Was unser Kater meinem Sohn beibringt
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Dank Haustieren können Kinder wichtige Regeln erlernen. (Bild: Pixabay)

Haustiere bereichern den Familienalltag Was unser Kater meinem Sohn beibringt

3 min Lesezeit 07.06.2020, 10:54 Uhr

Der Kater von Elternbloggerin Lara Juen versteht sich prächtig mit ihrem Sohn. Dieser spielt nicht nur mit dem Kater, sondern übernimmt auch Verantwortung für ihn. Damit lernt er wichtige Regeln, die später wieder nützlich sind.

Ob Kind und Haustier zusammenpassen, da scheiden sich die Meinungen und Erfahrungen. Warum ich mich für Haustier und Kind entschied und welche Erfahrungen ich persönlich gesammelt habe, möchte ich gerne mit euch teilen.

Die vierbeinigen Kinder

Ich lebe schon fast mein ganzes Leben mit Vierbeinern zusammen. Als ich Mutter wurde, kam mir nie der Gedanke, etwas daran zu ändern. Wir haben zwei Katzen. Für mich sind dies Familienmitglieder, ohne die etwas fehlen würde. Tiere bedeuten Verantwortung und sie benötigen Fürsorge.

Man muss sich bewusst sein, dass mit Kind und Tier eine höhere Belastung besteht, und sich fragen, ob man dieser gewachsen ist. Je nach Haustier ist der Aufwand unterschiedlich gross. Eifersucht beim Tier oder sogar beim Kind habe ich auch schon erlebt.

Falls das Tier schon vor dem Kind da war, ist es von Vorteil, das Tier auf das neue Familienmitglied vorzubereiten und ihm in der Kennenlern-Phase Zeit zu geben.

Miteinander – Zueinander

Von Anfang an habe ich meinem Sohn gezeigt und vorgelebt, wie der richtige Umgang mit einer Katze sein sollte.

Klar, er konnte von der Motorik her nicht von Anfang an so sanft sein wie ich, jedoch lernte er schnell die Sprache der Katzen kennen und wich zurück, wenn sie ihm signalisierte, dass ihr etwas nicht passte.

Nun, da er älter ist, ging er schon zweimal etwas zu weit und musste leider ihre Krallen spüren. Seither ist er wieder rücksichtsvoller.

Immer wieder fiel mir auf, wie die meisten Tiere anders mit meinem Sohn umgingen als mit mir. Sie scheinen zu spüren und zu sehen, dass er ein noch unerfahrenes Kind ist und lassen von ihm mehr zu, als dies bei mir der Fall wäre.

Der Freund der Kater

Mein Sohn und der Kater bauten von Anfang an eine Beziehung auf. Sie wuchsen auch zusammen auf, da ich den Kater nur kurz nach der Geburt meines Sohnes erhalten habe.

Er ist ein Main Coon, die man liebevoll auch sanfte Riesen nennt, was sehr gut passt, wie ich finde. Der Kater schläft am liebsten am Bettende von meinem Sohn.

Er ist auch immer beim Gute-Nacht-Ritual dabei. Wenn mein Sohn weint, kommt er angerannt und schaut, was los ist. Ist mein Sohn krank, kuschelt er sich zu ihm.

Er ist immer da, wo wir auch sind. Mein Sohn liebt es, mit einer Schnur herumzuspringen, damit der grosse Kater ihm hinterherrennt. Die beiden sind gute Freunde und wir könnten es uns anders gar nicht mehr vorstellen.

Was Tiere lehren

Durch Tiere haben Kinder einen direkten Bezug zur Natur. Ein Tier verhält sich anders und spricht eine andere Sprache, die man zu deuten lernen muss, um einander zu verstehen.

Wie ich feststellen konnte, gelingt dies vielen Kindern instinktiv und ohne dass sie wie wir Fachbücher lesen müssten. Sie lernen sanft zu sein oder einfach zu beobachten. Da Tiere meist nicht so lange leben wie wir, werden die Kinder auch mit dem Tod und dem Kreislauf des Lebens konfrontiert. Dies kann schwierig sein, aber auch das gehört dazu, wenn man Haustiere hat.

Man kann den Kindern auch Verantwortung für das Tier zusprechen, wie es gefüttert werden muss oder man kann sie, wenn sie alt genug sind, auch auf den Spaziergang schicken.

Verantwortung für ein anderes Lebewesen bringt dem Kind Selbstvertrauen und zeigt ihm, dass ein Haustier auch Arbeit bedeutet. Ich bin überzeugt und glücklich mit Kind und Tier.

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