Als Student über das Schreiben schreiben
Wie man lernt, für die Uni gut zu schreiben

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Ein begeisterter Zuschauer. (Bild: Toni Rasic)

Die Angst vor dem leeren Papier ist allen Schreibenden bekannt und auch die berühmte Schreibblockade war wohl bei vielen Textenden schon ungebetener Gast. An der Uni Luzern – zumindest in manchen Studienrichtungen – gehört das Schreiben fix dazu und kann einen manchmal fast verzweifeln lassen.

Als Student schreibt man in der Regel viel und oft. Das kann je nach variieren. Manche Studiengänge verstehen unter «Schreiben» lediglich das Schreiben des eigenen Namens auf das Prüfungsblatt – bei anderen Studiengängen könnte man meinen, sie bilden uns zu Essayistinnen aus.

Die meisten Leute werden jedoch irgendwann mal etwas für die Uni schreiben, egal ob schriftliche Abschlussarbeiten, Hausarbeiten, schriftliche Prüfungen, Essays, Zusammenfassungen, Exzerpte, Kommentare, Übungen oder sonstige Formen des literarischen Schaffens.

Beflügeltes Schreiben

Das Schreiben ist ein kreativer Prozess. Am Anfang hat man ein leeres Blatt, am Ende ein fertiges Werk. Es ist den Stimmungsschwankungen des Autors ausgesetzt. Manche Leute stellen sich akribisch einen Zeitplan zusammen und schaffen wochen- oder monatelang an ihrem Text – andere bevorzugen es, in den letzten 24 Stunden vor Abgabetermin in einem durch Koffein und Selbsthass angeheizten Wahn 15 (und mehr) Seiten zu tippen. Alle so, wie sie es mögen. Doch was, wenn einen die Muse einfach nicht küssen will? Was, wenn das Blatt leer bleibt?

Bloss Zeichen?

Man steht unter Druck, den Text so gut wie möglich zu verfassen. Vor allem bei Hausarbeiten ist dies der Fall, da die Abschlussnote von ihnen abhängt. Was macht eine Arbeit gut? Diese Frage bleibt oft offen, und da die Angst paralysiert, das Blatt leer.

Für die Universität schreiben kann eine einschüchternde Angelegenheit sein und ich bin gerade im Begriff, sie noch viel einschüchternder darzustellen. Jeder deutschsprachige Text besteht aus einer Kombination von ungefähr 82 Zeichen, inklusive Klein- und Grossbuchstaben, Leerzeichen, Ziffern sowie der häufigsten Satzzeichen. Das ist es. Nur eine Reihe von Krakeleien.

E.T. schaut zu

Wenn ein Ausserirdischer, dessen Planet keine Schrift kennt, einem berühmten Philosophen (ich nehme hier einen Philosophen, weil mir dieser Bereich vertraut ist) beim Verfassen eines Werks über die Schulter schauen würde, könnten seine Gedanken in etwa so aussehen: «Auf ein ‹D› folgt ein ‹i›, dann ein ‹e›, dann ein ‹ ›! Ah, wie geschickt er Zeichen an Zeichen reiht! Gekonnt setzt er hier ein ‹W›, dort ein ‹e› usw. und schon staunt ein jedermann über sein Werk!» Er würde sich dann fragen, was genau an dieser Reihenfolge dran ist, welche die Menschen so gut rezipieren. Ja, was denn? Das würde ich auch gern wissen.

Ganz so schlimm ist es nicht

Gegenüber unseren ausserirdischen Freunden haben wir als Mitglieder der Gattung «Mensch» einen wesentlichen Vorteil: Wir verstehen das Geschriebene. Für uns ergibt die Reihenfolge dieser Zeichen einen Sinn. Würde man zumindest meinen. Trotz aller Lektüre, Vorbereitungen, Schreibübungen, Meditationen und Gebete sind wir am Ende aber oft genauso ratlos wie ein Alien. Doch wie kommt man raus aus dieser Zwickmühle? 

Glücklicherweise ist es nicht ganz so düster, wie von mir dargestellt. In uns allen steckt die Gabe, gut zu schreiben. Wir müssen sie einfach durch Übung an die Oberfläche bringen. Es müssen auch nicht wissenschaftliche Texte sein; schon Texte wie dieser hier können helfen, ein Gefühl für Sprache und Textgestaltung zu entwickeln. Aber wie weiss ich, ob der Inhalt gut ist? Ganz einfach. Hausarbeiten sind ein Wechselspiel zwischen Gutachterin und Student. Fragt sie, was ihr bei einem Text wichtig ist – niemand weiss das besser als die Person, von der ihr lernt.

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