Das steht der Erweiterung der Bossard Arena im Weg
Unser EVZ hat einen neuen Gegner: den GGR

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Mehr Platz für Fans und Gastronomie: Das will der EV Zug in der Bossard Arena umsetzen. (Bild: Andreas Busslinger)

Der will die Kapazitäten der erhöhen – und das Ganze auch noch selbst finanzieren. Doch der GGR lehnt die Selbstfinanzierung ab. Der Präsident der FDP Kanton Cédric Schmid sieht darin einen Fehler, wie er im Politblog von zentralplus erklärt.

Die aktuelle Kapazität der im Jahr 2010 eingeweihten liegt bei 7’200 Personen (4’848 Sitzplätze, 2’352 Stehplätze). Wenn man die Corona-Zeit nicht mit einrechnet, liegt die Auslastung in der Regular Season bei 97 Prozent und steigt in den Playoffs auf 100 Prozent. Der Verkauf der Saisonkarten wird bei 6’000 gestoppt, damit noch Tickets für die Tageskasse übrig bleiben.

Der EVZ will Eigenverantwortung übernehmen

Der ist aus sportlichen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen auf eine Erweiterung der Zuschauer- und Gastronomiekapazitäten in der Bossard Arena angewiesen. Das Projekt «Keep Building», das auch unser Stadtrat als das geeignetste Projekt sieht, hat das Ziel, mit leichten Bauveränderungen die Zuschauerkapazität um 1’550 auf 8’750 Zuschauerplätze zu erhöhen. Ebenso will man die Gastronomiekapazitäten von 438 auf rund 1’600 Plätze erhöhen und neu eine Fanzone für 400 Personen bauen.

Dies sind Wünsche des EVZ und darum bietet er an, die Kosten für die Erweiterung von 36 Millionen Franken selbst zu tragen. Im Gegenzug soll die Arena für 35 Jahre im Baurecht von der Stadt an den EVZ abgetreten werden.

Kapazitäten der Schweizer Stadien.
Kapazitäten der Schweizer Stadien.

Die Stadt spart 93,75 Millionen Franken

Durch die Übertragung im Baurecht spart die Stadt Zug Unterhalts- und Abschreibungskosten von 1,65 Millionen Franken für das Stadion (total 57,75 Millionen über die Vertragsdauer von 35 Jahren). Zusammengerechnet mit den Erweiterungskosten von 36 Millionen Franken sind dies total 93,75 Millionen Franken, welche die Stadtzuger Steuerzahler nicht tragen müssen.

GGR sieht die Chancen nicht!

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) und die Bau- und Planungskommission (BPK) haben diverse Risiken entdeckt. Sie beantragten, den «Zwischenbericht II» zur Erweiterung der Bossard Arena negativ zur Kenntnis zu nehmen. Diesem Antrag ist der Grosse Gemeinderat GGR – das Zuger Stadtparlament – am 22. März 2022 gefolgt. Nur eine Partei – die FDP – hat den Zwischenbericht positiv zur Kenntnis genommen.

Eine Konsultativabstimmung hat ergeben, dass eine Mehrheit grundsätzlich den Ausbau befürwortet. Die Selbstfinanzierung durch den EVZ im Baurecht lehnen aber alle Parteien – mit Ausnahme der FDP – ab (zentralplus berichtete). Bei den erkannten Risiken handelt es sich um die Sicherstellung der notwendigen Unterhaltsarbeiten und um die Absicherung von Risiken bei einem Konkurs des EVZ.

Gut, dass diese Risiken erkannt worden sind. Jedoch finde ich es befremdend, deshalb den Wunsch des EVZ, sein Ausbauprojekt selbst finanzieren zu wollen, abzulehnen. Insbesondere, weil die ablehnenden Parteien bisher keine besseren Alternativen zur Baurechtlösung präsentiert haben.

Konkurrenz belebt die Marktwirtschaft und erhöht die Lebensqualität

Während der Ratsdebatte wurde die Befürchtung ausgesprochen, die neu geschaffenen Gastronomieplätze in der Arena würden die regionalen Gastronomie konkurrenzieren. Ich sehe dies anders: Das Gastronomieangebot wird im Kanton Zug ergänzt und erweitert! Und das tut unserer Stadt gut und erhöht auch unsere Lebensqualität.

