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Kein Haustier für uns

Drei Gründe, die gegen ein Haustier sprechen

Mann und Sohn wünschen sich ein Haustier – für Elternbloggerin Corina sprechen jedoch einige Gründe dagegen. (Bild: Symbolbild: pexels)

Meine Familie hätte gerne ein Haustier. Am liebsten wäre ihnen wohl ein ganzer Zoo. Aber nicht mit mir, auch wenn sie alle Überredungskünste einsetzen. Denn es gibt gute Gründe, die gegen ein vierbeiniges Familienmitglied sprechen.

«Mami, ich hätte gerne einen Hund. Oder eine Katze. Oder vielleicht beides.» Ja, am besten wäre ein ganzer Zoo. Wahlweise täte es auch ein Bauernhof. Hauptsache Tiere, da ist sich Kind sicher.

Während ich wenig begeistert aufstöhne, klatscht mein Mann glücklich in die Hände. Auch er würde sich über einen vierbeinigen Familienzuwachs freuen. Dass ich seine Freude nicht teile, kann er überhaupt nicht nachvollziehen.

Kein Zugang zu Tieren

Mein Mann hatte schon immer einen besonderen Zugang zu Tieren. Aufgewachsen ist er mit Pferden und Schafen, Hühnern, Hunden und Katzen. Mehr als eines davon hatte ein Strassenleben gefristet, bevor es ihm begegnete. Meine Schwiegermutter könnte ganze Bücher füllen über die Tier-Rettungsaktionen meines Mannes.

Während er also haufenweise tierische Freundschaften pflegte, fand ich nie so wirklich den Zugang zu Vierbeinern. Hunde jagten mir jahrelang eine Heidenangst ein, Katzen fand ich immer irgendwie suspekt und Meerschweinchen langweilig.

Das Verlangen nach einem Haustier kannte ich nicht. Umso schwieriger ist es für mich deshalb, den Wunsch des Kindes nachvollziehen zu können. Natürlich leisten meine beiden Männer ganze Arbeit, wenn es darum geht, mich umzustimmen. Hier ein süsses Tierbaby, da ein niedlicher Welpe. Immer in der Hoffnung, dass Mutter irgendwann weich wird.

Ein Haustier bedeutet Verantwortung

Doch das wird sie nicht tun. Warum? Ich habe ein paar ausschlaggebende Gründe, die gegen ein Haustier sprechen, und zwar:

  1. Die Arbeit bleibt an mir hängen

Ja, ich weiss, sicher kann ich mir nie sein und trotzdem kenne ich meinen Mann. Natürlich verspricht er, mit dem Hund rauszugehen, sich um alles zu kümmern. Doch ich weiss jetzt schon, dass dies nur von kurzer Dauer sein wird. Früher oder später werde ich mit der ganzen Arbeit allein gelassen.

  1. Ein Haustier kostet Geld

Es ist ja nicht bloss das Tier selbst. Arztrechnungen, Futter und so weiter kosten ebenfalls Geld. Geld, das ich lieber in anderes investieren möchte. Ferien mit meinen Männern zum Beispiel. Ja, das ist vielleicht etwas egoistisch gedacht. Und trotzdem ist dies für mich ein wichtiger Grund.

  1. Ein Haustier muss organisiert werden

Und da sind wir schon beim nächsten Punkt. Wohin mit dem Haustier, wenn wir in die Ferien gehen? Überall hin kann es ja nicht mit und meine Eltern werden sich um dieses Familienmitglied ganz bestimmt nicht kümmern. Natürlich gibt es noch andere Lösungen, aber dann wären wir wieder bei Punkt 2.

Ich freue mich wirklich darüber, dass mein Sohn denselben Zugang zu Tieren hat wie mein Mann. Einen eigenen Hund, eine Katze oder einen Hamster gibt es im Moment trotzdem nicht.

Ich wüsste aber, womit er sich in ein paar Jahren sein erstes Taschengeld verdienen kann. Falls bis dann jemand einen Hundesitter oder Katzenfütterer sucht, meldet euch gerne bei uns.

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Kinder: Neun Monate sehnt man sie herbei und dann machen sie einen Haufen Arbeit. Und bestimmen ab sofort Mamis und Papis Leben. Fünf Mütter und ein Vater schreiben über ihren Alltag mit dem Familienzuwachs. Von Herausforderungen, Veränderungen, Ängsten und Freuden.
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