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Applaus ist nicht genug
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Frische Tomaten im Supermarkt – damit die Regale voll sind, bedarf es stundenlanger, täglicher Arbeit. (Bild: Pixabay)

Wer die Schweiz am Laufen hält Applaus ist nicht genug

3 min Lesezeit 26.03.2020, 10:56 Uhr

Im Polit-Alltag kämpft man mit harten Bandagen. Auch im normalen, hektischen Berufsalltag geht es nicht immer harmonisch zu. Doch in Zeiten der Krise treten Werte wie Solidarität und Kooperationsbereitschaft wieder vermehrt in den Vordergrund. In das Blickfeld geraten ebenso die stillen Helden des Alltags, schreibt Politblogger Stefan W. Huber.

Noch nie sass ich so ratlos vor einem Blog. Nie zuvor fehlte es mir an Ideen, worüber ich schreiben soll. Themen gäbe es viele, aber eigentlich gibt es nur eines. Denn neben diesem einen Thema kümmern uns die anderen gerade kaum. Von Corona hören wir auch ohne diesen Blog schon genug.

Es geht uns allen gleich. Wir kämpfen mit ungewohnten Problemen, seltsamer Ratlosigkeit und wahrscheinlich am meisten mit uns selbst. Wir tun unser Bestes, hoffen auf die Gesundheit unserer Nächsten und auf bessere Zeiten.

Wir applaudieren jenen, die uns helfen, und unterstützen einander und sehnen uns nach einem baldigen Ende dieser schwierigen Zeit, dieser historischen Krise.

In der Krise zählt das Wichtige

Obwohl Krisen für uns Politiker eigentlich ideale Gelegenheiten wären, sich zu profilieren, es besser zu wissen und die Arbeit anderer zu kritisieren, ist mir überhaupt nicht danach. Wenn wir eines aus dieser Krise lernen müssen, dann ist es, wie sehr wir aufeinander angewiesen sind.

Zum Autor

Stefan W. Huber (Jahrgang 1986) ist seit 2016 Mitglied des grossen Gemeinderats der Stadt Zug, seit 2019 führt er die Fraktion der GLP. Beruflich ist er als Klassenlehrer auf Sekundarstufe tätig.

Gegenseitige Rücksicht, Unterstützung und Solidarität, von und durch uns, sind wichtiger denn je. Es zeigt sich immer stärker, wenn es wirklich darauf ankommt, sind wir am meisten auf jene angewiesen, denen wir sonst nur wenig Lohn und Anerkennung schenken.

Damit die Helden von heute …

Es sind die Bauern und Bäuerinnen, die Lastwagenfahrerinnen und Lastwagenfahrer, die Verkäufer und Verkäuferinnen, die Ver- und Entsorgerinnen, die all das, was wir zum Leben brauchen, produzieren, transportieren, in die Regale stellen und später die Abfälle entsorgen.

Es sind die Pflegerinnen und Pfleger in den Altersheimen, Pflegeheimen, Krankenhäusern, die sich um unser und das Leben unserer Liebsten sorgen. Es sind die Betreuerinnen und Betreuer, die sich um die Kinder kümmern, damit sie alle weiterhin die lebensnotwendige Grundversorgung sichern können.

… auch morgen nicht vergessen gehen

Es sind auch die Journalistinnen und Journalisten, über die man gerne schimpft, die jetzt aber dafür sorgen, dass wir informiert und auf dem Laufenden bleiben. Und es sind noch viele mehr, die ich hier vergesse und bei denen ich dafür um Entschuldigung bitte.

Auch ich bin nicht davor gefeit, einige der verborgenen Heldinnen des Alltags zu übersehen, die jetzt bis zur Erschöpfung Überstunden leisten, sich selbst zurücknehmen, um sich für unser Gemeinwohl einzusetzen. Menschen, die alle mehr verdienten als den Lohn, den sie erhalten.

Menschen, denen wir in der Vergangenheit zu wenig Dank und Respekt entgegengebracht haben. Lassen Sie uns das für die Zukunft ändern. Applaus ist nicht genug.

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