Der FCL und die rüüdigen Tage
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Die Luzerner Fans 2017 gegen den FCL im Fasnachtskostüm (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Viele Luzerner Spieler sind passionierte Fasnächtler Der FCL und die rüüdigen Tage

3 min Lesezeit 21.02.2020, 08:27 Uhr

Sensationell, wie der FC Luzern mit dem neuen Trainer Fabio Celestini in die Rückrunde gestartet ist. Neben vier Siegen aus vier Spielen macht vor allem die Art und Weise Freude. Die Spieler kämpfen und beissen für ihre Farben und werden dafür belohnt. Friede, Freude, Eierkuchen also auf der Allmend zur Fasnacht oder doch nicht?

Die FCL-Ausgabe 2020 macht aktuell so richtig Freude. Der Reihe nach bezwangen die Luzerner den FCZ, YB, Xamax und zuletzt auch die Überflieger aus St. Gallen. Klar, spielerisch waren das noch keine Galaauftritte, aber schlussendlich zählen nur die Punkte. Zudem ist ein klares System, eine Spielidee, erkennbar. Der FC Luzern schiesst unter dem neuen Trainer Fabio Celestini plötzlich wieder Standard-Tore und kann auch defensiv überzeugen. Dass der FCL mit Marius Müller einen überragenden Torwart verpflichtet hatte, wusste man bereits seit Längerem.

Ja, die aktuelle FCL-Mannschaft macht definitiv Lust auf mehr und die Spieler haben sich ein, zwei rüüdige Tage an der Luzerner Fasnacht verdient.

Vor der Fasnacht meldet sich der Hauptinvestor

Beim FC Luzern war Ruhe eingekehrt, die negativen Schlagzeilen schrieben andere Super League Clubs. Beim FCL konnte man sich sogar wieder einmal richtig auf die Fasnacht freuen.

Wäre da nur nicht FCL-Hauptinvestor Bernhard Alpstaeg, welcher in der vergangenen Woche sein Schweigen gebrochen hat. Mit dem Vorschlaghammer verkündete er, dass er seine Aktien aktuell nicht abgeben werde. Nach dem Streit um die Aktienmehrheit beim FCL zwischen Hauptinvestor Alpstaeg und drei weiteren Investoren (Marco Sieber, Hans Schmid und Sami Sawiris) war es lange ruhig.

Dieser Auftritt von Bernhard Alpstaeg, welcher vorgängig kaum mit dem FCL abgesprochen war, ist Gift für die aktuell gute Stimmung in Luzern. Es ist klar, dass die FCL-Investoren auch in diesem Jahr Zündstoff für Fasnachtssujets im Jahr 2021 liefern werden.

Viele FCL-Spieler sind passionierte Fasnächtler

Den Aussagen von Alpstaeg zum Trotz, auch dieses Jahr werden die FCL-Spieler sich ins Fasnachtsgetümmel werfen. Vor allem der langjährige FCL-Goalie Dave Zibung ist ein passionierter Fasnächtler. Zu Zeiten, als Hakan Yakin noch beim FCL kickte, gingen die beiden mit vielen anderen FCL-Spielern gut verkleidet an die Luzerner Fasnacht – Kafi Huereaff und Häxetee inklusive.

Als Jakob Jantscher in Luzern spielte, kam er einmal auf mich zu und zeigte mir das Youtube-Video vom Urknall mit dem Livekommentar von Maik Wisler von Radio Pilatus. Jantscher fand den Urschrei von Wisler so legendär, dass er diesen in einem Hotelzimmer im Trainingslager in Marbella immer wieder nachmachte. Er war von der Fasnacht so begeistert, dass er zusammen mit seiner Frau mich gar an eine Tagwache begleitete.

Einer der grössten Fasnächtler kickt nun in Österreich

Der grösste Fasnächtler ist aber aus meiner Sicht der ehemalige FCL-Spieler Alain Wiss. Als er noch in Luzern spielte und ich noch Aktivmitglied bei der Guuggemusig Musegg-Geischter war, war der Reussbühler gern gesehener Stammgast am MGL-Teewage auf dem Mühlenplatz.

Schwieriger wurde es dann, als Wiss nach St. Gallen wechselte. Vor allem an der ersten Fasnacht nach seinem Wechsel kam es zu einigen unschönen Begegnungen mit erbosten Fans, welche völlig daneben waren. Klar fand ich den Wechsel von Wiss damals auch nicht gut. Trotzdem galt es diesen zu akzeptieren und körperliche Angriffe waren völlig fehl am Platz.

Alain Wiss wusste sich aber gut zu helfen, seine Ganzkörper-Kostüme wie beispielsweise der einsame Indianer oder der gruslige Killerclown waren legendäre Verkleidungen. Fast unerkannt konnte er dann jeweils mit mir zusammen Teeli trinken und die Fasnacht geniessen.

Ob ein solches Treffen auch in diesem Jahr wieder stattfindet, steht aktuell noch in den Sternen. Bekanntlich kickt Wiss nun in Österreich beim SCR Altach. Dass Wiss bei seinem neuen Club für die Luzerner Fasnacht extra frei bekommt, scheint aussichtslos. Gut, einen Versuch ist es trotzdem wert. Ich werde ihm gleich einmal via WhatsApp eine Einladung an die Luzerner Fasnacht senden.

In diesem Sinne, allne en rüüdig schöni Fasnacht ond hopp Lozärn.

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