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Ein Krönchen für die «Drei Könige»
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Gemütliches Beizenambiente im «Drei Könige».  (Bild: zvg)

Restaurant-Test Ein Krönchen für die «Drei Könige»

3 min Lesezeit 2 Kommentare 23.11.2016, 10:13 Uhr

Vor zwei Jahren kam das Restaurant «Drei Könige» in neue Hände. Seither ist es wieder das gastronomische Zentrum des Bruchquartiers. Höchste Zeit, dass auch zentralplus den Senf dazu gibt.

Es sind mittlerweile zwei Jahre vergangen, seit das «Hopfenkranz»-Team das Restaurant «Drei Könige» übernommen hat. Und zentralplus hat über das Lokal bisher tatsächlich noch keinen Testbericht verfasst – höchste Zeit, das nachzuholen.

Eine Zeit lang führte das Team beide Restaurants parallel: den «Hopfenkranz» an der Zürichstrasse und das «Drei Könige» an der Ecke Kloster-/Bruchstrasse. Das Team, das sind die Brüder Manuel und Stefan Kaufmann sowie Manuel Berger und Philipp Rühle (zentralplus berichtete). Mittlerweile konzentrieren sie sich auf das eine Lokal, den «Hopfenkranz» gaben sie auf – dort wirtet inzwischen bekanntlich Moritz Stiefel (zentralplus berichtete).

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Von Ballast befreit

So viel zur Ausgangslage. Das Restaurant ist in den letzten zwei Jahren wieder zu einer fixen Adresse geworden für alle, die hin und wieder gemütlich auswärts speisen, Wert auf regionale Küche legen und sich auch mal einen guten Tropfen leisten.

Stilsicher haben die Betreiber das Lokal von allem Ballast befreit, darum wirkt es heute viel heller und einladender als früher. Es herrscht klassisch-gediegene Beizenatmosphäre, modischer Schnickschnack muss hier zum Glück draussen bleiben.

Wir erscheinen zu viert am Mittag kurz nach zwölf ohne Reservation, finden aber problemlos noch einen Vierertisch. Schnell wird man bedient, die Karte gebracht und nach Getränken gefragt.

Reduziert und einladend

Die Karte ist wie das Lokal selbst: reduziert und einladend. Das Mittagsangebot wechselt wöchentlich – drei Menüs stehen zur Auswahl: einmal Fisch (Rotbarschfilet im Eimantel), einmal Vegi (Gelberbsenkroketten) und einmal Fleisch (Geschmorte Schweinsbäggli mit Polenta, Gemüse und Oliven). Bäggli, wenn auch vom Kalb, scheinen es dem Koch angetan zu haben, die stehen auch abends gerne mal auf der Karte.

Daneben gäbe es an diesem Mittag auch die Klassiker Hacktätschli und Rindsentrecôte, allerdings fehlt heute die «Plat du jour», das täglich wechselnde Gericht. Ich wähle das Fleischmenü, zuvor gibt’s Suppe oder Salat.

Um es kurz zu machen: Die Runde verlässt das Lokal sehr zufrieden wieder. Von der Suppe bis zum Espresso danach hat uns das «Drei Könige» an diesem Novembermittag überzeugt. Das Ambiente lädt zum Verweilen ein und man wird schnell und unkompliziert bedient. Doch jetzt nochmals der Reihe nach …

Preis und Leistung:
Schon die Gemüsecrèmesuppe mundet. Hat sie einen leichten Currygeschmack? Jedenfalls merkt man, dass sie frisch zubereitet ist, sie harmoniert schön mit dem Sauerteigbrot. Mit vier Stück Fleisch und einer ordentlichen Portion Polenta, die übrigens schön sämig ist und mit dezentem Weissweinaroma überzeugt, hat man mit dem Hauptgang gut gegessen. Das Gemüse ist knackig und das Fleisch zart, man kann es mit der Gabel zertrennen. Wie ich von meinen Tischgenossen vernehme, sind sie auch mit dem Rotbarsch zufrieden. Die Preise sind angemessen: 23 Franken (inklusive Suppe oder Salat) für das Fleischmenü, 21 Franken für den Fisch.
**** von *****

Service:
Keine übertriebene Herzlichkeit, aber schnell, aufmerksam und unkompliziert. Gerade am Mittag, wenn man meist nicht zu viel Zeit hat, weiss man das zu schätzen. Fragen zu Herkunft werden schnell beantwortet, Mitbetreiber Stefan Kaufmann serviert selber mit.
**** von *****

Ambiente:
Das Restaurant ist nicht ganz voll, aber doch lebhaft bevölkert. Es herrscht ein angenehmer, gedämpfter Geräuschpegel, leise Musik im Hintergrund. Die stilvolle Einrichtung haben wir oben schon gewürdigt.
**** von *****

Online-Faktor:
Schöne Website, die das Ambiente widerspiegelt. Sie informiert über Öffnungszeiten sowie saisonale Spezialitäten – etwa im November über die Metzgete. Es gibt ein Kontaktformular und that’s it. Leider gibt’s keine Auskunft über Menüs (dafür ab und zu auf der Facebookseite) oder Herkunft der Produkte. Zudem würde man online gerne etwas über die Gastronomen wissen oder zur Geschichte des Restaurants.
** von *****

Öffnungszeiten:
Montag–Samstag, 08.00–00.30 Uhr
Dienstag–Freitag, 11.00–14.00 Uhr / 17.00–23.00 Uhr
Samstag, 17.00–23.00 Uhr

Küche: Dienstag–Freitag, 11.30–13.30 Uhr / 18.00–21.30 Uhr
Samstag, 18.00–21.30 Uhr

Restaurant und Bar Drei Könige
Klosterstrasse 10
6003 Luzern
041 250 76 76

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2 Kommentare
  1. Franz Pfoster, 23.11.2016, 12:13 Uhr

    Ich muss den Verfasser dieses Artikels darauf aufmerksam machen, dass es nicht DER Polenta heisst, sondern DIE POLENTA. Kommt vom Italienischen und Endungen mit a sind weiblich. Dazu wird seit Jahrzehnten auch hier in der Schweiz immer von einer Polenta gesprochen und geschrieben. Danke

    1. Redaktion Jonas Wydler, 23.11.2016, 13:30 Uhr

      Danke für den Hinweis, ich hab’s korrigiert.