Lebensqualität heisst: Dinge ermöglichen statt zu verhindern!

Wie Etienne Schumpf, Fraktionschef der FDP, an der Ratsdebatte vom 22. März 2022 gesagt hat, hat man im Lösungsansatz des EVZ das Haar in der Suppe oder auf dem Eisfeld gesucht und gefunden. Jedoch muss man auch eingestehen, dass der GGR den Blick für das grosse Ganze verloren hat. Es wurden nur Gefahren gesehen, die Chancen aber wurden nicht beachtet.

Zum Glück handelte es sich nur um einen Zwischenbericht und nicht um eine entscheidende Vorlage oder einen Antrag. Dementsprechend hoffe ich, dass der Stadtrat mit dem EVZ die Absicherung der genannten und bekannten Risiken klärt und regelt. Sollten diese Risiken in einem Baurechtsvertrag klar geregelt werden, sehe ich nicht ein, warum wir vom Vorschlag des EV Zug abweichen sollten.

Der EVZ ist auch ein KMU

Der Sportklub hat sich zu einem mittleren KMU und wichtigen Arbeitgeber im Kanton Zug entwickelt. Der Umsatz liegt bei 32 Millionen Franken (2012: 20 Millionen) und die Zahl der Vollzeitstellen liegt heute bei 120 (2012: 80). Dazu kommen noch über 200 Teilzeitstellen. Die Kommerzialisierung des Eishockeysports hat der EVZ für sich clever genutzt und steht heute – trotz Corona – auf soliden Beinen. Dass der EV Zug einen Ausbau des Stadions selbst finanzieren möchte, ist unter diesen Umständen sehr zu begrüssen.

Ich hoffe, die Mehrheit unseres Stadtparlaments wird sich dies beim nächsten Schritt zu Gemüte führen. Viel Erfolg, EVZ – nicht nur im Sport, sondern auch im Wirtschaftsleben!

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13 Kommentare
  1. Philip C. Brunner, 04.06.2022, 14:43 Uhr

