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Fonduetest: Das sind die besten Hausmischungen
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Unsere Fondueexperten bewiesen ein feines Näschen. (Bild: sah)

Fixfertige Zuger Käsefondues im Test Fonduetest: Das sind die besten Hausmischungen

5 min Lesezeit 2 Kommentare 11.01.2019, 11:00 Uhr

Brotwürfel auf die Gabel, in den heissen Käse getunkt und los geht’s. zentralplus hat gerührt, was das Zeug hält, und für Sie sechs fixfertige Fondue-Hausmischungen aus dem Kanton Zug getestet. Was Ananassaft, ein Internetstar und Prosecco mit dem Schweizer Nationalgericht zu tun haben, lesen Sie in unserem Zuger Fonduetest.

Winterzeit ist Fonduezeit, das ist jedem klar. Unklar ist jedoch die Herkunft des geschmolzenen Käses im Caquelon. Dass einst Schweizer Sennen abgeschieden von der Aussenwelt eine cremige Käsemasse mit Wein anreicherten und so das Schweizer Nationalgericht entstand, sehen Historiker heute als Mythos.

Vielleicht ist der Ursprung des Käsegerichts im Flachland zu finden. Das erste Schweizer Fonduerezept stammt nämlich von der Zürcherin Margaretha Gessner. Im Jahr 1699 schrieb sie: «Käss mit Wein kochen. Thu ein halb glässlein voll wein in ein blaten auf die Glutpfann und thu gschabnen oder zeribnen feissen, alten käss darein und lass ihn im wein kochen, biss er gantz zergangen.»

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Heute machen sich längst nicht alle die Mühe, ihr Fondue selber zu mischen, sondern greifen immer häufiger zu hochwertigen Fertigmischungen. Produkte also, die nur noch aufgewärmt werden müssen. Die grosse Auswahl in Käsereien und im Supermarkt macht dem Konsumenten das Leben leicht – denkt man. Doch es fällt schwer, den Überblick zu bewahren.

Alleine im Supermarkt finden sich mehr als zehn gekühlte Fertigsorten, neben den klassischen Haus- und Moitié-Moitié-Mischungen mit verschiedenen Käsesorten, mit Weisswein, Champagner, Bier, Whisky oder Apfelsaft versetzt. Wir haben uns für den Test an die Hausmischungen der Zuger Anbieter gehalten, ohne weitere Zugabe von Kirsch oder Knoblauch (siehe Box zu den Textbedingungen). Unter die Zuger Anbieter haben wir ein frisches Gerber-Fondue gemischt. Ob es unsere Tester bemerken?

 

Platz 6: Das Süss-saure aus dem Ägerital

Chäsladä (Unterägeri)
Gesamtnote: 4.1
Preis: 3.12 CHF/100 g

Auch beim Hinsehen konnte dieses «Fondue» aus dem Chäsladä in Unterägeri unsere Experten nicht restlos überzeugen. «Zu weiss» und «zu flüssig» pflichtete man rund um das Caquelon bei. Beim Geschmack dominierte eine Süsse, die für Verwirrung sorgte: «Ist das Ananassaft?» Von der Hausmischung hätten wir uns eine weniger exotische Note gewünscht.

Agnes Gwerder, die den Chäsladä zusammen mit ihrem Mann führt, meint dazu: «Die Hausmischung kommt bei unseren Kunden sehr gut an, die Rückmeldungen waren immer positiv. Der Käse aus der Eigenproduktion und der Walliser Wein verleihen dem Fondue eine pfiffige Note.»

 

Platz 5: Eine Geschmackssache

Chäshuus (Steinhausen)
Gesamtnote: 4.3
Preis: 3.57 CHF/100 g

Aussehen: Gut. Geruch: Durchschnittlich. Am Geschmack scheiden sich die Geister. Für die einen «etwas langweilig» oder sogar «Mainstream», für die anderen eine solide Käsemischung, die in sich stimmig ist.

So wurde der Geschmack der Hausmischung des Chäshuus Steinhausen sowohl mit «es fehlt Pfiff» als auch mit «gut abgestimmt» kommentiert. Vermutlich ist es der fehlende Kirsch, den einige für eine bessere Platzierung vermissten – und den man natürlich zu Hause gut noch hinzufügen könnte.

 

 

Platz 4: Das Fondue aus dem Automaten

Lustenberger & Dürst (Hünenberg)
Gesamtnote: 4.4
Preis: 2 CHF/100 g

«Le Superbe», das günstigste Produkt im Test, haben wir nicht in einer Käserei gekauft, sondern an einem Käseautomaten in Hünenberg. Dieser wurde letzten Sommer ein Internetstar, als ein US-amerikanisches Online-Magazin ein Video über den Automaten veröffentlichte und dieses in kürzester Zeit mehrere Millionen Aufrufe verzeichnete (zentralplus berichtete).

