Aller guten Dinge sind drei «In Mamas Bauch wächst ein Baby!»

10.10.2021, 10:55 Uhr 4 min Lesezeit
«In Mamas Bauch wächst ein Baby!»
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Auch wenn sich die Kinder auf ihr Geschwisterchen freuen, sollte man sie dennoch gut auf dessen Ankunft vorbereiten. (Bild: Adobe Stock)

Nach zwei Schwangerschaften kann einen nichts mehr überraschen – oder? Das dachte sich auch Elternbloggerin Nadin Ragusa, wurde aber bei der dritten Schwangerschaft eines Besseren belehrt. Welche Turbulenzen die erneute Schwangerschaft mit sich bringt, schreibt sie in ihrem Blogpost.

Wir erwarten unser drittes Kind. Und obwohl wir dachten, nach zwei Kindern würde uns ein drittes keine grossen Überraschungen mehr bescheren, hat diese Schwangerschaft doch schon einige Turbulenzen mit sich gebracht. Es stimmt eben doch – jede Schwangerschaft ist anders, genau wie jedes Kind.

Das erste Trimester

So übel ging’s mir noch nie. Ich dachte, nach zwei Schwangerschaften sei ich abgehärtet, mich bringe nichts mehr aus der Ruhe und ich kenne alle Tricks, um mir das Leben zu erleichtern. Und meine Hormone dachten sich wohl, ich sei dann bereit für das nächste Level. Ich hatte bisher immer angenehme Schwangerschaften, ein paar kleine Zipperlein, etwas Übelkeit, aber im Grossen und Ganzen ertragbar.

Nun war mir fast konstant unwohl, ich lag wegen der Übelkeit nachts stundenlang wach und kein Tee, kein ätherisches Öl, nichts konnte helfen. Natürlich machte ich den Fehler und googelte meine Beschwerden. Im 137. Artikel stand dann, dass übermässige Übelkeit ein Anzeichen für Zwillinge sein könne! Oh Gott, mein Vater ist ein Zwilling! Nun hatte ich zwei Gründe, um nachts wach zu liegen, bis zum erlösenden ersten Ultraschall, auf dem nur ein Kind zu sehen war.

Wie sagen wir es den Kindern?

Das Wie und Wann hat sich irgendwann von selbst ergeben. Und ab diesem Zeitpunkt wussten es dann auch alle Bekannten. Denn nicht selten empfing unsere Tochter den Besuch mit den Worten: «In Mamas Bauch wächst ein Baby!» Ich machte mich dann auch auf die Suche nach passenden Kinderbüchern und wurde bald fündig. Was ich besonders mag an unseren Büchern ist, dass auch die «Schattenseiten» erwähnt werden.

Auch die Hauptfigur im Kinderbuch erlebt Frust, wenn Mama hochschwanger nicht mehr so spielen mag wie früher. Oder wenn eben das Neugeborene ständig weint und viel Aufmerksamkeit beansprucht. Ich finde es wichtig, die Kinder ebenfalls darauf vorzubereiten und ihnen zu helfen, diese Gefühle zu benennen. Denn die Vorfreude unserer Kinder ist gross und ich möchte nicht, dass sie dann enttäuscht sind, wenn das Kind wirklich da ist.

Wie bereitet man ein Kind am besten auf die Geburt eines Geschwisterchens vor?

Das zweite Trimester

Endlich wieder essen! Aber auch: Was – schon Halbzeit?! Wo ist die Zeit hin? Meine erste Schwangerschaft wollte nicht enden, ich las zig Bücher und Webseiten über die Entwicklung meines Kindes im Bauch durch und konnte es jeweils nicht abwarten, in die neue Schwangerschaftswoche zu starten und mehr zu den nächsten Entwicklungen zu lesen. Aber dieses Mal fliegt die Zeit nur so an mir vorbei, mein Alltag ist so voll mit zwei Kindern – die Grosse ist frisch in den Kindsgi gestartet – dann noch der pubertierende Hund, meine Arbeit, das Studium meines Mannes und seine Arbeit.

In welcher Woche bin ich denn jetzt schon wieder? Zum Glück gibt’s diese Schwangerschaftswochenrechner online! Ich wollte doch noch mein altes «Hypnobirthing»-Buch lesen. Ich blinzle und bin drei Wochen weiter in meiner Schwangerschaft. Ich bin froh, das Baby schon so früh zu spüren, so habe ich es mir angewöhnt, bei seinen kleinen Kicks innezuhalten, mit ihm kurz zu reden, ein paar Mal tief in den Bauch zu atmen. Und dann geht der Alltag weiter.

Der Hund

Normalerweise war der Hund mein Hobby, meine Auszeit, die ich sehr genoss. Ihrem Alter entsprechend braucht sie gerade viel Auslauf. Mit meinen Kreislaufproblemen und Kreuzschmerzen wurde es schnell schwer, ihr noch genug zu bieten. Ich machte mir Sorgen, dass das in den nächsten Monaten nicht so schnell wieder besser werden würde. Und so beschloss ich, um Hilfe zu bitten.

Ich startete einen Aufruf auf WhatsApp und erzählte einfach jedem, dass ich jemanden suche, der mit meinem Hund Gassi geht. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich fast zehn Leute gemeldet. Da meine Hündin ein Golden-Retriever-Mix ist, liebt sie Menschen sowieso und so war das kein Problem. Schnell hatte sie sich daran gewöhnt – wenn’s klingelt, ist jemand da, der mit ihr Gassi gehen will. Sie liebt ihre neuen Bezugspersonen innig und ich kann wieder ruhig schlafen, im Wissen, dass ich ihr alles bieten kann, dass sie braucht.

 Es ist und bleibt eben alles eine Frage der Organisation, auch wenn diese bei der dritten Schwangerschaft schon etwas herausfordernder ist, als bei den ersten beiden.

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