Drei sinnlose Anekdoten
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Das Luzerner Fest findet nur einmal im Jahr statt, also los!

Drei sinnlose Anekdoten

3 min Lesezeit 11.08.2015, 15:13 Uhr

Was tun Studenten eigentlich, wenn sie nicht studieren? Dieser Frage bin ich für euch nachgegangen und muss euch enttäuschen, denn ich hab den Faden verloren.

Hallo ihr lieben, tollen und anspruchsvollen Leserinnen und Leser,

Da ich im online Journalismus arbeite, weiss ich, dass es maximal dreieinhalbtausend Zeichen bedarf, um die meisten von euch zu verscheuchen.

Challenge: Wie lang hältst du bei diesem Artikel durch?

Ich soll hier spannendes aus dem Studentenleben berichten. Legen wir los.

Seit genau 28 Tagen war ich nicht mehr an der Universität. Sollte das Gebäude abgebrannt sein – den letzten Feueralarm habe ich nur am Rande mitgekriegt – so wüsste ich nicht mal was davon. Und das ist auch gut so! Der Sommer nämlich ist da, um mal Abstand vom Studierendentum zu nehmen.

Ich weiss, ich weiss, einige von euch- wie auch die beiden Architekturstudentinnen, mit denen ich die Klobürste und die Wohnung teile- stecken noch mitten in den Prüfungen fest. Ich dagegen arbeite. Tatsache. «Arbeit», ihr habt schon richtig gelesen. Ich gehe einer oder besser gesagt mehreren Jobs nach und da diese für euch nicht wirklich spannend sind, versuch ich euch nun mit einem Dreisatz an unsinnigen Anekdoten zu unterhalten.

 

Der Titel der ersten Geschichte: Wir werden alt

Die Moral der Geschichte: Es ist uns egal

Da waren wir also, draussen am See, von Menschen umzingelt, zu Rockmusik nickend, seit 14.00 Uhr Bier trinkend und fragten uns, ob es zu früh sei, einander vorzuschlagen nach Hause zu gehen. Früher, sagtest du, sei es für uns der Alptraum gewesen um zehn Uhr abends nach Hause zu fahren. Das Luzerner Fest findet aber nur einmal im Jahr statt, was Grund genug war ein weiteres Mal die Strasse rauf und runter zu spazieren.

Der Typ, der von weitem noch so toll ausgesehen haben mag, wurde plötzlich zu Unkraut und im Zug nach Hause sind wir beide eingenickt.

Ich liebe mein neues Spiesserdasein und behaupte eisern, dass es nicht allein daran lag, dass wir bereits um zwei Uhr angefangen haben zu trinken.

 

Geschichte Nummer zwei
Titel: Arbeit erlöst
Moral: Der erste Eindruck täuscht

Dreizehn Tage. So lang war ich für einen Job unterwegs – mit den immer gleichen fünf Personen um mich herum. Was ich gelernt habe: Stetig die gleichen Menschen trotz wechselnder Umgebung machen stumpf und kreativ zugleich. Ausserdem muss bei einigen Menschen das, was sie erzählen, durch vier geteilt werden, um der Wahrheit nahe zu kommen. Ich hab selbstverständlich noch viel mehr gelernt, was den Rahmen des Artikels jedoch bei Weitem sprengen würde. Fragen diesbezüglich beantworte ich deshalb sehr gerne per Mail. Jedoch erst nach den Semesterferien.

Was die anderen fünf gelernt haben: Der erste Eindruck täuscht.

 

Eine Nummer drei muss noch hin. Allein der Dreifaltigkeit wegen.
Titel: Über Arztbesuche
Moral: Lass es raus

An alle Hypochonder da draussen: Wenn der Arzt euch tatsächlich fragt, ob da noch was sei, sprecht es aus oder wechselt den Doktor. Und hört auf eure Wehwehchen zu googlen; das gibt Krebs!

Der aufmerksame Leser und die aufmerksame Leserin mögen an dieser Stelle sowohl den Sinn, wie auch den Zusammenhang dieses Artikels suchen. Diesen sei versichert, es gibt ihn nicht. Nicht immer findet sich in Texten ein roter Faden. Die besten Autoren verlieren ihn manchmal. Und heute bin ich frech genug, ihn gar nicht ziehen zu wollen. Gestern haben wir im schwedischen Möbelladen ein paar Scheren für unsere Wohngemeinschaft gekauft. Bis zum nächsten Mal.

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