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Wie ich mit der vorlesungsfreien Zeit  umgehe
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«Studenten haben so viele Ferien», heisst es oft. Doch genau darin liegt das Missverständnis. (Bild: Nathalie Reichel)

Semesterferien? Ja, gern! Wie ich mit der vorlesungsfreien Zeit umgehe

3 min Lesezeit 30.12.2019, 10:54 Uhr

Schon seit mehr als einer Woche ist Schluss mit den Vorlesungen und Seminaren. Zwei Tage bevor das Jahr zu Ende geht, macht man sich vielleicht schon Gedanken darüber, was man in der bevorstehenden unifreien Zeit anstellen soll.

Es ist wieder so weit: Die langersehnten Semesterferien stehen vor der Tür. Wenn man zu den Glücklichen zählt, sind die Prüfungen auch endlich vorbei und zusammen mit ihnen die Seminare, die Anwesenheitspflicht und die wöchentliche Lektüre.

Das bis vor drei Monaten noch endlos erscheinende Semester hat doch ziemlich rasch ein Ende genommen. Inzwischen sind auch Weihnachten schon vorbei und über Silvester und Neujahr seien mir noch ein paar freie Tage gegönnt. Oder vielleicht mehr? Schliesslich habe ich doch bis Mitte Februar Semesterferien.

Böser Irrtum

Nicht ganz. Der Begriff «Semesterferien» sollte im Studentenwortschatz nichts zu suchen haben – es sei denn, man möchte die «vorlesungsfreie Zeit», wie diese Periode eben eigentlich heisst, euphemistisch bezeichnen. Auf jeden Fall klingt der richtige Begriff nicht mehr so verlockend und einladend zum Nichtstun.

Die vorlesungsfreie Zeit ist immerhin im Winter überschaubarer als die im Sommer. Nach einer nicht so langen Zeit fällt es nämlich einfacher, am 17. Februar wieder die ersten Vorlesungen und Seminare zu besuchen. Trotzdem sind es ganze acht Wochen bis dahin und damit immer noch mehr als die langen Sommerferien in den guten alten Schulzeiten. Es gibt vielerlei Dinge, die man also in dieser Zeit tun kann, tun sollte und teilweise auch lassen muss. Alles ist nur eine Frage der Perspektive.

Da war noch was …

Und schon kommt es mir wieder in den Sinn: Stand da eigentlich nicht noch die eine Arbeit an, die ich vielleicht nicht wieder verschieben sollte? Und was ist, wenn ich diese schwierige Prüfung im Dezember nicht bestanden habe und bald an die Nachprüfung muss? Ausserdem: Wenn ich im Sommer in die langersehnten Ferien will, muss ich jetzt die Zeit nutzen, um mehr zu arbeiten und das Geld zur Seite zu legen. Unzählige Gedanken schiessen mir durch den Kopf und ins Gewissen und schon ist das Programm der vorlesungsfreien Zeit wieder voll. Zumindest theoretisch.

Seien wir aber gnädig und nehmen uns wenigstens die zwei Wochen über Weihnachten und Neujahr frei – nach drei anstrengenden Semestermonaten und einer noch anstrengenderen Prüfungsphase haben wir diese Pause mehr als verdient. Es bleiben also noch sechs Wochen, in denen man tatsächlich all das damit anstellen kann: Seminararbeiten schreiben, lernen, (noch) mehr arbeiten gehen.

Achtung, Burnout!

Es ist generell nie gut, wenn man es übertreibt und das gilt auch in diesem Fall. Natürlich ist es ratsam, die vorlesungsfreie Zeit sinnvoll zu nutzen (letztendlich ist sie auch dafür da), doch jeden Tag mit Arbeit und Lernen vollzupacken ist sicherlich keine gute Idee. Wir wollen ja schliesslich nicht mit einem Burnout im Februar wieder zurück an die Uni, oder? Da hilft nur eins: die goldene Mitte.

Konkret heisst das erst einmal, die Zeit gut einzuteilen. Das ist besonders jetzt hilfreich, wenn ohne die Präsenzzeiten an der Uni die Tage keine Struktur mehr zu haben scheinen. Also muss man diese selbst strukturieren, was nicht immer einfach ist. Als Tipp die folgenden Überlegungen: An welchen Tagen muss ich arbeiten, an welchen schreibe ich an meiner Arbeit und wann habe ich Zeit für mich?

Sich etwas mehr Freizeit zu gönnen als in der Vorlesungszeit ist sicherlich ratsam, wenn man frisch und motiviert im Februar wieder starten will. Wieso also nicht seinem Hobby nachgehen, regelmässig Sport treiben, ein Buch lesen, etwas Schönes kochen und sich mit Freunden und Familie treffen? Mit anderen Worten: sich dem widmen, was während des Semesters etwas zu kurz kommt? Auch ein mehrtägiger Ausflug tut gut. So nutzt man die vorlesungsfreie Zeit garantiert sinnvoll und startet trotzdem nicht übermüdet in das neue Semester.

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