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Ein nachhaltiger Anbautrend in Luzern
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Gemeinsames Gärtnern im Klostergarten Wesemlin. (Bild: Klostergarten Wesmelin)

Wo in der Stadt Urban Gardening betrieben wird Ein nachhaltiger Anbautrend in Luzern

3 min Lesezeit 15.04.2020, 10:58 Uhr

Unsere Bloggerin ist ein Fan von Urban Gardening. Welche Regeln man dabei einhalten muss, und an welchen Hotspots in Luzern das Rüebli für Interessierte frei zugänglich ist, lest ihr hier.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts boomt das Gärtnern in europäischen Städten. Die Grundgedanken des Urban Gardening sind die nachhaltige Bewirtschaftung grüner Nutzflächen und der bewusste Konsum der landwirtschaftlich produzierten Erzeugnisse. Auch bei meinem Topf- und Hochbeetgemüse versuche ich diesen Grundeinstellungen nachzukommen.

Beim Urban Gardening wird Nachhaltigkeit grossgeschrieben

Es ist faszinierend zu beobachten, wie beispielsweise Marienkäfer und Ohrwürmer Blattläuse vertilgen und so das biologische Gleichgewicht in Einklang bringen. Gelingt es den Nützlingen, die Schädlinge in Schach zu halten, so kann das Gemüse gut und gesund gedeihen.

Aber was soll ich beispielsweise mit dem schön filigranen Karottenkraut oder mit den grossen Radieschenblättern? «Leaf to Root» ist das «Nose to Tail» für Gemüse, übersetzt: vom Blatt bis zur Wurzel. Viele auf dem Kompost landende Pflanzenteile können nämlich zu leckeren Gerichten weiterverarbeitet werden.

Das Kochbuch «Leaf to Root» beinhaltet zahlreiche Rezepte und fasziniert und inspiriert mich immer wieder aufs Neue.

Gemeinsame Werte im geteilten Garten

Nicht alle haben die Gelegenheit, im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu gärtnern. In der Stadt Luzern gibt es jedoch einige Projekte, welche für Interessierte frei zugänglich sind. Allen Projekten gemeinsam sind das Zusammentreffen verschiedener Altersgruppen und Kulturen, der sorgfältige Umgang mit der Natur, das Bewusstsein zur saisonalen Ernährung und der bewusste Konsum in der heutigen Zeit des Überflusses. 

Neugarten

Rund um das Neubad stehen Flächen zum Bepflanzen von Gemüse, Kräutern und Früchten zur Verfügung. Nebst dem gemeinsamen Gärtnern, bei welchem verschiedene Anbautechniken ausprobiert werden können, spielen die Verarbeitung und der bewusste Konsum eine zentrale Rolle.

Der gemeine Garten

Der Gemeinschaftsgarten Eichhof ist ein Generationengarten. Auf dem Areal des Betagtenzentrums Eichhof treffen Generationen aufeinander und tauschen ihr Wissen aus. Der biologische Anbau steht klar im Vordergrund und kann hautnah miterlebt werden.

Klostergarten Wesemlin

Seit gut fünf Jahren stellt das Kapuzinerkloster Wesemlin die halbe Fläche ihres Nutzgartens den Quartierbewohnern zur Verfügung. Familien und Einzelpersonen bewirtschaften den Garten gemeinsam, eigeninitiativ und ökologisch.

Sentigarten

Mitten im städtischen Getümmel befindet sich der Sentigarten. Dieser lädt alle Interessierten zum Gärtnern ein. Zudem finden verschiedene Veranstaltungen im Garten statt.

Naschgarten Freigleis

Vor gut einem Jahr hat die Stadtgärtnerei zusammen mit der Quartierbevölkerung das «Freigleis» neben dem Neubad unter anderem in einen Naschgarten umgestaltet. Dieser ist frei zugänglich. Es kann geerntet, genascht und gearbeitet werden.

Treibhaus-Garten

Der Treibhaus-Garten im Jugendkulturhaus der Stadt Luzern ist ein Projekt, das vor kurzem gestartet hat. Auch hier dürfen interessierte Gartenfreunde, ob Laie oder Experte, mitwirken.

Vielleich hat dich das eine oder andere Gartenprojekt «gluschtig» gemacht. Zögere nicht und kontaktiere die verantwortlichen Personen. Eine Übersicht zu den öffentlichen Gärten der Stadt Luzern sind hier zu finden.

Kartoffel, die man in der Migros nicht erhält. (Bild: Klostergarten Wesmelin)

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