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Das Kasperlitheater im FCL-Verwaltungsrat
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Was führt Bernhard Alpstaeg als Merheitsaktionär des FCL und der Swissporarena im Schild? (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus)

Querelen in der FCL-Führung Das Kasperlitheater im FCL-Verwaltungsrat

3 min Lesezeit 2 Kommentare 16.11.2019, 11:00 Uhr

Das Theater im FCL-Verwaltungsrat stellt uns FCL-Fans aktuell auf die Probe. Wie lange geht das noch gut und was braucht es, damit wieder Ruhe einkehrt beim FCL? Das sind Fragen, bei welchen wir Fans leider nicht mitreden dürfen. Ich mache es trotzdem.

Er brodelt schon lange, der Machtkampf im FCL-Verwaltungsrat. Wer ist stärker, mächtiger und einflussreicher. Leider geht es gewissen Herren schon lange nicht mehr um den Fussball und unseren FC Luzern. Immer wieder keimten in den letzten Jahren einzelne Details an die Oberfläche. Wie akut die Lage aber wirklich ist, wussten nur die wenigsten. Auch ich nicht und dementsprechend überrascht war ich, als die Bombe platzte. Gleich vier Verwaltungsräte schmissen den Bettel hin, allen voran der wichtigste Geldgeber und Mehrheitsaktionär Bernhard Alpstaeg.

Die Probleme im FCL-Verwaltungsrat sind eigengemacht

Ich hatte in meiner Zeit als Radioreporter nur wenige Begegnungen mit Bernhard Alpstaeg. Ich nahm ihn bei unseren Treffen stets als freundlich und besonnen wahr. Trotzdem schaffte er es immer wieder, mit unnötigen und teils dummen Aussagen in Boulevard-Zeitungen die Aufmerksamkeit auf sich zu richten und dem FCL so zu schaden. Ich sage, das ist einfach nur schade und unnötig.

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Herr Alpstaeg ist ein toller Geschäftsmann, ein Patron alter Schule. Ohne ihn und sein Geld gäbe es den FC Luzern und das neue Stadion in dieser Form heute bestimmt nicht. Dafür danke ich Bernhard Alpstaeg von Herzen. Ich bin aber überzeugt, vom Fussballgeschäft hat er ebenso wenig Ahnung wie seine Verwaltungsratskollegen. Genau das ist das Problem beim FCL. Alle Geldgeber reden mit und veranstalten so ein Chaos, statt wie in der Vision 2021 gewünscht Fussballfeste.

Der SC Freiburg macht seit Jahren fast alles richtig

Leider konnten die Herren im FCL-Verwaltungsrat nicht von anderen Modellen überzeugt werden. Denn es wäre durchaus möglich, einen Club mit kleinen finanziellen Möglichkeiten erfolgreich zu führen. Aber wie? Ganz einfach, man stellt in der Geschäftsleitung und im Sport Leute an, welche das Fussballbusiness verstehen und lässt diese in Ruhe arbeiten.

Mit dem SC Freiburg gibt es in der Deutschen Bundesliga einen Verein, welcher genau das aus meiner Sicht schon sehr lange perfekt umsetzt. Vor einigen Jahren stellte man mit Christian Streich einen Trainer an, welcher auf der grossen Fussballbühne bis dahin unbekannt war.

Der Verein setzt immer voll auf die eigene Jugend, lässt diese in der ersten Mannschaft spielen und verliert darum fast jede Saison die besten zwei bis drei Spieler. Darum haben die Freiburger jede Saison das einfache Ziel, nicht abzusteigen. Was mit Vertrauen und Fachwissen alles möglich ist, zeigt der SC Freiburg in dieser Saison (aktuell punktgleich mit dem grossen FC Bayern München) bisher eindrücklich, Chapeau.

Der FC Luzern hat ohne Bernhard Alpstaeg eine Zukunft

Genau ein solches Modell würde ich mir auch in Luzern wünschen. Vernünftige Menschen in der Führungsetage, welche die Geschäftsleitung und die Mannschaft mit dem Trainerstaff in Ruhe arbeiten lassen und nicht immer gleich alles hinterfragen. Menschen, die ihre Mitarbeitenden schützen und nicht blossstellen wegen zu langen Haaren.

Unvergessen bleibt mir die Zeit, als Mike Hauser Präsident und Thomas Schönberger CEO war beim FCL. Mehrheitlich war es in dieser ruhig in Luzern. Bis die besagten Verwaltungsräte wieder Unruhe stifteten und ohne Not das CEO-Modell einführten. Mit solchen Bananenrepublik-Aktionen muss in Luzern endlich Schluss sein. Es ist Zeit für einen Neuanfang.

Liebe Verwaltungsräte, denkt nun bitte an den Verein und seine Fans. Es gibt bestimmt Leute, welche in unseren FC Luzern investieren, wenn die Karten neu gemischt werden. Aber nur dann, denn eine Figur in diesem Kasperlitheater will niemand werden. Ich hoffe, dass dieses Theater mit einem Happy-End und nicht mit einem Drama endet.

Hopp Lozärn

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2 Kommentare
  1. dolfino, 16.11.2019, 15:45 Uhr

    Als jahrelanger Fan des FCL ist es ein Machtspiel gewisser Herren, die mit diesem Gehabe dem FCL nur schaden. Alle haben sich mal geeinigt, jeder VR hat nur eine Stimme egal wieviel Geld er beim FCL investiert und zum andern sollte jeder wissen, wer im Fussball investiert kommt selten Geld zurück. Wie beim Aktienkauf dieses Geld kann immer verloren gehen, Also Alpstaeg hat sehr grossen Anteil, dass der FCL heute eine sehr gute Infrastruktur vorweisen kann. Damit dass nachträglich ein VR installiert wurde entstand die Unruhe und da waren wohl von Anfang zwei Alphatiere vorhanden, die das Heu nicht auf der gleichen Bühne hatten. Trotz nur einer Stimme im VR hat natürlich Alpsteag den grössten Haufen eingeschoben ( Geld) Schade dass Herr Alpsteag mit einigen unbedachten Aesserungen in den Medien Goodwill verspielt hat. Er ist halt ein Patron nach altem Schrott und Korn. Es ist zu hoffen, dass die Herrschaften sich zusammen raufen und eine Lösung finden zum Wohle des FCL, wie dass eigentlich in der Vision FCL 2021 grossmundig in der Oefffentlichkeit vorgestellt wurde. Hopp FCL

  2. Kaufmann, 16.11.2019, 13:20 Uhr

    Fussball ist schön; aber leider auch ein Geschäft mit Maffia-Nähe siehe Servette, Xamax oder Lugano. Aber es geht immer irgendwie weiter! Es braucht nur Geduld. Als Fan will man/frau nicht 4-5 Jahre warten, das ist verständlich.