Darum kriegt der FCL mit Celestini die Kurve
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Geht der Wunsch nach Spektakel-Fussball unter Trainer Fabio Celestini in Erfüllung? (Bild: Martin Meienberger / freshfocus)

Ein Welscher soll den FC Luzern retten Darum kriegt der FCL mit Celestini die Kurve

3 min Lesezeit 3 Kommentare 10.01.2020, 11:34 Uhr

Der neue FCL-Trainer heisst nicht Bruno Berner oder René van Eck, sondern Fabio Celestini. Dass sich der FC Luzern trotz delikater Tabellensituation in der Winterpause für einen Welschen entschieden hat, welcher kaum Deutsch spricht, ist mutig. Der Lausanner hat aber eine Chance verdient und wird diese packen.

Der Aufschrei war gross, als der FC Luzern einen Tag nach dem Sieg gegen den FC Basel im letzten Vorrundenspiel Trainer Thomas Häberli entliess. Der Aufschrei war aber fast noch grösser, als FCL-Sportchef Remo Meyer Anfang Jahr Fabio Celestini als neuen Trainer präsentiert hatte. Von FCL-Gen und Verbundenheit mit der Zentralschweiz war vorgängig die Rede, als das Profil des neuen FCL-Trainers präsentiert wurde.

Auf dem Silbertablett serviert wurde uns Fans dann aber ein Welscher, welcher kaum Deutsch spricht. Dementsprechend unzufrieden waren viele FCL-Supporter mit dieser Wahl. Vor allem auch darum, weil der  beliebte René van Eck, ebenfalls Trainerkandidat in Luzern, an Heiligabend unschön abserviert wurde.

Jeder hat eine faire Chance verdient

Nun den Teufel an die Wand zu malen und die Challenge League zu planen, erachte ich jedoch als völlig falsch. Denn ich bin der Meinung, dass jeder neue Trainer eine faire Chance verdient hat. Fabio Celestini trifft keine Schuld, dass unser FCL in der Vorrunde zu wenige Punkte gesammelt hatte. Und es war auch nicht der Lausanner, welcher van Eck so wütend machte.

Nein, der FCL hat sich ganz einfach für ihn entschieden. Für einen Trainer, welcher mit Lausanne 2016 in die Super League aufgestiegen war und welcher Lugano im vergangenen Jahr in die Europa League führte. Und ganz wichtig, der FCL entschied sich für einen Trainer, welcher seine Teams gerne offensiv spielen lässt.

Wir wollen offensiven Fussball sehen

Genau das ist es, was wir Fans sehen wollen. Eine Luzerner Mannschaft, welche mit Herz 90 Minuten kämpft. Eine Mannschaft, welche etwas riskiert und offensiv spielt.

Ich vergesse nie, wie mein FCL unter dem damaligen Trainer Rolf Fringer im legendären Gersag Stadion in Emmenbrücke gegen den FC Basel 4:5 verloren hatte. Am Ende des Tages war der Frust zwar da, trotzdem erinnere ich mich gerne an dieses Spiel zurück. Da war eine Luzerner Mannschaft auf dem Platz, welche die Fans begeisterte und auch auf holprigen Terrain nach vorne spielte. Auch wenn am Schluss das nötige Glück und die letzte Cleverness fehlten und der FCL leer ausging, war dieses Spiel jeder Franken Eintrittsgeld wert.

Celestini muss die Spieler besser machen

Den Wunsch vom Spektakel-Fussball scheint uns Fabio Celestini erfüllen zu wollen. Damit der FC Luzern diesen offensiven Fussball aber auch zelebrieren kann, dafür braucht er das nötige Spielermaterial. Dieses hat der FCL aus meiner Sicht, denn mit Ndiaye, Margiotta oder Eleke verfügen die Luzerner über sehr interessante Offensivspieler. Ndiaye hat sein Potential in der Vorrunde bereits mehrfach gezeigt, Margiotta und Eleke kamen jedoch überhaupt nicht auf Touren unter Trainer Häberli.

