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Kampf um den Kindernamen – ein Vater gibt Tipps
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Welcher Name soll es werden? (Bild: Natalie Boo/AURA)

Von Post-Its und Endlosschlaufen Kampf um den Kindernamen – ein Vater gibt Tipps

3 min Lesezeit 26.06.2016, 09:18 Uhr

Die Namensfindung empfinden wohl die meisten werdenden Eltern als grosse Herausforderung. Blogger Sergio gibt augenzwinkernd Tipps und Tricks, wie man seine bessere Hälfte vom eigenen Namensfavoriten überzeugen kann. Ohne dass sie es merkt.

Hurra, wir sind schwanger! Im Dezember erwarten wir unser zweites Kind. Es beginnt alles wieder von vorne. Alles, was man bereits vergessen hatte, kommt wieder auf einen zu.

Wie war das nochmal mit der Nabelpflege beim Säugling? Welche Schlafpositionen sollten gemieden werden? Wie viele Löffel Milchpulver kommen in den Schoppen? Wie regelmässig sollte man die Nuggis auskochen? Und ja, welchen Namen soll denn das neue Familienmitglied erhalten?

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Mit Haftnotizzettel zum Ziel

Die Namensfindung empfinde ich als grosse Herausforderung. Schliesslich gilt es nicht nur den vermeintlich perfekten Namen zu finden, sondern damit auch mit der Partnerin auf den gleichen Nenner zu kommen. Die Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und das ist bei diesem Thema nicht anders.

Aus diesem Grund habe ich für alle werdenden Väter einige Tipps zusammengestellt, damit bei der Namensfindung möglichst viel nach deren Gusto abläuft.

Ich empfehle grundsätzlich, die Federführung bei der Namensgebung – zumindest vermeintlich – der Partnerin zu überlassen. Mit einigen gezielten Vorstössen soll dann der eigene Namensfavorit aber in die Pole Position gebracht werden. Und so geht’s:

Besorgt euch Haftnotizzettel und schreibt euren favorisierten Namen darauf. Zirka fünf Haftnotizzettel-Stapel sollten dafür fürs Erste reichen. Nun klebt ihr die Blätter an Orten in eurer Wohnung auf, die von eurer Partnerin stark frequentiert werden. Zum Beispiel auf die Innenseite der Wohnungstür, an den Badezimmerspiegel, auf die Kaffeemaschine, an den Schuhschrank und an das Gestell mit den DVDs von «Greys Anatomy».

«Wenn eure Liebste tief und fest schläft, lässt ihr das Tonband in der Endlosschlaufe erklingen.»

Mitsingen

Macht euch schlau, ob der Name in bekannten Songs vorkommt. Dann dreht ihr beim entsprechenden Lied das Volumen auf und singt überschwänglich mit: «Miiiiichelle, ma belle, these are words that go together well, my Michelle.»

Oder beim Song von Umberto Tozzi: «Glooooria, manchi tu nell’aria…» oder bei «Dirty Dianaaaaa…» von Michael Jackson. Hell Yeah… ich könnte noch pausenlos weiter singen hier. «Hey, hey, hey, hier kommt Alex…». Okay, okay, ich will mal nicht übertreiben und nun solltet ihr den Plan dahinter auch verstanden haben. «Veronika der Lenz ist da…» so, Schluss jetzt!

In der Endlosschlaufe

Eine weitere äusserst kluge Vorgehensweise, wie ihr eure Partnerin beeinflussen könnt, ist die folgende: Mit ruhiger und wiederkehrender tiefen Stimme nehmt ihr euren Favoriten auf Tonband auf. Wenn dann eure Liebste in der Nacht tief und fest schläft, lässt ihr das Tonband in der Endlosschlaufe erklingen: «Olaf…, OOlaf…, OOOlaf…, OOOOlaf…». Am nächsten Morgen, wenn eure Partnerin aufsteht, wird sie euren Favoriten in ihr Herz geschlossen haben.

Eher exotisch

Oder ihr macht das wie ein cleverer Vater aus Australien. Er schlug nämlich vor, die gemeinsame Tochter «Lanesra» zu nennen. Seiner Partnerin gefiel der Name auf Anhieb und so bekam die Tochter den doch etwas speziellen, aber durchaus wohlklingenden Namen «Lanesra». Einige Jahre später fragte der umtriebige Vater seine Partnerin, ob sie «Lanesra» schon mal rückwärts gelesen hätte. Genau. Arsenal. Sein Lieblingsfussball-Verein. Zugegebenermassen passt das nicht bei jedem Fussball-Club. «Nrezul» klingt doch eher sehr exotisch.

Habt auch ihr Tipps zu diesem Thema? Dann freue ich mich auf eure Kommentare. Ich auf jeden Fall hoffe, dass in der Papeterie die Haftnotizzettel nicht ausverkauft sind und dass meine Frau diesen Blog nicht liest.

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