    Auch ich möchte zum Beitrag des Präsidenten der FDP Kanton Zug, Cédric Schmid äussern: Vorab dazu einmal die Vorbemerkung, dass sich der Kanton zusammen mit den Gemeinden zuletzt im Jahre 2009/10 mit einer einmaligen Zahlung von rund CHF 4,7 Mio. an der damaligen Investition von weit über CHF 62 Mio. beteiligt hat. Seither hat die Stadt Zug im Alleingang Abschreibungen und Unterhalt zusammen mit der KEB getragen. Der geneigte Leser soll auch wissen, dass es sich bei der negativen Haltung des Stadtzuger Parlaments (GGR) zum 2. Zwischenbericht um eine absolut demokratische Willensäusserung handelte, wie wir sie an jeder Sitzung haben, bei einem mehrjährigen relativ komplexen Thema zur Frage, in welche Richtung der zukünftige Prozess gehen soll. Einerseits ging es zuletzt um die Haltung zum geplanten (erweiterten) Bebauungsplan dem in einer Konsultativabstimmung grossmehrheitlich zugestimmt wurde. Mit anderen Worten, der GGR wünscht, dass diesbezüglich in die vom Stadtrat und dem EVZ festgelegte Richtung zum Bauvorhaben weitergearbeitet und weitergeplant werden soll. Uneinig war man sich über die vorgeschlagene Finanzierungslösung, welche ein Baurecht an den EVZ für 35 Jahren bei einem Baurechtszins von jährlich lediglich CHF 360’000.- bedeutet hätte. Zudem hätte der EVZ bei dieser Lösung von der früher vom kantonalen Finanzhaushaltsgesetz (FHG) vorgeschriebenen degressiven Abschreibung übermässig profitiert, die teilweise für die Verluste in der städtischen Jahresrechnung 2010-2014 verantwortlich waren. Mit der heute gültigen sanfteren linearen Abschreibung läge der Buchwert (vom realen Wert ganz zu schweigen) nach Eröffnung (2010) heute eher bei CHF 40-45 Mio. als bei den vom Stadtrat vorgeschlagenen rund CHF 8 Mio. Eine Lösung der Finanzierungsfrage darf in Bälde erwartet werden: Im EVZ-Heft Nr. 7 (2021/22) zum 3. Schweizer Meister schreibt CEO Patrick Lengwiler: (Zitat) «Nach Ablehnung dieses Baurechts haben wir einen neuen Vorschlag ausgearbeitet, bei welchem die (Bossard) Arena im Besitze der Stadt Zug verbleibt, was dem politischen Willen (des GGR, red.) entspricht. Wir haben dies der Stadt Zug (dem Stadtrat, red.) präsentiert. Jetzt wird sich zeigen, wie ernst es die Politik mit diesem für uns wichtigen Projekt meint». (Ende Zitat). Ich bin persönlich nun auf diese neue Lösung gespannt, vermutlich handelt es sich um einen Mieterausbau mit den nötigen Anpassungen des Mietvertrages zwischen Kunsteisbahn AG (KEB) und der EVZ Holding AG und Beiträgen der Stadt Zug für gewisse Investitionen. Dass auch die Namensrechte zukünftig vom EVZ besser vermarkt werden als von der dabei unerfahrenen Stadt bin ich auch überzeugt. Ich bin ganz sicher, dass GGR und auch die SVP Stadtpartei hinter jeder vernünftigen Lösung steht, welche die Interessen von EVZ und der Stadtzuger Oeffentlichkeit fair berücksichtigt. Und wenn es dazu eine Volksabstimmung geben sollte, dann werde ich für jede gute Lösung zusammen mit dem EVZ mitkämpfen. Der GGR ist doch nicht per se ein «Gegner des EVZ» (wie es im Titel heisst), ganz im Gegenteil, die allermeisten Gemeinderäte freuen sich am langjährigen Erfolg des Vereins, der auch nur möglich war, weil 2008 ein knappe Mehrheit dem damaligen schwergewichtigen Vorlage zum Bau der neuen Eishalle Herti zugestimmt hat. Das darf man nicht vergesse und das bestätigen auch die Verantwortlichen des EVZ. Zusammengefasst bin ich bei diesem Geschäft sehr froh, dass sich eine gute zukünftige Lösung abzeichnet, damit der EVZ auch zukünftig ganz vorne im Schweizer Eishockey mitspielen kann. Die Stadt Zug war dabei in den letzten über 55 Jahren ein guter sportlicher Partner und hat in dieser Zeit weit über 90 Mio. für den Eissport (inkl. alle Investitionen, Rettungsplänen, Sanierungen, inkl. Curling und Eiskunstlaufen, Trainingshalle etc.) investiert. Es ist davon auszugehen, dass der GGR die Zusammenarbeit zwischen Stadt und dem EVZ auch zukünftig sehr ernst nimmt und die entsprechende Unterstützung des Sports, auch des Eissportes in der Region Zug auf allen Ebenen zusichert. Dazu muss man nicht fluchtartig für 35 Jahre sein durch Verkäufe von städtischem Land finanzierte Eigentum aus der Hand der Oeffentlichkeit geben sondern den bisherigen pragmatischen und sehr erfolgreichen Weg weiterverfolgen.

    Philip C. Brunner
    Kantons-und Gemeinderat, Stadt Zug

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    1. cedric-schmidunitafinance-ch, 05.06.2022, 02:08 Uhr

      Lieber Philipp, der EVZ wollte den Bau SELBST finanzieren. In der Vergangenheit hat dies immer die Stadt getan. Die Stadt hätte mit diesem vom EVZ gemachten Vorschlag enorm viel Geld gespart. Hier die 360’000 jährlichen Baurechtszins als zu tief zu befinden ist kein Grund, über 93 Mio der Stadtkasse zu belasten (Berechnung siehe GGR Protokoll wie auch den Artikel). Statt der negativen Kenntnissnahme wäre wohl ein konstruktiver Vorschlag zielführender!! Ich hoffe, es gibt eine Lösung, welches dem EVZ erlaubt, Eigenverantwortung zu übernehmen und die Kosten selbst zu tragen!

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  2. Peter, 03.06.2022, 06:29 Uhr

    Was bitte ist ein GGR?

