Vom Versprechen eines neuen FCL-Spielers mit Weltformat
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Rund um FCL-Hauptinvestor Bernhard Alpstaeg ist etwas mehr Ruhe eingekehrt. (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus)

Ohne Poltern geht es allen besser Vom Versprechen eines neuen FCL-Spielers mit Weltformat

4 min Lesezeit 2 Kommentare 21.08.2020, 10:02 Uhr

Die Lage beim FC Luzern ist angespannt, wegen der Corona-Pandemie ist die finanzielle Zukunft des Vereins ungewiss. Sportlich hat man sich sicher in der Super League gehalten, dies auch dank dem ruhigen Umfeld. Es macht ganz den Anschein, als haben die FCL-Investoren etwas gelernt. Noch nicht eingelöst ist jedoch ein Versprechen von FCL-Boss Bernhard Alpstaeg.

Der Entscheid des Bundesrates, ab Oktober an Grossveranstaltungen wieder mehr als 1’000 Leute zuzulassen, hat mich als Fussballfan gefreut. Endlich kann ich wieder mit meiner Familie an die Spiele des FC Luzern gehen, wenn dann auch der Kanton Luzern mitspielt und die FCL-Spiele mit mehreren Tausend Zuschauern bewilligt werden. Dies wird den FC Luzern finanziell bestimmt entlasten, auch wenn die Erhöhung der Zuschauerkapazität noch nicht der Befreiungsschlag für eine sorgenfreie finanzielle Zukunft sein wird.

FCL braucht die Unterstützung der Investoren

Umso erfreulicher ist es, dass der FC Luzern in dieser gesellschaftlich und wirtschaftlich schwierigen Situation auf seine langjährigen Investoren zählen kann. Dies ist nicht selbstverständlich, denn vor nicht allzu langer Zeit haben diese sich noch öffentlich bekriegt.

Nun scheinen die Herren etwas gelernt zu haben. Ganz nach dem Motto in der Ruhe liegt die Kraft, blieb es rund um den FC Luzern in den vergangenen Monaten ruhig. Auch dann, als die Corona-Pandemie ausbrach und die Einnahmen ausblieben. Auch dann, als es sportlich plötzlich nicht mehr rundlief und der FCL fast noch in den Abstiegskampf verwickelt wurde. Und auch dann, als Eleke auf dem Feld seine Arbeit verweigerte und wenig später nach Belgien verkauft wurde.

Die medialen Verfehlungen waren daneben

Dies war in der Vergangenheit anders. Ach habe ich mich aufgeregt, als beispielsweise ein neuer Investor kam und nach wenigen Monaten im Trainingslager in Marbella in seinem ersten Interview mit einer Zeitung sagte, der FC Luzern werde spätestens in zwei Jahren ein Schweizer Spitzenclub sein.

Nach diesem Interview spielten die Luzerner in der Rückrunde gegen den Abstieg und entliessen den damaligen Trainer noch vor Ostern. Oder als der FCL-Hauptinvestor einen ehemaligen, erfolgreichen FCL-Coach öffentlich als «Birchermüesli-Trainer» darstellte. So ein Käse, solche Aussagen sind so unnötig wie die Nüsse im Birchermüesli. Nüsse habe ich gar nicht gerne, denn die verursachen Ausschlag bei Allergikern.

Ohne Poltern geht es allen besser

Und jetzt? Seit längerer Zeit hört man von der FCL-Führungsetage nichts mehr. Sind alle in den Ferien oder haben sie eventuell zum FC Basel gewechselt und poltern nun dort im Hintergrund? Weder noch, denke ich. Nein, ich bin mir fast sicher, dass es wirklich bei den FCL-Investoren angekommen ist, dass es ohne Poltern allen besser geht.

Mediale Wutausbrüche oder Schlammschlachten bringen niemandem etwas. Weder der Mannschaft, dem Umfeld des FC Luzern und schon gar nicht den Investoren selbst.

Eine Vision auf dem Rasen ist viel klüger

Vielmehr braucht es in dieser schwierigen Zeit nun alle, die FCL-Familie muss zusammenhalten. Am Ende des Tages geht es um unseren geliebten FC Luzern und darum, auf der Allmend auch in Zukunft tolle Fussballspiele erleben zu können.

Dafür brauche ich keine niedergeschriebene Vision oder einen FCL-Pass. Viel lieber erlebe ich die Ruhe rund um den Verein und die tolle Arbeit der Mannschaft und des Trainerteams. Grosse Freude haben mir die vielen talentierten jungen Spieler gemacht, welche in der Rückrunde eingesetzt worden waren.

Kommt nun Cristiano Ronaldo?

Das ist für mich eine kluge Vision, welche auf dem Rasen umgesetzt werden kann und von den Fans gefeiert wird. Wenn der FCL mit den vielen jungen Spielern aus der eigenen Jugend irgendeinmal sogar einen Chöbu gewinnt, umso besser. Nur mit Grünschnäbeln geht es beim FC Luzern nicht, die Mannschaft braucht für die neue Saison noch die eine oder andere Verstärkung.

Lieber Herr Alpstaeg, gerne erinnere ich Sie daran, dass sie mir vor Jahren an einer FCL-Gala versprachen, dass der FC Luzern nach Hakan Yakin wieder einmal eine Attraktion brauche und bald einen neuen Topspieler mit Weltklasseformat verpflichten werde. Bis heute warte ich gespannt auf diesen neuen Spieler. Man hört ja, dass Juve Cristiano Ronaldo loswerden will. Der mit seinem Monster-Body hat sicher gerne Birchermüesli. Das ist Ihre Chance, greifen Sie zu, Herr Alpstaeg.       

Hopp Lozärn

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2 Kommentare
  1. Präsident, 23.08.2020, 00:13 Uhr

    auch trotz viel goodwill…….leider eher beschränkt gelungen, dieser versuch von satire!

  2. CScherrer, 21.08.2020, 13:27 Uhr

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.