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Die etwas andere Rekrutenschule
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Samuel Scherrer wird während der Rekrutenschule zum Soldaten befördert. (Bild: BASPO Magglingen)

So erlebte Samuel Scherrer die Spitzensport-RS der Armee Die etwas andere Rekrutenschule

3 min Lesezeit 14.07.2018, 11:00 Uhr

In der Schweizer Armee haben jährlich rund 70 erfolgreiche junge Sportler aus den verschiedensten Sportarten die Möglichkeit, von der Spitzensport-RS zu profitieren. Der Willisauer Ringer Samuel Scherrer erlebte diese Rekrutenschule hautnah mit.

Es ist Montag, der 30. Oktober 2017. Ich treffe mich mit 35 anderen Spitzensportlern, alle ungefähr im gleichen Alter wie ich, zum Start der Rekrutenschule in der Kaserne in Wangen an der Aare. Wie fast jeder junge Mann, der seine Lehre/Schule beendet hat, «müssen» auch wir unsere Diensttage in der Schweizer Armee leisten. Dies jedoch unter ganz anderen Bedingungen. Während unserer RS-Zeit können wir uns fast komplett auf unser Training und unsere Wettkämpfe konzentrieren. Jedoch kommt, wie bei jeder Rekrutenschule, der militärische Teil nicht zu kurz.

Freitag, 17. November 2017. Es ist schon bald Abend und wir Rekruten der Spitzensport-RS 3/17 stehen in Reih und Glied versammelt vor der Kaserne in Wangen a. A. Wir haben soeben die militärische Grundausbildung abgeschlossen. In den letzten drei Wochen hatten wir jeden Tag ein volles Programm. Am Morgen feilten wir jeweils an unseren militärischen Fähigkeiten, durften stundenlang auf dem Waffenplatz marschieren oder absolvierten eine Sanitätsausbildung.

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Jeden Nachmittag fuhren wir nach Magglingen, um ein Training absolvieren zu können. Nach dem Training standen am Abend in der Kaserne wieder verschiedene militärische Ausbildungen auf dem Programm. Mit etwas wenig Schlaf, aber immer voller Motivation haben wir also die ersten drei Wochen überstanden. Die Eindrücke, die wir während dieser Zeit sammeln konnten, waren für alle von uns absolut neu und schon etwas speziell.

Dienstag, 28. November 2017. Seit etwas mehr als einer Woche können wir uns voll auf unser Training konzentrieren. Wir sind nun in Magglingen stationiert und müssen keine weiteren militärischen Ausbildungen absolvieren. Inzwischen verstehe ich mich mit allen anderen Sportlern bestens und wir können unsere Erfahrungen untereinander austauschen. Das Tagesprogramm sieht nun ganz anders aus und wir können genügend schlafen, um uns zwischen den Trainings optimal zu regenerieren. Hier in Magglingen finden wir die besten Bedingungen vor, die man sich als Sportler vorstellen kann.

Die vier Schweizer Ringer beim Besuchstag in Magglingen.

Die vier Schweizer Ringer beim Besuchstag in Magglingen.

(Bild: BASPO Magglingen)

Die Unterkunft wie auch das Essen lassen keine Wünsche offen. Wir Ringer teilen uns zu viert das schöne Zimmer mit Ausblick auf den Bielersee. Obwohl unsere Trainings sehr hart sind, können wir vier in vielen Trainingsbereichen grosse Fortschritte erzielen. Für die restlichen Wochen bis zum RS-Ende trainieren wir also hier in Magglingen oder sind mit dem Nationalkader im Ausland unterwegs. Unter den professionellen Voraussetzungen, natürlich unterstützt von der Schweizer Armee, können wir sportlich ganz stark profitieren.

Freitag, 16. März 2018. Der offiziell letzte Tag unserer Spitzensport-RS. Ich befinde mich momentan nicht etwa in Magglingen, sondern schwitze in Bulgarien auf der Ringermatte. Wir befinden uns mit dem Nationalkader hier im Trainingslager und bereiten uns auf die bevorstehenden Europameisterschaften vor. Dass wir am letzten Tag unserer Rekrutenschule nicht in Magglingen sein müssen, zeigt, wie sehr wir uns auf unseren Sport konzentrieren können.

Dank der grossartigen Unterstützung der Schweizer Armee konnte ich grosse Fortschritte unter professionellen Bedingungen machen. Auch in Zukunft werde ich weiterhin von der Armee finanziell, aber auch sportlich unterstützt und werde meinen Weg zum internationalen Spitzenringer weitergehen können. Ich konnte eine super Zeit während meiner Rekrutenschule erleben und viele neue Kontakte knüpfen. Dafür bin ich der Schweizer Armee unglaublich dankbar.

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