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Kunsthalle Luzern: Ein Ende mit Blumen, ein Neubeginn ohne Feuerwerk?
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Masse Mensch (2013), Performance mit 50 Beteiligten nach einem Konzept von Urban Mäder, Judith Huber und Miriam Sturzenegger, Kunsthalle / Bourbaki Luzern, 10.5.2013 (Bild: zvg)

Nadine Wietlisbach Kunsthalle Luzern: Ein Ende mit Blumen, ein Neubeginn ohne Feuerwerk?

2 min Lesezeit 09.01.2015, 09:05 Uhr

Gemunkelt wurde es schon länger, nun ist es seit gestern bestätigt: Alessa Panayiotou verlässt die Kunsthalle Luzern auf Ende März. Die Frage nun, wer tritt ihre Nachfolge an?

Gemunkelt wurde es schon länger, gestern bestätigte sich das Gerücht: Alessa Panayiotou verlässt die Kunsthalle Luzern auf März 2015. Rund sieben Jahre hat sie für diese Institution in unterschiedlichen Funktionen gearbeitet, zuletzt drei Jahre als Leiterin. Mit viel Ausdauer, Verständnis für die Kunstschaffenden, mit Verhandlungsgeschick und Fingerspitzengefühl für eine Vielzahl Kooperationspartner. Sie hat das Kunstpanorama, wie die Kunsthalle bis zu ihren letzten Monaten in der Frigorexhalle hiess, durch Höhen und Tiefen begleitet und später geführt. Ich wünsche ihr, als Mitdenkerin in Sachen zeitgenössische Kunst und als ehemalige Kollegin (2008/9 haben wir gemeinsam in der Kunsthalle gearbeitet), nur das Beste auf ihrem neuen Weg. Sie wird als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kulturförderung des Kanton Luzerns mitwirken.

Jedes Ende bedeutet ein Neubeginn, die Natur der Sache sieht Veränderungen vor, vielleicht sogar eine Kursänderung. Für jede Institution bedeutet die Ausschreibung einer Leitungsstelle und die Suche nach einem neuen Kopf, neben einigem Aufwand vor allem eine Chance. Nicht nur erhält die Institution durch eine Ausschreibung Visibilität; Menschen auf nationaler und vielleicht sogar internationaler Ebene wird erneut ins Gedächtnis gerufen, dass die Zentralschweiz über eine lebendige Institution wie die Kunsthalle verfügt. Vor allem bedeutet eine Ausschreibung jedoch, mit einer Vielzahl kompetenter Kuratorinnen/Kunstvermittlerinnen/Künstlerinnen mit guten Ideen, Verve für die Kunst und Fähigkeiten, eine Ausstellungsinstitution zu leiten, in Kontakt zu treten. Hoffentlich schreibt der Vorstand der Kunsthalle diese interessante Stelle bald öffentlich aus.

Weil ein Neubeginn – so wie jedes Ende – einer Öffentlichkeit bedarf. Weil die Kunsthalle Luzern aus der Initiative von Kunstschaffenden entsprungen ist, schuldet der Vorstand nicht zuletzt diesen ein klares Vorgehen. Intransparente Verfahren werden im Kunst- und Kulturbetrieb heftig kritisiert; bei Wettbewerben wie bei der Verteilung von Geldern. Wobei wir bei den Geldern landen: Die Kunsthalle erhält einen Subventionsbeitrag der öffentlichen Hand im sechsstelligen Bereich. Für ihr professionelles Engagement. Professionell vor und hinter den Kulissen. Auf dass sich das Munkeln nicht zu einem Crescendo verdichtet. 

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