Machen Sie’s selbst!
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Urban Gardening liegt im Trend. (Bild: monkeybusinessimages)

Sponsored Content Machen Sie’s selbst!

4 min Lesezeit 16.04.2016, 08:11 Uhr

Die Stadt wird zum Garten. Gemüse, Früchte und Kräuter werden in Gemeinschaftsgärten oder auf dem eigenen Balkon immer öfter selber angebaut. Wichtige Tipps und Tricks, die ein Anfänger über Urban Gardening wissen muss.

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Nachhaltigkeit, Entspannung und Selbstverwirklichung gehen beim Urban Gardening Hand in Hand. Der Trend rund um die eigene Entfaltung in der Gartenarbeit auf oft kleinstem Raum reisst nicht ab. Der Wunsch nach Grünflächen steigt, gerade weil diese in vielen Städten durch das Bevölkerungswachstum schwinden. Vor allem junge Menschen gestalten ihren eigenen Minigarten und bauen selber Gemüse und Früchte an.

Valentin Brändle, Verantwortlicher Blumen und Pflanzen beim Fachmarkt Do it + Garden der Migros Luzern, verrät ungeübten Gärtnerinnen und Gärtnern die wichtigsten Tipps und Tricks für einen blühenden Garten oder Balkon.

Valentin Brändle, warum ist es zurzeit so angesagt, sein eigenes grünes Reich anzubauen?

Ernährung und Gesundheit haben momentan einen hohen Stellenwert. Gerade bei Lebensmitteln ist die Frage nach Regionalität und Nachhaltigkeit allgegenwärtig. Wieso Gemüse, Früchte, Kräuter und Pflanzen also nicht einfach selber anbauen? Dafür benötigt es heutzutage keine riesigen Grünflächen mehr, der kleine Balkon oder ein Schrebergarten tut es auch. Man erschafft sich ein eigenes kleines Reich und sieht, wie die Lebensmittel wachsen und gedeihen. Eines kann ich versichern: Freude und Genuss sind vorprogrammiert.

«Und ganz ehrlich: Selbst angebaute Früchte und Gemüse schmecken einfach am besten.»

Was für Vorteile sehen Sie in Urban Gardening?

Valentin Brändle, Verantwortlicher Blumen und Pflanzen beim Fachmarkt Do it + Garden der Migros Luzern

Valentin Brändle, Verantwortlicher Blumen und Pflanzen beim Fachmarkt Do it + Garden der Migros Luzern

(Bild: zvg.)

Es kann alleine auf dem Balkon, aber auch gemeinsam mit anderen Menschen in einem Gemeinschaftsgarten praktiziert werden. Ich finde es schön, diese Leidenschaft mit jemandem zu teilen, der dasselbe Interesse hat. Es hat aber auch ökologische Vorteile: Der Verbrauch von Lebensmitteln mit einem langen Transportweg kann reduziert werden. Wer sich zudem für den Verzicht chemischer Pflanzenschutzmittel entscheidet, trägt dazu bei, die Natur weniger zu belasten. Und ganz ehrlich: Selbst angebaute Früchte und Gemüse schmecken einfach am besten.

Die Platzverhältnisse sind jeweils sehr unterschiedlich: Welche Sorten sind unkompliziert und eignen sich gut zum Anbauen?

Grundsätzlich eignen sich alle Kulturen. Wichtig ist jedoch, dass die Platzverhältnisse, die richtige Pflege, der geeignete Standort sowie die Erden-Zusammensetzung stimmen. In jeder Kultur, ob Gemüse, Früchte, Kräuter oder Blumen, gibt es Sorten, die sich für wenig erfahrene Gärtner sehr gut eignen. Beim Gemüse eignen sich zum Beispiel Radieschen, die es in vielen verschiedenen Sorten gibt: Vom Zeitpunkt des Säens bis zur Ernte benötigen sie nur vier Wochen. Bei Kräutern eignen sich Thymian, Salbei und Rosmarin besonders gut: Sie sind sehr leicht zu halten und können problemlos zusammen in einem Topf gepflanzt werden. Auch Schnittlauch kann ich empfehlen, da er anspruchslos, mehrjährig und vor allem sehr schmackhaft ist. Bei den Blumen empfehle ich einem Anfänger die Sorte Tagetes, die zugleich auch Schädlinge bekämpft. Bei Früchten eignen sich besonders Beeren: Sie benötigen wenig Pflege und im ersten Pflanzjahr können bereits die ersten Früchtchen geerntet werden. Neben Erdbeeren, die mehrjährig und winterhart sind, eignen sich auch Johannisbeeren oder Stachelbeeren.

«Wichtiger Tipp: Kein Torf verwenden, da er ökologisch problematisch ist.»

Was muss beachtet werden, damit die Kulturen gut anwachsen?

Am besten lässt man die Erdballen der Pflanzen zuerst in einem Kübel mit Wasser vollsaugen, bevor mit dem Einpflanzen begonnen wird. Falls der Ballen stark verwurzelt ist, wird drei bis vier Mal mit einem Messer zirka rund 1 Zentimeter tief eingeschnitten. So verzweigen sich die Wurzeln besser. Empfehlenswert ist eine Startdüngung mit Kompost oder organischem Dünger, damit die Pflanzen schneller anwachsen. Wichtiger Tipp: Kein Torf verwenden, da er ökologisch problematisch ist. Es ist besser, hochwertige Erde zu kaufen, die weniger zusammenfällt und wichtige Nährstoffe und Wasser besser speichert. Somit muss man weniger düngen und bewässern.

Es gibt viele verschiedene Töpfe und Gefässe. Welche sollen verwendet werden?

Egal ob Ton- oder Plastiktopf: Wichtig ist, dass er gross genug ist. Als Faustregel gilt: Der Topf muss drei Mal so gross wie der Erdballen sein. Zwingend sind zudem Löcher im Boden, ansonsten staut sich das Wasser von unten an und die Pflanze beginnt zu faulen. Meine Empfehlung hierfür ist eine Drainageschicht aus Vlies und Blähtonkugeln, so läuft das Wasser optimal ab.

Weitere tolle Ideen zum Selbermachen finden Sie auf www.doitgarden-luzern.ch


Basteln Sie selber einen Blumenkasten aus Paletten und verschönern Sie so Ihren Garten oder Balkon:

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