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Spono Eagles: Lasst uns zu den Sternen schwingen!
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Erleichterte Handballerinnen der SPONO Eagles nach dem Cup-Sieg. (Bild: SPONO Eagles)

Schluss mit dem Gejammere Spono Eagles: Lasst uns zu den Sternen schwingen!

3 min Lesezeit 23.10.2019, 10:55 Uhr

Die Spono Eagles sind auf dem Steigflug. Auch wenn noch nicht alles optimal läuft, sind die Nottwiler Handballerinnen für die kommenden Aufgaben gut unterwegs.

Der Cup hielt bereits im Achtelfinal einen echten Knaller bereit. Wir würden zuhause auf die St. Gallerinnen vom LC Brühl treffen. Somit sollte es also schon früh in der Saison zur Wiederholung des Supercups vom August kommen. Kam das entscheidende Duell vielleicht noch zu früh für uns?

Kurzer Rückblick

Der Supercup eröffnet jeweils die neue Saison. Er ist der erste Gradmesser der beiden dominanten Mannschaften der abgelaufenen Spielzeit. Dabei treffen amtierender Meister und Cup-Sieger aufeinander und kämpfen um den ersten Titel. Diesen mussten wir dem LC Brühl überlassen. Wir verloren denkbar knapp mit 29:28, wobei das Resultat etwas über den Spielverlauf hinwegtäuscht. Phasenweise lagen wir mit sieben Toren im Rückstand.

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Der unbändige Wille, dieses Spiel zu gewinnen, fehlte. Und so holprig wie die Saison für uns startete, ging es auch gleich weiter. Im ersten Meisterschaftsspiel gegen den Aufsteiger lagen wir zur Pause deutlich im Rückstand und gegen die Spitzenteams aus Zug und St. Gallen kassierten wir zwei Auswärtsniederlagen.

Waren die Flugstunden umsonst?

Es brach eine milde Krise aus im Nest der Adler. Waren die vielen Flugstunden, besser bekannt als Laufeinheiten, während der Vorbereitung umsonst? Zumindest waren wir ganz offensichtlich nicht in Fluglaune. Es war dermassen deutlich zu erkennen, dass sogar die Konkurrenz besorgt und etwas höhnisch nachfragte, ob wir denn überhaupt keinen Spass gemeinsam auf dem Feld hätten. Etwas musste passieren.

Das dachte sich auch unser Trainerteam und bat höflich zum Straftraining. Während zweier Stunden wurden gehörig Federn gelassen, mit dem klaren Ergebnis: Jetzt ist Schluss mit dem Gepiepse und Gejammere im Adlernest. «Liefern statt lafern» lautet die Devise. Und das nicht zu früh, denn der Achtelfinal im Cup stand schon bevor.

Adler auf der Jagd

Es sind genau solche Spiele, für die wir tagtäglich in der Halle stehen. Spiele, bei denen es um alles oder nichts geht. Getragen von unserem erneut grossartigen Heimpublikum stiegen die Adler in die Lüfte. Ich würde nicht sagen, dass wir zum Höhenflug ansetzten. Dafür leisteten wir uns noch zu viele Fehler. Aber wir waren da und wir waren bereit, alles auf dem Feld zu geben und für jeden Ball zu kämpfen, etwas, das wir in der bisherigen Saison stark vermissen liessen.

Der österreichische Schriftsteller und Dramatiker Hugo von Hofmannsthal hat es seinerzeit treffend erfasst: «Wo der Wille erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht.» Und endlich ist der Wille erwacht! Schon mal einen Adler bei der Jagd beobachtet? Hast du gesehen, wie hartnäckig und zielstrebig er dabei vorgeht? Nein? Ich auch nicht. Aber nachdem ich uns am Sonntag auf dem Feld gesehen habe, hab ich eine ziemlich gute Vorstellung davon, was da abgeht. Auf jeden Fall reichte es. Wir sind eine Runde weiter.

Auf zu den Sternen

Im Gegensatz zu Neil Armstrongs Adler, der vor 50 Jahren mit dem bekannten Satz «The eagle has landed» auf dem Mond andockte, setzen ich und meine Eagles mit dem Sieg im Cup erst so richtig zum Start an. Oder um von Hofmannsthal noch einmal zu zitieren: «Der Adler kann nicht vom flachen Boden wegfliegen; er muss mühselig auf einen Fels oder Baumstumpf hüpfen: Von dort aber schwingt er sich zu den Sternen.» Also los, lasst uns zu den Sternen schwingen!

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