Die grosse Challenge von Celestini wird es sein, diese Spieler richtig zu führen und wieder besser zu machen. Denn Eleke und Margiotta haben in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, dass sie gute Fussballer sind und wissen, wo das Tor steht.

Das gute Gefühl ist da

Vor allem von Francesco Margiotta bin ich überzeugt. Der technisch versierte Stürmer hat mir bei Lausanne immer gut gefallen. In der Westschweiz hat er bereits einmal unter Trainer Celestini gespielt und in 47 Spielen 16 Tore und 11 Assists gemacht. Eine tolle Bilanz, welche er in Luzern wiederholen wird.

Mein Tipp: Margiotta wird unter Celestini aufblühen und dem FCL und seinen Fans noch viel Freude bereiten. Allgemein kriegen die Luzerner mit dem neuen Trainer Fabio Celestini in der Rückrunde die Kurve und werden nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Da haben andere Clubs definitiv noch mehr zu t(h)un.

Hopp Lozärn

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3 Kommentare
  1. Lord, 11.01.2020, 01:47 Uhr

    FCL hat eine der interessantesten Trainer-Historie in den letzen 4 Jahren. Wir erinnern:
    Babbel war seinerzeit der dienstälteste Trainer, aber auch ein Blender. Er konnte sich nie mit dem Weg von Kälin und Sportchef / -Koordinator Mayer (Offensiv Fussball mir eignen Junges FCL. DNA) anfreunden. Babbel wurde so zum Stinkstiefel. Babbel wurde zum ,Jammeri‘ (keine Ferien, Euroleague-Quali-Belastung), lies mehr quer den Ball spielen, statt vertikal und mutig.? Babbel machte Journis (NZZ, Blick, Tagi) zu Verbündete und wurde zum Blender resp. verlor die Spieler.
    Reissleine bei Trainer musste gezogen werden. Von Kälin bestimmter Seoano zeigte, was mit der FCL Jungs möglich ist und sein Karrieresprung zu YB muss man hinnehmen. Meyer Flop mit Weiler kann passieren, wenn man Umstände mit Zeitdruck nach Abgang Seoane berücksichtigt. Häbi ist erster echter Flop von Meyer. Häbi hatte schon im Nachwuchs Mühe Mannschaft und Spieler besser zu machen (Fragt einfach YB Cappi und Basel Cecca).
    Um Celestini beneiden den FCL viele und es gilt zu hoffen , dass er mit seinem Erfolg nicht zum 2. Seoane wird.
    Danke, 👍

  2. Herbert, 10.01.2020, 15:19 Uhr

    Es ist schön, Herr Deubelbeiss, wenn man alles durch die Rosabrille sieht aber denken sie daran, Ende Januar muss sie ausgezogen werden, dann kehrt die Realität wieder ein. Spätestens Ende Februar wird man den Entscheid, dass man nicht Rene van Eck verpflichtet, hat bereuen. Ich bin fast sicher, dass der Vorhang im Theater Swisspor Arena spätestens im März wieder aufgeht unter Regisseur Remo Meyer und den Produzenten Philipp Studhalter und Herr Alpstäg. Titel des aufgeführten Stücks „Verdammt wir verstehen den Trainer nicht, er spricht kein deutsch“.

    1. Zimmermann, 10.01.2020, 19:08 Uhr

      An Herbert wenn dann wie ich überzeugt bin der FCL am Schluss unter dem neuen Trainer in der Rangliste gut da steht weil er das Spielsystem ändert und die Spieler weiterentwickeln konnte ziehen Sie dann eine schwarze Brille an damit Sie nicht als ewigen Meckerer nicht erkannt werden und danken einmal dem Sportchef für gute Arbeit. Wäre doch die beste Einsicht ODER

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