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Kebaps im Test: Luzerns grosse Langeweile
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Sieben Döner «mit ohne Scharf» Kebaps im Test: Luzerns grosse Langeweile

4 min Lesezeit 14.05.2015, 11:30 Uhr

Sieben Mal «ohne scharf und ohne Zwiebeln», damit die Grundzutaten bestmöglich schmeckbar sind. Dafür eingewinkelt in millimeterdünnes Yufka, bei uns auch Fladenbrot genannt. Fertig ist der zentralplus-Dönertest. Mit Teilnehmern aus der Stadt Luzern und einem ernüchternden Resultat.

Sieben Mal «ohne scharf und ohne Zwiebeln», damit die Grundzutaten bestmöglich schmeckbar sind. Dafür eingewinkelt in millimeterdünnes Yufka, bei uns auch Fladenbrot genannt. Fertig ist der zentral+-Dönertest. Mit Teilnehmern aus der Stadt Luzern und einem ernüchternden Resultat.

Im zentral+-Testfeld waren vor allem Hackfleischdöner zu finden. Diese können Kalbfleisch, aber auch Lamm, Poulet, Truthahn oder Kaninchen enthalten. Der Fleisch-Gemüsemix schwankte bei den getesteten Dönern stark: Von einem 50:50-Verhältnis bis fast gänzlichem Verzicht auf Vitamine. 100 bis 150 Gramm Fleisch schaffen es so in das Fladenbrot, zusammen Salat, Kabis, Tomaten, Joghurt- oder Cocktailsauce und häufig auch Zwiebeln. Einzige Ausnahme: Das Testprodukt aus dem «Istanbul». Beim eleganten Dönerladen besteht das Standard-Produkt aus geschichtetem Pouletfleisch.

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Gekocht statt grilliert

Ein paar Worte zur Fleischqualität: Was auf türkisch mit «sich drehendes Grillfleisch» übersetzt wird, soll unserer Meinung nach auch so sein: grilliert. Und nicht gekocht, wie dies verschiedene Anbieter im Test offenbar praktizieren. Von knuspriger Kruste keine Spur, stattdessen waren wir häufig mit sandbraunem, leicht erwärmten Fleisch konfrontiert.

Wie sich zeigte, hat der Sparfuchs bei zahlreichen Anbietern kräftig zugebissen. Auch wenn Gourmetansprüche bei einem Fast-Food-Produkt definitiv fehl am Platz sind, so sind wir über das oftmals gleich schmeckende, fettige Fleisch enttäuscht. Ein «Kassensturz»-Test wies vor einigen Jahren bei Dönern einen Fettanteil von 8 bis 25 Prozent aus. Nicht wenige unserer Produkte dürften die obere Grenze wohl ebenfalls erreicht haben. Dies gilt ebenfalls für die teureren Produkte im Test.

Die Resultate

Platz 7 – Der Teuerste

Teuer muss nicht immer gut sein. Wir waren rundweg  enttäuscht vom Luxusobjekt. Zu viel Sauce, zu fettig und bei unserem Test war das Gemüse auch nicht mehr knackig. Hier gibt’s viel Verbesserungspotential. Schade, denn denn ein guter Fleisch-Gemüse-Mix liess hoffen.

Gesamtnote: 2.75
Memo’s Kebab House an der Baselstrasse für stolze 10 Franken.

Platz 6 – Der speziell Gewürzte

Besonders die Sauce wurde in unserem Test wiederholt negativ bewertet. Einige glaubten einen leicht seifigen Beigeschmack ausgemacht zu haben, andere tippten auf Minze – oder war es doch Koriander? Insgesamt eher ein Wrap als ein Kebap, trotz gutem Salatanteil kein Höhenflug.

Gesamtnote: 3.3
Tribschen Kebab zum Preis von 8 Franken.

 

Platz 5 – Der nicht mehr Frische

Das Produkt aus dem Kebap-Shop am Bundesplatz vermochte unsere Tester nicht zu überzeugen. Kritisiert wurde das Fleisch, die fade Sauce sowie der nicht mehr ganz frische Salat. Einzelne Tester glaubten Koriander ausgemacht zu haben: ein Gewürz, das immer wieder heftig polarisiert.

Gesamtnote: 3.42
Erdem beim Bundesplatz für 8.50 Franken.

 

Platz 4 – Der Fleischkoloss

Beim Falken wird nicht mit Fleisch gegeizt, jedoch kommt die Sauce etwas zu kurz. Das Fleisch ist für einmal nicht ganz so fettig, wir hätten uns aber etwas mehr Vielfalt beim Gemüse gewünscht – und vor allem mehr davon.

Gesamtnote: 4
Falken’s Burger, Pizza und Kebab; Preis 9 Franken.

 

Platz 3 – Der Cocktailsaucen-Mix

Wurde von einigen Testern als Favorit genannt. Abzüge gab es von den Verachtern der im Übermass verwendeten Cocktail-Sauce. Könnte mehr Gemüse und «das gewisse Extra» vertragen.

Gesamtnote: 4.38
Ali Baba Kebab House zum Preis von 9.50 Franken.

 

Platz 2 – Der Durschschnittliche

Ein klassischer Kebap, der sättigt, mit einer guten Menge Sauce. Unaufgeregt und sicher nicht zu intensiv gewürzt wird er von einigen Testern auch als langweilig betitelt. Wenn es schon Fleisch vom Grossisten sein soll, dann bitte etwas besser gebraten.

Gesamtnote: 4.57
One Kebab beim Paulusplatz für 9 Franken.

 

Platz 1 – Der Andersartige für Feinschmecker

Unser Favorit und der einzige Poulet-Kebap im Test. Hier stimmt nicht nur die Optik. Erfrischend orientalisch gewürzt, wenn auch die vielen Gurken polarisieren könnten. Der Fleischanteil ist eher tief, ergänzt mit viel frischem Gemüse und Salat. Sympathisch auch das Backpapier statt der obligaten Alufolie.

Gesamtnote: 4.8
Den Sieger gibt’s bei Istanbul grill& more zu 9.50 Franken.

 

Fazit: Döner sind und bleiben Geschmackssache. Von einem Charakterstück abgesehen unterschieden sich die Produkte aber kaum. Dabei täte etwas mehr Vielfalt und Rasse dringend Not. Auch der Preis spielt bei der Qualität leider keine Rolle. Ausgerechnet das teuerste Produkt schmeckte unseren 10 Testessern am wenigsten.

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