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zentralplus testet Schweinsbratwürste

Hier findest du die beste Luzerner Bratwurst

Welches ist die beste Luzerner Bratwurst? zentralplus hat's getestet. (Bild: fge)

Seit letzter Woche sind die sommerlichen Temperaturen zurück und mit ihnen auch die Grillsaison. Nachdem wir bereits Kalbsbratwürste gegen eine Olma-Bratwurst antreten liessen, besorgten wir uns dieses Mal bei Luzerner Metzgereien Schweinsbratwürste. Bei der Suche nach der besten Bratwurst gilt: teuer ist besser.

Sie ist ein Klassiker, der auf so manchem Schweizer Grillrost zu finden ist: die Schweinsbratwurst. Doch die Unterschiede sind erheblich – einige sind stärker gewürzt, manche sind knackiger und wiederum andere saftiger. Wie soll man da den Überblick behalten?

Um das beste Produkt zu finden, haben sich 13 Tester über die frisch grillierten Würste aus Luzerner Metzgereien hergemacht. Schön gebräunt, nicht zu trocken und knackig soll sie sein, die perfekte Wurst. Das wichtigste Kriterium ist aber wie immer der Geschmack, weshalb dieser stärker gewichtet wird (siehe Box am Ende «So haben wir getestet»).

Dabei zeigte sich: So deutliche Unterschiede bei den Noten gab es selten in einem Test. So hebt sich der Testsieger deutlich von den anderen Würsten ab – nicht nur bei der Bewertung, sondern auch beim Preis. Damit sollte sich die Prognose eines Testessers bewahrheiten, dass dieses Produkt die klar beste Luzerner Wurst sei – wenn er sie im Blindtest auch nicht wiedererkannte. Aber der Sommer dauert ja noch ein bisschen, da wird noch so manche Wurst ihr Grillopfer bringen.

Sechs Bratwürste hat das zentralplus-Team getestet. (Bild: fge)

Platz 6 – trocken, zu würzig

Beim Letztplatzierten sind sich die Testesser einig: Diese Bratwurst ist zu trocken. Mit einer Note von 2,6 in dieser Kategorie schneidet das Produkt der Littauer Metzg am schlechtesten ab. Im Geschmacksvergleich landet die Wurst zwar auf dem zweitletzten Platz, dennoch fällt auch hier das Urteil der Jury ziemlich klar aus: Ein zu «starker Eigengeschmack» und «spezielle Gewürze» wirken sich eher negativ auf unsere Bewertung aus. Einer der Testesser meinte gar, man habe hier wohl aus Versehen in die «Gewürzkiste für Blutwürste» gegriffen. Mit einem Preis von 7.20 Franken gehört die Wurst auch nicht gerade zu den günstigeren.

Littauer Metzg, Luzern, Gesamtnote: 3,2
Preis: 7.20 Franken pro Paar

Einer muss Letzter werden: die Bratwurst der Littauer Metzg. (Bild: fge)

Platz 5 – die Kümmelbombe

Lebensmittel, die wir hassen oder lieben. Dazu gehört neben Rosenkohl oder Koriander auch Kümmel. Der dominante Einzelgänger ist zwar eine alte Heil- und Kulturpflanze. Doch was gesund ist, muss noch lange nicht schmecken. Dies zumindest scheinen unsere Tester zu denken und haben die Wurst aus Root bei den Geschmacksnoten auf den letzten Platz verbannt. Ausserdem war die Wurst schlecht gefüllt und erinnerte im rohen Zustand an eine frühere HIV-Werbung des Bundesamts für Gesundheit: Immerhin sah sie zumindest nach dem Schwitzen auf dem Grill recht ansprechend aus. Sie ist «immerhin saftig», fand ein Testesser, was sie zusammen mit dem günstigen Preis aber auch nicht vor dem zweitletzten Platz rettete.

Metzgerei Isenegger, Root, Gesamtnote: 3,2
Preis: 5.80 Franken pro Paar

Auf dem 5. Platz landet die Bratwurst der Metzgerei Isenegger.