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    1. Erklärer, 03.06.2022, 08:14 Uhr

      Steht im Text. Stadtparlament (oder auch Grosser Gemeinderat) der Stadt Zug

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      1. Peter, 03.06.2022, 11:34 Uhr

        Danke! Es steht eben nicht explizit im Text, sondern es steht am Ende etwas vom Stadtparlament, was einen Zusammenhang zum GGR impliziert.
        Als Nicht-Zuger sind mir die Begriffe in Zug nicht geläufig, zumal die Parlamente ja überall wieder anders heissen.
        Aber ja, ist ein First World Problem. 😉

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      2. Redaktion Redaktion zentralplus, 03.06.2022, 11:41 Uhr

        Danke für Ihren Hinweis, die Abkürzung setzte tatsächlich viel Vorwissen voraus. Wir haben das im Text noch etwas besser erklärt.

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  3. David Meyer, 02.06.2022, 17:01 Uhr

    Da möchte die FDP also die 68 Mio. Steuergelder im Stadion als ein zinsloses Darlehen an ein KMU übergeben. Ohne Sicherheiten und ohne Mitsprache für ganze 45 Jahre. Schön waren die Zeiten, als die FDP noch wusste was sorgfältiger Umgang mit öffentlichen Geldern ist.

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    1. Cédric Schmid, 02.06.2022, 18:34 Uhr

      Werter Herr Meyer, die Stadt gibt KEIN Darlehen an den EVZ. Die EVZ will selbst finanzieren! GGR will nicht, dass EVZ selbst finanziert….

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      1. David Meyer, 03.06.2022, 13:25 Uhr

        Werter Herr Schmid, sie sprechen vom Geld zum Ausbau, vergessen jedoch, dass die Stadt bereits 68 Mio. ins Stadion investiert hat. Aber gerade, weil bei diesem Geschäft so schnell einiges vergessen gehen kann, schauen wir das im GGR genauer an. Das braucht Zeit und es braucht Sorgfalt. Mit wackeligen Verträgen und juristischen Fallstricken ist eben auch dem EVZ nicht gedient. Deswegen ist der GGR nicht der Gegner sondern der Sparring Partner, damit die Verträge schlussendlich solide sind, das Umfeld dadurch stabil ist und der EVZ auf lange Sicht erfolgreich sein kann.

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    2. cedric-schmidunitafinance-ch, 03.06.2022, 15:32 Uhr

      Werter Herr Meyer, selbstverständlich habe ich die Ratsdebatte verfolgt und die Details studiert. Der Restwert beträgt 8 Mio und ist so auch in den Büchern bilanziert – der EVZ hätte sogar das Stadion abgekauft(!!!). Nur das Land bleibt bei der Stadt und wird im Baurecht (gegen Bezahlung!!) vergeben. Der GGR hat es abgelehnt, dass der EVZ den Ausbau SELBST – nochmals: SELBST finanziert, ohne, dass die Stadt irgend ein Darlehen gibt. Kleine Details passen dem GGR nicht – die Vorberatenden Kommissionen haben diverse Punkte aufgezeigt (lesen Sie mein Artikel, es lohnt sich) wäre die Lösung gewesen, diese Punkte zu monieren, und nicht sogleich das Ganze abzulehnen!

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      1. ChristophIten, 03.06.2022, 23:03 Uhr

        Kleines Detail am Rande – die Arena würde ebenfalls im Baurecht vergeben. Und in 35 Jahren muss die Stadt die (dann wohl ziemlich alte) Arena für den gleichen Preis zurückkaufen.

        Zudem: als dipl. Treuhänder wissen Sie bestimmt dass Buchwerte bei Immobilien nichts mit dem realen Wert zu tun haben. Dass im Preis auch ein sehr rentables Parkhaus, eine Traings- und Curlinghalle inklusive wären kommt noch dazu.

        Der GGR hat das Geschäft durchaus seriös analysiert, steht grundsätzlich hinter dem Ausbau, hat aber berechtige Bedenken angemerkt.

        Als Parteipräsident steht es Ihnen selbstverständlich frei eine andere Meinung zu äussern – auch wenn diese meiner Meinung nach etwas stark vereinfachend und wohl mehr im Sinne eines frühen Wahlkampfs, dafür etwas weniger im Sinne des Steuerzahlers ist.

