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WG, Studentenwohnheim oder eine eigene Wohnung?
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Eine gemeinsame Küche kann unterhaltsame Abendessen, aber auch mühsame Putzeinsätze bedeuten. (Bild: pbu )

Vor- und Nachteile der eigenen Bude WG, Studentenwohnheim oder eine eigene Wohnung?

5 min Lesezeit 30.08.2016, 17:59 Uhr

Ist es sinnvoll, während der Studienzeit bei den Eltern auszuziehen? Und soll man dann gleich in eine eigene Wohnung oder doch besser in eine WG ziehen? Hier zum baldigen Semesterstart ein paar Vor- und Nachteile einer eigenen Bude.

Man könnte sich kaum eine bessere Lage für eine Universität vorstellen als diejenige der Uni Luzern. Direkt am Bahnhof, wird sogar das Pendeln zu einer richtigen Freudensache. Dazu ist der Vierwaldstättersee inklusive Reuss nur einen Katzensprung entfernt.

Umzug statt Pendeln

Gut möglich also, dass man sich bereits in den ersten Wochen des Studiums in die Stadt im Herzen der Schweiz verliebt. Und dann? Dann kommen einem die Minuten und Stunden im Zug Tag für Tag plötzlich ewig vor. Viel lieber würde man sich mit Freunden in ein Café oder im Sommer an den See setzen.

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Dann wird es Zeit, sich über einen Umzug Gedanken zu machen. Nur, welche Art Unterkunft ist die richtige? Eine WG? Oder tut es auch ein Zimmer im Studentenwohnheim? Oder so ganz nach dem Motto wenn schon, denn schon eine eigene Bude? Nachfolgend die Vor- und Nachteile aller drei Möglichkeiten.

Möglichkeit 1: Eine eigene Wohnung – Du kannst machen und lassen, was du willst

Die Vorteile

  1. Du hast Ruhe. Da ist niemand, der dich mitten in der Nacht mit seinen hoffnungslosen Türöffnungsversuchen aus dem Bett holt. Ebensowenig hält dich irgendjemand davon ab, so lange auszuschlafen, wie du es möchtest. Und wenn du einmal für Prüfungen oder Seminararbeiten pauken musst, dann verschwendest du keine Zeit, um an die Uni zu fahren.
  2. Es gibt keine Regeln. Du kannst machen und lassen, was du willst. Den Putzlappen nimmst du dann in die Hand, wenn es für dich stimmt und nicht, wenn der Putzplan es dir vorschreibt. Für die Badezimmernutzung musst du dich nicht erst absprechen und die einzigen Haare, die im Abfluss stecken, das sind deine. Zudem kannst du mit nach Hause bringen, wen immer du magst – er/sie wird dann einfach deinen Abfluss mit Fremdhaaren verstopfen. Aufzuräumen brauchst du auch erst dann, wenn dir dein kreatives Chaos selbst einmal über den Kopf wächst. Ah, und ganz wichtig: Du brauchst bestimmt auch nie um die Fernbedienung zu streiten, wenn du sie in deinem Chaos noch findest.

Die Nachteile

  1. Die Einsamkeit. In einer eigenen Wohnung hat man kein soziales Leben um sich herum. In einer WG gibt es stets jemanden zum Schwatzen, Kochen oder Fernsehschauen. Zudem lernt man über Mitbewohner oft viele neue Leute kennen. Zum Anfang des Studiums kann das helfen, schneller Anschluss zu finden. Wenn du alleine lebst, erfordert es etwas mehr Einsatz, dich an der Uni zu integrieren.
  2. Alles hängt an dir. Für jegliche finanziellen, rechtlichen oder organisatorischen Dinge bist du alleine verantwortlich. Kochen, einkaufen, putzen, Wäsche waschen, Reparaturen erledigen, Miete zahlen …

Möglichkeit 2: Eine WG – Geteilte Miete ist halbe Miete

Die Vorteile

  1. Du bist nicht alleine. Mit gemeinsamen Koch-, Fernseh- oder Spielabenden lässt sich die Zeit vertreiben. Und auch, wenn ihr nicht alle das Gleiche studiert, kannst du beim Lernen um Hilfe fragen.
  2. Kosten teilen. Ziehst du in eine bereits bestehende WG, fallen Anschaffungskosten für die Einrichtung meist ganz weg. Zudem bietet eine geteilte Miete die Möglichkeit, bereits mit kleinerem Budget den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen, das lohnt sich bei den hohen Mieten in Luzern besonders.

Die Nachteile

  1. Du bist nicht alleine. Was Vorteil ist, kann auch Nachteil sein. Beispielsweise, wenn morgens alle zur gleichen Zeit ins Bad wollen. Oder wenn du eher zu den unordentlicheren Menschen gehörst, dann kann es für dich ganz schön anstrengend werden, immer darauf zu achten, dass dein Chaos nicht auf die ganze WG überschwappt. Es kann schon einmal vorkommen, dass deine Mitbewohner ihre Semesterprüfungen schon hinter sich haben und die WG in eine Partybude verwandeln. Du aber hast dein Examen noch vor dir. Dann bleibt dir nichts anderes übrig, als wohl oder übel die Flucht zu ergreifen.
  2. Streitigkeiten und endlose Diskussionen gehören zum WG-Alltag. Dein WG-Gspänli hat dir deinen Penne-Salat weggegessen oder wieder vergessen, seine Haare aus dem Ausfluss des Spülbeckens zu entfernen, und wer ist eigentlich an der Reihe, den Müll rauszutragen?! Solche Streitthemen können richtige Zeitfresser sein.

Möglichkeit 3: Ein Zimmer im Studentenwohnheim – Privatsphäre und soziale Kontakte

Die Vorteile

  1. Der Preis ist heiss. Studentenwohnheime haben vergleichsweise günstige Mietpreise. Zudem sind die Zimmer oder Studios stets möbliert. Für Bett, Schrank, Schreibtisch, Stuhl und Regal brauchst du also schon mal kein Geld auszugeben, so fällt der Umzug auch leichter.
  2. Privatsphäre und doch nicht alleine. In deinem Zimmer bist du absolut für dich und kannst alles so sein lassen, wie es dir gefällt. Trotzdem hast du die Möglichkeit, in einer Gemeinschaftsküche gemeinsam mit anderen Bewohnern zu kochen oder bei einem Kaffee zusammenzusitzen.

Die Nachteile

  1. Das 08/15-Zuhause. Es kann sein, dass dir die Ausstattung deines Zimmers nicht sonderlich gefällt. Dann bleibt dir einzig die Möglichkeit, mit Bildern und anderen Wohnaccessoires eine heimelige Atmosphäre zu kreieren.
  2. Das Angebot ist rar. Ein Zimmer in einem Studentenwohnheim zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Da diese Art der Unterkunft oftmals auch von ausländischen Studenten genutzt wird, sind die Zimmer nicht im Übermass verfügbar.

Wohnobjekte für Luzerner Studenten

Die aufgezeigten Vor- und Nachteile sind natürlich niemals vollständig oder unumstösslich, dennoch helfen sie vielleicht dem einen oder anderen von euch bei der Entscheidung, wo und wie er/sie künftig wohnen wird.

Am Anschlagbrett der Uni Luzern, vor dem Studiladen und auf studentischen Webseiten (unilu.ch, students.ch, wgzimmer.ch) könnt ihr euch, gesetztenfalls, ihr habt euch bereits entschieden, auf die Suche nach einem geeigneten Wohnobjekt machen. Ich wünsch euch auf jeden Fall schon jetzt viel Glück!

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