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Abschied
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CFs Zweitwohnung auf dem Campingplatz Lido im Sommer 2011 (Bild: CF)

Abschied

3 min Lesezeit 24.03.2014, 10:53 Uhr

Der Barkeeper sagt tschüss und fängt wohl eine Banklehre an.

«Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde…» CF wollte schon immer mal predigen, und so beginne ich diese Kolumne für meine Verhältnisse völlig unorthodox mit einer Bibelpassage. Nach Lesung von Titel und erstem Satz wird der Schlaue schon bemerkt haben, dass dies das letzte Stück Text in diesem Umfeld aus meiner Feder sein wird. Geht CF nun die Tinte aus, mag man sich fragen? Mitnichten, versichere ich vehement. Doch ist für den schreibenden Barkeeper mit dem Zigeunerleben die Zeit gekommen, die Zelte abzubrechen und in anderen Gestaden wieder aufzuschlagen. Neue Plätze gilt es zu erkunden. Saftige Wiesen für das hungrige Vieh.
Das gilt nicht nur für diesen Blog, sondern auch für meine Tätigkeit an der Zapfsäule im Storchen. Das Ausschenken von Hopfentee, vergorenem Traubensaft und gebranntem Allerlei werde ich in Zukunft nur noch von der anderen Seite der Bar verfolgen. Mit grossem Spass, wie ich hier versichern kann.

Dennoch möchte ich keine Sekunde missen, in der ich als Barkeeper gearbeitet habe. Nun gut, floskelbereinigt kämen mir da schon zwei oder drei in den Sinn, doch auch fliegende Gläser, zurückgebliebene Proleten im AHV-Alter, ausgebildete Vollzeitalkoholiker mit Hang zu sexueller Belästigung und nervtötende Stadt-Amazonen hatten retrospektiv ihre Daseinsberechtigung als unterhaltsame Stoffgaranten für diesen Blog. Und all jenen, die Schreiben noch immer nicht als rechtschaffende Arbeit anschauen, kann CF nun immerhin sagen, dass er jetzt wisse, was «richtig und hart arbeiten» bedeute. Storchen, du wirst mir fehlen! Und auch wenn wir unsere Beziehung nun beenden, so sei dir versichert, dass wir dennoch gute Freunde bleiben.

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Und wie geht’s jetzt weiter mit CF und seiner Feder? Erstmals sind Ferien angesagt, wobei zu erwähnen ist, dass sich diese im Vergleich zu meinem Alltag nicht gross unterscheiden. Nur sitz ich dort nicht die ganze Zeit in der Tinte, sondern im Rotwein. Dieser soll mir denn auch helfen, ein literarisches Projekt zu beenden, das schon lange in meinem Köpfchen vor sich hin gart und nun langsam aber sicher die ideale Schreibtemperatur erreicht hat. Und wo wäre das Ambiente besser als in der Toskana? Wir werden sehen…

Womöglich beginne ich bei Rückkehr eine Banklehre. Dort soll ja auch richtig gearbeitet werden, hört man sagen. Zudem kommt das spielerische-spekulative Element, welches CF sehr am Herzen liegt, nicht zu kurz und hin und wieder darf man, wenn einem die Kacke bis zum Hals steht, auch auf den Bonus-Topf. Und sollten alle Stricke reissen und ich wirklich dran glauben müssen, dann werde ich halt doch Pfarrer. Wie gesagt, alles hat seine Zeit…
Danke schön für’s Lesen, es hat Spass gemacht!

PS: Zum Schluss noch ein bisschen Werbung in eigener Sache: Wer auch weiterhin ein paar kurzweilige Leseminuten in meiner Welt verbringen will, kann sich auf www.fennertexte.ch/blog meinen persönlichen Blog zu Gemüte führen. Viel Spass!

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