Der Mensch, der das Leben unserer Familie veränderte Wie unser Traum vom Zuhause auf Rädern Wirklichkeit wurde

05.09.2021, 10:58 Uhr 3 min Lesezeit
Wie unser Traum vom Zuhause auf Rädern Wirklichkeit wurde
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Ein Traum vieler Familien: ein eigenes Wohnmobil. (Bild: Symbolbild: pexels)

Ich möchte eine kurze Geschichte erzählen von Menschlichkeit und Güte. In einer Zeit, in der überall von der Spaltung der Gesellschaft erzählt wird und Menschen sich in Kommentarspalten zerfleischen, traf ich auf eine dieser sagenumwobenen Gestalten: einem herzensguten Menschen, der das Leben unserer Familie veränderte.

Irgendwie hat mich die Idee vom Leben als Reisende immer gereizt. Unterwegs zu Hause sein – was für eine schöne Vorstellung! Ich lernte meinen Mann kennen und schnell war klar, wir wollten zusammen losziehen. Während der Planung unserer Weltreise wurden wir sehr jung und ungeplant schwanger, so verschob sich dieser Plan auf unbekannte Zeit.

Nach einer mehrwöchigen Reise auf die Philippinen begann ich von einem Van zu träumen. Ich fand, das passte besser zu den Bedürfnissen unserer Familie, ein richtiges Zuhause, eine Konstante auf Rädern. Mit dem weiteren Familienzuwachs veränderte sich das Bild Richtung Wohnmobil. Ich schaute immer mal wieder online nach Angeboten, doch unser Budget war knapp, da mein Mann noch studiert. Dann kam Corona und die Preise für Betten auf Rädern schossen in die Höhe wie Hochhäuser.

Von Wohnungskoller und den Träumen unseres Kontos

Wie vermutlich jede in der Schweiz lebende Person hatte ich einen gewaltigen Wohnungskoller im Frühling 2021. Der Elan des ersten Lockdowns war verflogen, keine Lust mehr auf Brot backen, Youtube-Yogastunden und Keller ausräumen. Ich träumte von Ferien, irgendwo weit weg. Unser Konto hatte aber ganz andere Träume, nämlich das Ende der Kurzarbeit.

Ich weiss nicht mehr wie es mich überkam, doch irgendwann beschloss ich, eine Annonce zu schreiben. In meinem Leben bin ich schon vielen tollen, grossherzigen Menschen begegnet und das gab mir wohl den Mut dazu. Ich liess all meine Hoffnung und Sehnsucht in den Text fliessen, es kam jedoch nie eine Antwort und so vergass ich unsere Anzeige.

Ein Mensch, dessen Herz grösser ist als seine Geldbörse

Bis ich eine E-Mail bekam: «Rufen sie mich an.» Wir versuchten uns keine Hoffnungen zu machen und riefen an. Am Hörer war ein pensionierter Herr, dessen Söhne altersbedingt andere Interessen entwickelt hatten und der uns gern unseren Traum ermöglichen wollte.

Das Geld stand für ihn nicht an erster Stelle, er wollte uns stattdessen kennenlernen. Daraufhin machte er uns ein unschlagbares Angebot und ich wusste gar nicht, in wie vielen Kuchen und Merci-«Schoggolädli» ich ihm meinen Dank ausdrücken konnte.

Die Geburtsstunde des «Wohmis»

Genau genommen war die Geburtsstunde unseres Wohnmobils im Jahre 89, aber da war es noch keine «Omi» und es gehörte auch noch nicht uns. «Wohmi» wurde das Wohnmobil von uns getauft, weil es uns an eine rüstige Omi erinnert.

Dank der liebevollen Pflege, die unser mobiles Heim die letzten Jahre erfahren hatte, ist es wunderbar in Schuss und wird uns sicher noch auf vielen Abenteuern begleiten. Zurzeit sind wir mit der Innendekoration beschäftigt, doch wenn uns Petrus gnädig ist, werden wir in den Herbstferien unseren ersten mehrtägigen Ausflug machen können.

Die ersten kurzen Ausflüge

Ahnungslos und unvorbereitet fuhren wir das erste Mal los. Die Menüplanung: Spaghetti mit Pesto. Natürlich hatten wir kein Salz dabei. Als Ersatz fürs Nudelsieb musste das Teesieb herhalten. Die ersten guten Erinnerungen waren gemacht. Beim zweiten Versuch bekam unsere Grosse Fieber, gerade, als wir abfahren wollten. Doch die Enttäuschung der Kinder, als wir nach Hause fahren wollten, war so gross, dass wir beschlossen, vor dem Haus meiner Eltern zu campieren.

Da ist das «Wohmi» nämlich geparkt. Genau genommen fuhren wir keine zwei Meter weit, doch das war den Kindern egal. Hauptsache, im «Wohmi» schlafen, denn oft braucht es nicht mehr als einen Tapetenwechsel, um die Welt in einem anderen Licht zu sehen. Auch wenn die Landschaft altbekannt war, reichte dieser kleine Ausbruch aus dem Alltag schon, um uns zumindest ein Gefühl von Ferien zu vermitteln.

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