Platz 4 – schön, trotzdem noch knapp ungenügend

Zugegeben, unsere Testesser sind ein kritisches Völklein. Platz 4 und immer noch ungenügend? Dies lag vor allem am Geschmack des auf dem Luzerner Markt gekauften Produkts. Dabei galt diese bei einem Jurymitglied als Favorit. Geschmacklich fällt vor allem eine Currynote auf – oder war es doch nur Kurkuma? Zudem wird die Wurst als eher salzig und etwas trocken wahrgenommen. Dafür wurde das Aussehen mit der Note 4,3 bewertet. Die Wurst hatte eine «gute Bräune» und war durch das Curry «leicht gelblich».

Metzgerei Bürgisser, Daiwil/Willisau, gekauft am Wochenmarkt in Luzern, Gesamtnote: 3,9
Preis: 6 Franken pro Paar

Den 4. Rang belegt die Schweinsbratwurst der Metzgerei Bürgisser. (Bild: fge)

Platz 3 – knackig und schön

Wir hatten beim einen oder anderen Produkt den Verdacht auf Glutamat, bei der Wurst der Metzgerei Blättler war das spezielle Aroma des Geschmackverstärkers aber besonders ausgeprägt. Die so erzielte fleischig-würzige Note, das sogenannte Umami, übertünchte dabei aber alles weitere, sodass unsere Tester die Wurst als salzig und eher neutral beschrieben. Warum sie es dennoch aufs Podest schaffte? Besonders das Äussere vermochte zu überzeugen. Auch der «Knack» wurde äusserst positiv erwähnt.

Metzgerei Blättler, Luzern, Gesamtnote: 4,1
Preis: 6.60 Franken pro Paar

Auf den dritten Rang und somit aufs Podest schafft es die Wurst der Metzgerei Blättler.

Platz 2 – mit Würzmischung zur perfekten Bratwurst

Auf dem zweiten Rang landet die Bratwurst der Metzgerei Matter in Kriens. Einigen Jurymitgliedern ist das Produkt eher etwas zu salzig und die Wurst schmecke zu sehr nach Würzmischung. Anderen gefällt die Wurst aber sehr gut: «perfekte Bratwurst», findet sogar eine der Testesserinnen. Optisch kann die Wurst ganz gut mithalten. Zudem ist sie «sehr saftig». Die Konsistenz gefällt hingegen nicht allen gleich gut – ein Testesser findet sie «unangenehm zum Kauen» und meint, sie beinhalte Knorpelstücke. Mit 7.75 Franken ist das Produkt das zweitteuerste im Test.

Metzgerei Matter, Kriens, Gesamtnote: 4,2
Preis: 7.75 Franken pro Paar

Die Silbermedaille ergattert die Bratwurst der Metzgerei Matter in Kriens. (Bild: fge)

Platz 1 – Bio, würzig und saftig

Klarer Sieger bei unserem Test ist das Produkt vom Ueli-Hof, welches in jeder Kategorie die höchste Note erhält. Besonders Aussehen und Geschmack können die 13 Testesser überzeugen. Sie hat einen «ausgewogenen Geschmack» ist «würzig und saftig» wie die Jurymitglieder finden. Die Bio-Bratwurst schlägt aber auch preislich oben aus – mit 10.10 Franken pro Paar ist das Produkt das teuerste in unserem Test.

Ueli-Hof, gekauft in der Bio-Metzgerei Luzern, Gesamtnote: 4,9
Preis: 10.10 Franken pro Paar

Klarer Sieger im Test ist die Wurst des Ueli-Hofs. (Bild: fge)
So haben wir getestet

Bewertet wurden Aussehen, Geruch, Geschmack, Konsistenz von Brätmasse/ Knack und die Saftigkeit, wobei der Geschmack zu 50 Prozent zur Gesamtnote beigetragen hat. Die Kriterien wurden von den Testessern auf einer Skala von 1 bis 6 (Schulnotenskala) bewertet.

Die 13-köpfige Jury wusste nicht, von welchem Anbieter welches Produkt stammte, verköstigte die Bratwürste also blind. Zwei Luzerner Metzgereien hatten ausserdem gerade Betriebsferien, so dass deren Produkte nicht getestet werden konnten.

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