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«Ich frage mich, was wir Luzerner falsch machen»
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Luzern erhält mehrere Millionen Franken aus dem Ausgleichsfond der Kantone. (Bild: Montage zentralplus)

Jost Schumacher zur Finanzpolitik des Kantons Luzern «Ich frage mich, was wir Luzerner falsch machen»

1 min Lesezeit 2 Kommentare 25.11.2016, 08:56 Uhr

Blogger Jost Schumacher macht sich Sorgen, den «Geberkantonen» auf der Tasche zu liegen. Er weist auf die Auszahlungen des Kantons Luzern an Sozialbezüger hin, und fordert weitere Einsparungen.

Vielleicht gibt es Luzerner, die mir eine Frage beantworten können, welche mich schon lange beschäftigt.

Der Kanton Zug ist bekanntlich ein «Geberkanton». Dies bedeutet, dass er in den Finanzausgleich NFA Geld einbezahlt, welches dann auf die anderen, finanzschwachen Kantone verteilt wird. Luzern umgekehrt erhält pro Jahr gegen 300 Millionen Franken aus diesem Ausgleichsfond. Ich habe mich schon oft gefragt, was wir Luzerner falsch machen. Dabei bin ich auf eine recht eigenartige Sache gestossen.

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Die Zuger Behörden bezahlen im Durchschnitt pro Sozialbezüger 21’000 Franken pro Jahr aus. Der Kanton Luzern dagegen wendet pro Sozialbezüger 25’000 Franken auf. So viel ich weiss, sind die Wohnkosten in Zug höher als in Luzern. Die Lebenskosten ganz generell sind ebenfalls in Zug höher. Die Aufwendungen für die Kantonsräte sind von der ganzen Innerschweiz inklusive Zug im Kanton Luzern am höchsten. Die Kantonsräte wehren sich aber gegen eine Reduktion um fünf Prozent dieser Gehälter.

Wäre es nicht an der Zeit, als Bezügerkanton einmal über die Bücher zu gehen und gewisse Einsparungen vorzunehmen? Ich lebe einfach nicht gerne auf Kosten anderer.

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2 Kommentare
  1. David Lehner, 26.11.2016, 11:44 Uhr

    Was sagt dieser Vergleich der Durchschnittswerte aus? Wohl nicht viel, denn manche “Sozialhilfebezüger” stocken mit der Sozialhilfe ja nur die Differenz zwischen Erwerbseinkommen und Existenzminimum auf. Alleinerziehende Mütter beispielsweise, die nebst der Kinderbetreuung noch 3-4 Tage die Woche arbeiten und trotzdem noch ein paar hundert Franken vom Sozialamt brauchen, um aufs Existenzminimum zu kommen.
    Vielleicht ist gerade der Anteil solcher “Aufstocker” (die dann den Durchschnitt runterziehen, weil sie ja “nur” ein paart hundert Franken im Monat beziehen) im Kanton Zug besonders hoch, weil es durch die dortigen hohen Wohnkosten für Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor besonders schwierig ist, das Existenzminimum zu erreichen?
    Oder vielleicht ist Kommentator GH ist auf der richtigen Spur, der eine Vertreibungstaktik durch die Zuger vermutet? (Würde ja dazu passen, dass der Kt. Zug umgekehrt seit Jahrzehnten besonders aktiv bei der rekrutierung “guter” Steuerzahler ist).
    Auch fragt man sich, woher Jost Schumacher eigentlich seine Zahlen nimmt? Denn bei den statistischen Ämtern der jeweiligen Kantone kommt man zu anderen Daten…
    Fragen über Fragen, auf die man in diesem Blog-Beitrag leider keine Antworten erhält.
    Getreu dem alten Witz:
    Ein Immobilienhai, ein Strassenkehrer und ein Sozialhilfebezüger sitzen an einem Tisch. Vor ihnen liegen 10 Guetzli. Der Immobilienhai nimmt sich 9 davon und sagt zum Strassenkehrer: Pass auf, der Sozialhilfebezüger will dir dein Guetzli wegnehmen!

  2. G. Hauf, 25.11.2016, 16:15 Uhr

    Ja, warum,warum ist die Banane krumm! Vielleicht hat es damit zu tun, dass der Kanton Zug pro Sozialbezüger immer noch weniger aufwendet, bis sie den letzen dieser “Störefriede” losgeworden sind. Dann sind dann diejenigen, die nicht darauf angewiesen sind, auf Kosten anderer zu leben, endlich ganz unter sich. Frohe Festtage !