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«Sion 2026 ist eine Chance»
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(Bild: zvg)

Luzerner Olympionike träumt von Spielen im eigenen Land «Sion 2026 ist eine Chance»

2 min Lesezeit 1 Kommentar 03.06.2018, 14:09 Uhr

Eine perfekte Loipe, eingebettet in die Walliser Alpen, links und rechts Zuschauer mit Schweizer Flaggen oder grossen Glocken. So stellt sich der Luzerner Langläufer Ueli Schnider die Olympiade im eigenen Land vor. Er hofft, dass aus dem Traum Realität wird.

Für einen Spitzensportler ist und bleibt Olympia das wichtigste Ereignis und stellt oft den Höhepunkt einer Spitzensportlerkarriere dar. Die Spiele werden nur alle vier Jahre einmal ausgetragen und gelten gegenwärtig, nebst der Fussball-WM, als das grösste Sportereignis der Welt. Die Euphorie, welche solche Spiele im Leben und Umfeld eines Athleten auslösen kann, ist überragend! Ich durfte dieses Hochgefühl selber erleben und mit meinen Kameraden in Südkorea teilen.

Euphorie in Südkorea beschränkt

Vergangenen Februar durfte ich meine ersten Olympischen Winterspiele erleben. Ein riesiger Traum ist für mich in Erfüllung gegangen. Die Stimmung im olympischen Dorf und unter den Athleten war grossartig. Die Spiele in Südkorea wurden leider in den meisten Disziplinen eher mager besucht. Es fehlten in Sportarten wie Ski alpin, Snowboard, Langlauf oder Biathlon schlicht und einfach die sportbegeisterten Zuschauer. Die Südkoreaner liessen sich hauptsächlich für Shorttrack und Eiskunstlaufen begeistern. Obwohl die olympische Flamme brannte, drohte der Spirit ausserhalb des olympischen Dorfes in den Orten und bei den Einheimischen zu ersticken.

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Wenn ich jedoch an Euphorie denke, dann sehe ich nicht nur jubelnde und sportbegeisterte Familienangehörige, Fans und Freunde, sondern auch Mitmenschen und Einheimische, die sich von so einem bedeutsamen Ereignis mitreissen lassen. Landsleute, die davor vielleicht wenig mit Sport, dem Mitfiebern an den Sportstätten und der Bewegung allgemein zu tun hatten, können sich auf einmal für den Sport begeistern und fiebern mit ihren Helden hautnah beim Kampf um den olympischen Thron mit. Wo würde diese Euphorie so leidenschaftlich gelebt werden, wenn nicht in der Schweiz, im Geburtsland des Wintersports?

Die Rolle des Mitfiebernden

Es ist «nur» meine Sicht als Olympionike, aber ich sehe die Olympischen Winterspiele 2026 in Sion als Chance für den Nachwuchs im Spitzen- sowie Breitensport. Neben der verbesserten Infrastruktur und der frischen Begeisterung für den Sport entsteht eine neue Dynamik im Leistungssport als auch in der Gesellschaft. Dies sehe ich als wertvolle Investition in unsere Zukunft. Dieses Mal versetze ich mich in die Rolle des Mitfiebernden und drücke dem Walliser Stimmvolk die Daumen, dass sie sich am 10. Juni für den Nachwuchs und den Sport in unserem Land einsetzen werden.

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1 Kommentare
  1. Beat Stocker, 04.06.2018, 14:23 Uhr

    Ueli Schniders naive BegeIsterung erinnert ältere Semester an unseren Ex-VBS-Missionar aus Kandersteg. Wieviel IQ braucht ein Mensch, um Schwiizer Faehnli und Kuglocken als das höchste der Gefühle zu empfinden und das allgegenwärtige Doping in Gesellschaft und Sport mühelos auszublenden?