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Wie man einen Origami-Künstler auf die Palme bringt.
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Sipho Mabona bringt den Luga-Besuchern das Falten bei.

Wie man einen Origami-Künstler auf die Palme bringt.

3 min Lesezeit 02.05.2014, 10:10 Uhr

Der Luzerner Sipho Mabona macht Kunst aus Papier. Sein Handwerk nennt sich Origami und kommt aus Japan. An der LUGA faltet er auch etwas für zentral+.

Menschenmassen schieben sich durch die Hallen. Das Bild beim Eingang der Halle 1 ist ein ganz anderes. Da sitzen die Luga-Besucher, gross und klein, an Pultreihen und falten. Konzentriert wie Schulkinder an der Prüfung. Blicke wandern zum Pultnachbar – vielleicht hat der ja etwas anderes. 
Vorne steht Sipho Mabona und spricht von «Talfalten» und «Bergfalten» und faltet. Es haben sich viele Schaulustige versammelt. Staunend und bisweilen amüsiert beobachten sie die Teilnehmer des Workshops. Eine halbe Stunde dauert es, den Luga-Hahn zu falten.
 Als alle fertig sind, stürzen sie sich auf den Origami-Künstler. Fragen über Fragen. Einen Krokus möchte man noch gefaltet haben. Wie denn der Schnabel nochmals ging, ist die Frage.

Und auch wir wollen etwas von ihm. Unser Plus. Das soll er uns falten.

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Und Fragen haben wir natürlich auch noch ein paar.

zentral+: Wie schwer war dieses Plus für dich? Auf einer Skala von 1-10.
Sipho: Hmm.. Ungefähr eine 2-3. Es sieht durch die Übung, die ich habe, halt immer sehr einfach aus.

zentral+: Faltest du nach Plänen oder probierst du einfach mal drauflos?
Sipho: Meist zeichne ich eine Grundstruktur auf und erst dann probiere ich es aus. Hinterher mache ich einen Plan als Gedächtnisstütze.

zentral+: Du hast aber nicht von jedem Origami, dass du je gemacht hast, einen Plan?
Sipho: Doch schon. Aber die kann nur ich lesen.

zentral+: Wir haben uns deinen Blog angeschaut. Da tauchen viele Leute auf, die auf die Nase fliegen. Bist du immer so schadenfreudig?
Sipho: (lacht) Ähm.. das würde ich jetzt nicht behaupten. Aber wer findet solche Pannen schon nicht lustig. Ihr habt aber auch den falschen Zeitpunkt erwischt. Ansonsten geht es auf meinen Blog schon um Origami.

zentral+: Was wollen die Leute meist von dir gefaltet bekommen?
Sipho: Tierchen und Blümchen stehen hoch im Kurs. Hunde, Delphine, Elephanten..

zentral+: Wie gross waren das kleinste und das grösste Papier, das du je zerfaltet hast?
Sipho: Das Grösste war 15 Meter auf 15 Meter. Das Kleinste war 1 Quadratzentimeter.

zentral+: Erzähl mal einen Origami-Witz.
Sipho: Wie kann man einen Origami-Künstler so richtig auf die Palme bringen? Man schmiert ihm Anti-Falten-Creme aufs Blatt.

zentral+: Wie kommt Origami denn bei Frauen so an?
Sipho: Sicher nicht schlecht. Es ist natürlich etwas Besonderes, etwas, das nicht jeder macht.

 

Sipho Mabona
Der 34-jährige Sipho Mabona aus Luzern ist als Origami-Künstler international bekannt. Sein Repertoire an Origami-Figuren reicht vom Papierflieger über lebensgrosse Elefanten, und vom Vogelschwarm bis hin zu Fantasieobjekten.
Als Kind fing Mabona ganz klassich mit dem Papierflieger an. Mit 20 entdeckte er die Origami-Kunst für sich. Heute faltet Mabona als Künstler für Museen, für die Werbung, bei Events und leitet Workshops.

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