Das Zentrum wächst am Rand der Stadt
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Hier sind knapp 15’000 Quadratmeter neue Geschossflächen möglich, aufgeteilt in etwa gleich viel Fläche fürs Wohnen wie fürs Arbeiten. Fünf- bis sechsgeschossig sollen die Häuser werden – plus ein Hochhaus.

Linus Petermann über die Luzerner Stadtentwicklung Das Zentrum wächst am Rand der Stadt

2 min Lesezeit 09.11.2016, 17:41 Uhr

Eine Interpellation rief Fragen zur Abwanderung von Firmen aus der Stadt Luzern auf. Für den städtischen Juso-Präsidenten Linus Petermann gäbe es durchaus nachhaltige Möglichkeiten für deren Niederlassung. Dazu müssten die äusseren Stadtteile jedoch mehr Entwicklungsmöglichkeiten erhalten.

Eine Interpellation der FDP-Fraktion, die letzten Donnerstag vom Stadtrat beantwortet wurde, rief Fragen auf zur «Abwanderung von Firmen» aus der Stadt Luzern. Es wurde der Ruf nach einer «Bürorauminitiative» laut, die Büroflächen in der Stadt sichern soll – in Anlehnung an die linke «Wohnrauminitiative» (zentralplus berichtete). Der Stadtrat besänftigt mit dem real vorliegenden Arbeitsstellenwachstum.

Dass Büroräume in der Innenstadt knapp werden, ist Fakt. Auch lassen sich in Zukunft – ohne Hochhausbau oder Seeaufschüttung – wohl kaum Firmen mit Höchstansprüchen und Expansionswünschen im Zentrum ansiedeln. Wo können nachhaltig Niederlassungsmöglichkeiten geschaffen werden? Ein breiterer Fokus hilft.

Stadtrand mit riesigem Potenzial

Es muss vermehrt ausserhalb des Zentrums geplant werden. Die peripheren Stadtgebiete sollen nicht als reine Wohnzonen fungieren und das über Jahre fehlende Engagement der Stadt im Wohnungssektor kompensieren, zumal hier ein riesiges städtebauliches Potenzial liegt. Eine forcierte Funktionendurchmischung ausserhalb der Innenstadt könnte Platz für Unternehmen schaffen sowie die Qualität des Stadtlebens durch lebendigere Quartiere steigern.

«Es braucht einen grösseren Willen der Stadt.»

Momentan zeigt wohl nichts die Chancen der neuen Stadtgebiete so gut auf wie das Projekt «Luzern Nord», mit dem um den Seetalplatz ein neues Subzentrum eröffnet werden soll (zentralplus berichtete). Mit einem Mix aus Wohnungen, Gewerbe- und Büroflächen und einer öffentlichen Raumgestaltung soll ein lebendiges Quartier an gut erschlossener Lage entstehen. In diesem attraktiven Umfeld lassen sich Unternehmen, bei Start-ups beginnend, ansiedeln. Diese neu gewonnenen Räume entlasten das Zentrum.

Um an solche Projekte anzuknüpfen, braucht es von der Stadt einen grösseren Willen, den äusseren Stadtteilen mehr Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Ihr Schicksal bestimmt schliesslich jenes der Innenstadt.

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