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Ausdauertraining nach rumänischer Art
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Die tolle Aussicht über die verschneite Bergwelt Rumäniens.(Bild: Samuel Scherrer)

Samuel Scherrer: Als Ringer den Berg bezwungen Ausdauertraining nach rumänischer Art

3 min Lesezeit 16.02.2018, 13:02 Uhr

Das kleine Dorf Poiana Braşov, welches ungefähr drei Autostunden nördlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest liegt, zieht in den Wintermonaten haufenweise Touristen aus ganz Europa an. Der Luzerner Ringer Samuel Scherrer erzählt von den Trainingsmethoden der Rumänen.

Das kleine Dorf Poiana Braşov, welches ungefähr drei Autostunden nördlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest liegt, zieht in den Wintermonaten haufenweise Touristen aus ganz Europa an. Am Fusse einer Bergkette liegend, reiht sich ein Hotel an das andere und die vielen Restaurants sind zu den Stosszeiten immer gefüllt. Das für Schweizer Verhältnisse doch eher kleine Skigebiet ist hier DIE Attraktion. Mitten in diesem Touristendorf befindet sich der Trainingsstützpunkt der Rumänischen Ringer-Nationalmannschaft. Da wir Schweizer mit unseren östlichen Freunden einen guten Kontakt pflegen, durften wir für eine Woche ins Trainingslager nach Poiana Braşov.

Das intensive Programm beinhaltete normalerweise zwei Trainingseinheiten plus Frühsport an einem Tag. Dabei trafen wir uns jeden Morgen um 7:45 Uhr und gingen rund 45 Minuten spazieren. Neben den harten Trainings auf der Ringermatte, gehören auch Kraft- und Ausdauertrainings ins Programm. Und genau dieses eine Ausdauertraining am Samstagmorgen hatte es in sich!

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«Schritt für Schritt der Skipiste entlang in Richtung des Gipfels»

Während Hunderte von Skifahrern die Skipiste unsicher machten, durften wir am Rande der steilen, harten Piste den Berg bezwingen. Von der Talstation der Gondelbahn marschierten wir Schritt für Schritt der Skipiste entlang in Richtung des Gipfels. Für unsere Kollegen aus Rumänien ein ganz normales Ausdauertraining, für uns Schweizer doch eher eine ungewöhnliche Ausdauereinheit. Das Wetter war an diesem Samstagmorgen sehr schön und wir konnten den Marsch hoch zur Bergstation der Gondelbahn trotz der hohen Belastung geniessen. Nach ungefähr einer Stunde Kampf gegen den Berg erreichten wir erschöpft, aber überwältigt von der Aussicht den Gipfel.

Während der kurzen Verschnaufpause konnten wir unsere Gipfelwanderung auf einem Foto festhalten und die super Aussicht über die verschneite Bergwelt im Norden Rumäniens geniessen. Danach machten wir uns wieder auf den Rückweg. Der einfache Weg mit der Bergbahn kam für uns natürlich nicht in Frage, also nahmen wir die nächste Herausforderung in Angriff.

Die gleiche Piste wieder herunter, jedoch ohne Skis unter den Füssen – das ist definitiv schwieriger als gedacht. Teils laufend, teils rutschend, Hauptsache wir kamen gesund wieder in unserem Hotel an. Zu unserem Glück durften wir bei der Ankunft im Hotel einen warmen Tee von den gastfreundlichen Besitzern entgegennehmen. Auch die Erholung für unsere müden Beine kam nicht zu kurz, nach dem wohlverdienten Mittagessen konnten wir die Sauna und eine exklusive Massage für uns beanspruchen.

Obwohl uns vor allem auf dem Weg nach oben alles abverlangt wurde, hatten wir richtig viel Spass an diesem Morgen und werden wohl noch lange davon erzählen. Da wir in der Schweiz unsere Ausdauertrainings jeweils auf der Rundbahn, im Schwimmbad oder auf dem Velo absolvieren, war dieses Erlebnis mitten in den Rumänischen Bergen doch sehr speziell.

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