberg steht seit Jahren ein Gedenkstein für den bekannten Zuger Wander- und Radiopionier. Der Stein trägt die Inschrift «Dem grossen Förderer des Wanderns Fridolin Stocker 1898–1964». Der Stein war über die Jahre stark mit Moos überwachsen und die Schrift konnte kaum mehr gelesen werden. Vor einem Jahr wurde der Gedenkstein aufgefrischt und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Viele Wege führen zum Stein

Der einfachste und schnellste Weg zum Fridolin-Stocker-Stein führt vom Ratenpass über die Abschwändi Richtung Gottschalkenberg. In gut zwanzig Minuten ist man so beim Charenboden mit dem Gedenkstein und dem Rastplatz. Der Ratenpass ist mit dem öffentlichen Verkehr von Oberägeri her gut erreichbar.

Ambitionierte Wanderer starten ihre Tour aber bereits in Oberägeri und wandern über den Panoramaweg Ägerital auf den Gottschalkenberg. Hier beträgt die Wanderzeit rund drei Stunden. Belohnt wird man mit einem wunderbaren Blick über den Ägerisee und die Zentralschweizer Alpen.

Beim Bellevue auf dem Gottschalkenberg befindet sich zudem seit dem Sommer 2015 eine neue Aussichtsplattform aus Holz. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick über den Zürichsee bis zur Stadt Zürich. An schönen Tagen sieht man auch den Dampfkegel des Atomkraftwerks Gösgen.

«Die natürliche Grenze zwischen den Kantonen Zug, Schwyz und Zürich.»

Auch vom Bellevue aus stehen uns verschiedene Weg-Varianten für die Rückkehr zur Verfügung. Wer eine Tagestour plant, kann bis Menzingen oder Biberbrugg laufen. Wer genug hat, kann den Wanderweg zurück auf den Ratenpass nehmen.

Der Ratenpass wiederum ist Ausgangspunkt für weitere Wanderungen in der Region, die man an einem anderen Tag in Angriff nehmen kann. Zum Beispiel über St. Jost mit seiner Kapelle und dem gemütlichen Beizli auf den Pilgerweg Richtung Einsiedeln.

Zwischen Kantonen

Eine weitere Möglichkeit bietet die Wanderung über das «Chlausenchappeli» auf den Höhronen. Diese Hügelkette, auf der jahrelang eine grosse Sendeantenne der ehemaligen PTT stand, bildet die natürliche Grenze zwischen den Kantonen Zug, Schwyz und Zürich.

Vom Höhronen geht es über den Dreiländerstein nach Biberbrugg oder etwas länger nach Schindellegi, oder über den Hüttnersee bis nach Samstagern im Kanton Zürich.

Übrigens gibt es noch einen zweiten Fridolin-Stocker-Stein. Der zweite oder auch erste Fridolin-Stocker-Stein liegt in Sachseln am Weg nach Giswil und wurde dort auf Initiative der damaligen Radiowanderer platziert.

Weitere Infos zu den Wanderungen finden Sie hier.

War dieser Artikel nützlich für Dich?

Ja

Nein

In diesen Artikel haben wir viel Zeit investiert. Löse ein freiwilliges Abo und hilf uns, Artikel wie diesen auch in Zukunft anzubieten.

CHF

Deine Meinung ist gefragt!

Um kommentieren zu können, musst Du auf zentralplus eingeloggt sein. Bitte logge dich ein oder registriere dich jetzt und profitiere von den Vorteilen für z+ Community Mitglieder.

Deine Meinung ist gefragt!

0 Kommentare