Monique Frey
KESB bringt Rechte und Gerechtigkeit

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(Bild: Emanuel Ammon/AURA)

Die Änderung des Gesetzesgrundlage und die Einführung der KEBS hat, vor allem in jüngster Zeit, viele negative Wellen geschlagen. Monique Frey sagt, weshalb es jedoch notwendig ist, die KESB am Leben zu erhalten.

Bei der Revision des fast hundertjährigen Vormundschaftsgesetzes vor 6 Jahren waren sich ausser zwei Nationalräten alle Bundesparlamentarier einig, dass es für den Schutz und die Betreuung von Menschen in schwierigen Situationen und zu Gunsten von urteilsunfähigen Personen eine Gesetzesanpassung braucht.

Im Rahmen der Anpassungen des kantonalen Gesetzes an dieses Bundesgesetz wurde auch die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) in Luzern geschaffen. Die KESB überwacht die Ziele, die mit dem neuen Vormundschaftsgesetz erreicht werden sollen, und verfügt deren Umsetzung.

Die Leiden des alten Systems

Das langjährige frühere System hat viel Leid gebracht. Unter dem alten Recht war es möglich, dass Fahrenden über Jahrzehnte ihre Kinder weggenommen wurden. Kinder wurden ihren Eltern weggenommen und in Heimen oder bei Privatpersonen versorgt. Unter dem Titel «Kinder der Landstrasse» wurde dieses unrühmliche Kapitel der Schweizer Geschichte bekannt. Aktuell arbeitet die Schweiz die Schicksale der Verdingkinder und Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen auf. Viele tragen noch heute schwer an ihren traumatischen Erlebnissen von Gewalt und Ausnutzung als billige Zwangs-Arbeitskräfte.

Ein weiterer Schwachpunkt des alten Systems war, dass möglicherweise ein Nachbar, welcher der Vormundschaftsbehörde der Gemeinde angehörte, über sehr persönliche Kenntnisse einer in Schwierigkeiten geratene Familie oder Person verfügte. So war diese Behörde befangen und wurde nicht eingeschaltet, da man sich gegenüber dieser nicht öffnen wollte. Die nun viel zitierte «positive Nähe» der lokalen Vormundschaftsbehörde muss relativiert werden, da bei Gemeinden mit über 1’000 Einwohnern längst nicht mehr jeder jede kennt.

KESB stärken und nicht verteufeln

Mit der KESB werden eine einheitliche Rechtsprechung und ein verbesserter Schutz von uns Einwohnerinnen erreicht. Natürlich braucht es Feinjustierungen, wie z.B. Regelungen der Erreichbarkeit über die Wochenenden und die Feiertage. Und klar ist auch, dass diese verbesserte Rechtssituation uns Allen dient, denn niemand weiss, ob er (oder sie) nicht auch einmal in eine schwierige persönliche Situation gerät und professionelle Unterstützung benötigt.

Die KESB wurde gerade zu der Zeit eingeführt, als in etlichen Kantonen (wie auch in Luzern) über grosse Sparpakete diskutiert wurde und immer noch wird. Die vermutet (und nicht nachgewiesenen) höheren Fallzahlen rühren auch daher, dass sich betroffene Menschen nun erstmals zu Worte melden, da sie nun erstmals auf professionelle neutrale Beratung vertrauen können. So muss die sich im Aufbau befindliche Behörde nicht nur mit der eigenen Organisation sondern auch mit permanenten personellen Engpässen kämpfen.

In Luzern sind die KESB gut unterwegs. Durch populistische Anschuldigungen erreichen wir keine Verbesserung des Systems. Vielmehr müssen erkannte Mängel schnell behoben werden. Unter Umständen reicht schon der massvolle Ausbau der personellen Mittel.

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1 Kommentare
  1. Mahatma Andy, 11.01.2015, 08:06 Uhr

    Ich spreche jetzt als kunde der KESB und nicht als Angesteller, der alles schön spricht.
    Bei der KESB Emmen ist die Leiterin eine Frau die nicht mal eigene Kinder hat, sie enscheidet aber über Kinder schiksale.» Das ist etwa so als mache ich die Autoprüfung mit einem Fahranfängerin.» Und ich spreche da von der praktischen Prüfung, und nicht von der Theoretischen! Und das ist das Problem bei der KESB alles zu Theoretisch. Und ich als Mann weder da diskreminiert, es arbeiten da 80% Frauen, und die sehen nun die Welt aus Frauensicht.
    Wenn sie wollen kann ich die ganze Geschichte erzählen?

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