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      2. cedric-schmidunitafinance-ch, 05.06.2022, 02:24 Uhr

        An Christoph Iten: das sind alles keine Gründe um die negative Kenntnissnahme auszusprechen. Kleinigkeiten, welche u.a. der Bewertung betreffen – man bemerke, es ist ein Nullsummenspiel (das versteht noch nur der Treuhänder) – eines gut zu unterhaltenden Stadions – sind doch Lösbar! Nur die FDP sah das so. Die anderen Parteien – statt Lösungsansätze zu entwickeln – schiessen lieber ein Eigentor um beschliessen die negative Kenntnissnahme. Wohlverstanden: Ohne Vorschläge!!

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    3. EVZ-Fan der ersten Stunde, 04.06.2022, 19:11 Uhr

      Meine 5 Cents mit eröffnender Anekdote, aus Sicht eines langjährigen Fans
      – Die Spieler des ersten Teams des SC Baar baten uns wenige anwesende Zuschauer anfangs der 1960-ziger Jahren, die als Spielfeld-Abgrenzungen dienenden Eisenbahn-Tremmel auf dem zugefrorenen Lättich-Weiher mit den Fussspitzen zu fixieren, damit der Puck nicht ständig davon zischte und die Schiris das Spiel unterbrechen mussten –
      sieht man die Sachlage etwas differenzierter und eher losgelost von den reinen finanziellen Aspekten. Für die eingefleischten Fans war die Bossard-Arena mit dem aktuellen Fassungsvolumen nie nachvollziehbar, viel zu klein und zu viele Mängel auch heute noch. Der erste Kostenplan war doch deutlich unter 40 Mio. budgetiert und nun muss ein Gebäude-Komplex, welcher für 68 Mio. entstanden war, abermals mit 36 Mio. nach gekupfert werden. Die Gesinnung der politischen Entscheidungsträger geht offenbar nicht einher mit der in seiner eigenen Sparte erfolgreichen und nachhaltigen Gesinnung der Geschäftsleitung des zum KMU gewandelten Sportvereins. Es macht durchaus Sinn und gibt gute Gründe dafür, dass die Verwaltung des Gebäudekomplexes an dieselbe Organisation übergeht, welche sich tagtäglich dort befindet und auch nutzt. Sei es für einen Buchwert von 8 Mio. oder unter Berücksichtigung von linearen Abschreibungssätze zu einem Restbuchwert von 40 Mio. Es befinden sich im Umfeld des Klubs, sehr viele Persönlichkeiten, welche wirtschaftlich stark in der Gemeinde und Kanton verankert sind und einiges bewirkt haben, dass der Kanton heute finanziell gesund dasteht. Aus diesem Blickwinkel kann die Gemeinde sehr wohl z.B. ein Kompromiss eingehen und den zu übertragenden Buchwert beispielsweise zum Mittel von 24 Mio. festsetzen. Die Risiken eines Konkurses der KMU erscheinen für Aussenstehende eher als gesuchte Begründung, um den Antrag des EVZ abzuweisen. Die Wertschöpfung des Baurechtszins stellen in Zeiten von Negativverzinsungen, immer noch recht beachtliche Einnahmen für die Gemeinde dar. Da der Klub 36 Mio. investieren würde, verliert er diese Investition zusätzlich nach Rückgabe des Objektes in 35 Jahren zu dem ursprünglichen Wert von 24 Mio. Als eher unpolitische Person empfehle ich der Politik in der Akta EVZ mit der Meinungsbildung ins zweite Glied zu wechseln und das Kommando den Profis der KMU zu überlassen.

      Zum Abschluss eine kleine Anmerkung als Fan der ersten Stunde: Im alten Herti-Stadion konnte ich mein dringendes Bedürfnis in den Drittelpausen oder während dem Spiel problemlos erledigen. In der Bossard-Arena mit meiner Körpergrösse von 1.60 M nützt auch auf die Zehenspitze stehen herzlich wenig. Es ist jedes Mal eine echte Spagat-Übung mit nassem Ausgang für meine Hosen. Trotz meines fortgeschrittenen Alters, einer intakten Blase und ein Getränke weniger als sonst, erledige ich dieses Anliegen nunmehr vor und nach dem Spiel zu Hause.

      Mit sportlichen Grüssen.

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