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Frühlingswanderung von Obernau ins Pilatusgebiet

An Wasserfällen vorbei auf die Krienseregg

  • Bewertung★★★★★★★★★★
  • 447 m
  • 447 m
  • 7,1 km
  • Dauer●●●●●●
  • Technik●●●●●●
Gleich zu Beginn der Wanderung wartet am Ränggbach ein erster kleiner Wasserfall. (Bild: hch)

Eine einfache Rundwanderung führt von Obernau zur Krienseregg. Für den etwas steilen Anstieg bis zur Mittelstation der Pilatus-Bahn entschädigen Wasserfälle, Feuerstellen und zahlreiche Bergbeizen.

Während die Natur im Flachland schon vor einigen Wochen erwacht ist, ist vom Frühling in höheren Lagen noch wenig zu sehen. Wanderungen sollten daher vorerst noch in eher tieferen Lagen begangen werden.

Eine kürzere Ganzjahres-Rundwanderung führt von Obernau in Richtung Pilatus hoch. Da sie über weite Strecken im Wald verläuft, eignet sie sich speziell auch im Sommer, wenn es heisser ist. Noch dazu sorgt viel Wasser für Erfrischungsmöglichkeiten.

Immer steiler bergauf

Wir sind kurz vor dem Rotbach-Parkplatz gestartet und haben uns so auf dem sanft ansteigenden Waldweg entlang des Ränggbachs einlaufen können. Auf diesem Teilstück gab es denn auch schon den ersten von zwei Wasserfällen zu bestaunen, die auf dem Weg für Höhepunkte sorgen. Beim Parkplatz verlassen wir die ins Eigenthal führende Strecke, es geht nun zunehmend steil hoch dem Rotbach entlang. Wanderstöcke im Gepäck mitzuführen, ist demnach nicht ganz falsch.

Der Bach wird gezähmt durch zahlreiche Stufen und Verbauungen, beim «Chuzze Wääg» hat dann aber auch die Wasserbaukunst nicht mehr gereicht: Hier, wo eine eindrückliche Treppe in den Sandstein gehauen wurde, gibt es den höheren der beiden Wasserfälle zu bestaunen.

Vielfältige Vegetation

Beim Grüebli verlässt man erstmals den Wald und folgt ein paar wenige Meter der asphaltierten Strasse, um danach über ein ziemlich sumpfiges Feld gleich wieder zwischen den Bäumen abzuzweigen. Hat man den Weg erst einmal gefunden, geht es wieder steil den Wald hoch, der nach einem idealen Pilzgebiet aussieht.

Gut zu beobachten sind auch die verschiedenen Vegetationsfortschritte. Blüht der Bärlauch im Tal bereits, wachsen hier noch Schlüssel- und Sumpfdotterblumen. Nach diesem letzten steilen Anstieg werden es dann vor allem Schneeglöcklein sein, und dies, obwohl der Höhenunterschied der Wanderung nur gerade 450 Meter beträgt.

Naherholungsgebiet mit Infrastruktur

Anschliessend an das Waldstück zweigt der Weg auf eine Waldstrasse ein. Rechts ginge es nun in Richtung Holderchäppeli/Eigenthal, wir halten uns jedoch links in Richtung Krienseregg. Eine ausgiebige Rast wäre im Berghaus Ricketschwendi möglich oder im Waldstück entlang des Wissbachs gegenüber, wo der Drachenmoorweg mit zahlreichen Erlebnisstationen durchführt.

Die Rastplätze sind an diesem Frühlingstag schon gut besucht, Rauch steigt aber bei kaum einer auf. Möchte man bräteln, müsste das Holz selbst mitgebracht werden; um diese Jahreszeit ist kaum trockenes Brennmaterial zu finden. Eine bestens ausgestattete Feuerstelle gibt es hingegen direkt unterhalb der Krienseregg beim Abenteuerspielplatz – mit Holz und Toiletten. Und wer der Wurst lieber Älplermagronen oder eine Rösti vorzieht, kann sich gleich oberhalb im Restaurant verpflegen.

Talwärts auf direkten Wegen

Frisch gestärkt geht es nun in Richtung Schärersrüti/Käsgaden. An den Wochenenden würde hier auch noch der Gruobhubel auf durstige Gäste warten. Wir bleiben jedoch auf dem lichten Waldweg. An einer altersschwachen Sitzbank mit Blick auf Hergiswald vorbei, geht es nun stetig talwärts in Richtung Schwendi.

Nach einem kurzen Stück auf der Fahrstrasse führen zahlreiche Treppenstufen über die Wiese zurück in den Wald und über unzählige Wurzelstöcke bis nach Obernau. Kurz vor den ersten Wohnblöcken führt der Wanderweg nun am Waldrand zurück in Richtung Eigenthal. Nach der Hergiswaldbrücke geht es noch ein kurzes Stück dem Ränggbach entlang bis zum Ausgangspunkt, der nach einer guten Stunde erreicht ist.

Distanz: 7,1 km
Wanderzeit: 2:30 Stunden
Höhendifferenz: 447 m aufwärts, 447 m abwärts
Min./Max. Höhe: 619/1019 m über Meer
Route: Rotbach-Parkplatz Obernau 690 m ü. Meer – Grüebli 929 – Ricketschwändi 1009 – Krienseregg 1010 – Käsgaden 974 – Ober-Schwendi 820 – Ober Rodel 626 – Rotbach-Parkplatz Obernau

Anreise: Mit dem Auto bis Parkplatz Rotbach an der Hergiswaldstrasse, alternativ besteht kurz nach der Holzbrücke eine weitere Parkmöglichkeit (beide kostenlos). Mit dem ÖV ab Luzern Bahnhof mit der Postautolinie 71 bis Obernau, Schiessstand Stalden.

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Wo lässt es sich in der Zentralschweiz am schönsten wandern? Was gibt es auf welchen Wanderwege und Wanderrouten zu sehen? Wo lässt sich unterwegs gut Rast machen? Von längeren Spaziergängen, Wanderungen bis hin zu schwierigen Bergtouren – für Anfänger bis Wander-Experten – im Wander-Blog berichten natur- und wanderfreudige Blogger aus der...
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