Doch schmeckt die Fonduemischung aus dem Automaten? Obwohl der geschmolzene Käse mit seinem «perfekten Aussehen» und seiner «schönen Farbe» rein optisch überzeugte, kam der Geschmack nicht immer gut an. Die Kommentare der Tester: «Ein Mainstream-Fondue», «für Kinder» und «erinnert etwas an Scheibenkäse».

 

Platz 3: Das Cüpli-Fondue

Käse Dubach (Zug)
Gesamtnote: 4.5
Preis: 3.33 CHF/100 g

Wie könnte es anders sein: Die exquisite Fonduevariante kommt aus der Stadt Zug. Beim Spezialitätengeschäft Käse Dubach enthält die Hausmischung neben Greyerzer, Appenzeller und Freiburger Vacherin nämlich auch 33 Prozent Prosecco.

Dieser Geschmack sagt nicht jedem zu. Trotzdem schneidet das Cüpli-Fondue in unserem Vergleich recht gut ab. «Nach einigen Bissen unerwartet gut» und zudem «hebt es sich von den anderen Mischungen ab».

 

 

Platz 2: Der industrielle Klassiker

Gerber (Coop)
Gesamtnote: 4.9
Preis: 2.49 CHF/100 g

«Das macht einfach Fun!», lässt die Werbung von Gerber verlauten. Mit verschiedenen Fonduevariationen buhlt die Marke um die Gunst der Kunden im Supermarkt. Erkennen unsere Käseliebhaber den Klassiker? «Schmeckt mir» und «ich tippe auf hausgemacht» schrieben die Teilnehmer auf ihre Bewertungsbögen.

Die «mélange maison» von Gerber kann sich auf jeden Fall mit dem zweiten Platz sehen lassen, auch wenn die gute Platzierung manch einen überraschte. Kein Kartongeschmack und keine Schmelzsalze, wie man es dem gängigen Gerber «Original» nachsagt. Im Gegenteil: Die spezielle Hausmischung von Gerber überzeugt mit seiner cremigen Konsistenz und dezent würzigen Note.

 

 Platz 1: Der würzige Sieger

Wicki’s Chäsland (Cham)
Gesamtnote: 5.1
Preis: 3.17 CHF/100 g

Natürlich und intensiv, so lautete das Urteil von zentralplus über «Fredy’s-Fondue hausgemacht», das in Wicki’s Chäsland im Neudorf-Center in Cham erhältlich ist. Diese Fonduemischung hat auf der ganzen Linie überzeugt. Optisch punktet der Käse durch eine dunklere Farbe und erkennbare Gewürze.

Geschmacklich hebt sich die Mischung klar von der Konkurrenz ab: «Aromatischer als die anderen», «einziges Fondue mit Charakter» und «bestimmt hausgemacht», kommentierten die Experten. Erwähnenswert auch, dass das Produkt mit der Knoblauchnote im Laden sowohl im klassischen Beutel wie auch für den raschen Verbrauch in der Klarsichtbox angeboten wird.

 

Die Testbedingungen

Unseren acht Käseliebhabern aus dem zentralplus-Team wurde ein Bewertungsbogen mit verschiedenen Kriterien vorgelegt. Die Teilnehmer bewerteten Geschmack, Konsistenz, Geruch und Aussehen, wobei der Geschmack doppelt gewichtet wurde. Die Skala der Gesamtnoten reicht von 1 (sehr schlecht) bis 6 (hervorragend). Die Jury testete blind und wusste nicht, von welchem Anbieter das Produkt stammte. Insgesamt wurden sechs fixfertige Hausmischungen aus verschiedenen Zuger Käsereien und Geschäften getestet. 

Das zentralplus-Team kreiste für sie um die Caquelons:

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2 Kommentare
  1. Hans Peter Roth, 11.01.2019, 14:42 Uhr

    Alles Fertigmischungen? Ein echter Gourmet verzieht da die Mundwinkel und besteht darauf, alle Bestandteile des Fondues selbst zusammenstellen und zubereiten zu können. Die “Entlebucher Hausmischung” des Bioladens Haas wird auf meinen persönlichen Geschmack abgestimmt, den Wein und Kirsch wähle ich selbst und Knoblauch, Zitrone, Pfeffer und Muskatnuss in Bio-Qualität dürfen auch nicht fehlen. Die Noten meiner Gäste entschädigen für den kleinen Mehraufwand.

  2. Sandra Woodtli, 11.01.2019, 14:20 Uhr

    Ohh, und die absolute Top 1 der Umgebung vergessen? Nichts geht über das Walchwiler Fondue