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Neubeginn in Eschenbach
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Eschenbach hat im Zentrum ein neues Gesicht erhalten. (Bild: Gerold Kunz)

Markante Veränderung im Luzerner Seetal Neubeginn in Eschenbach

2 min Lesezeit 23.02.2020, 11:01 Uhr

Mitten im Ortszentrum in einem Neubau einen Grossverteiler zu integrieren, das zählt zu den Herkulesaufgaben einer Architektin. In Eschenbach gelingt das Vorhaben dank einer Architektur, die sowohl auf städtische als auch auf ländliche Charakterzüge vertraut.

Die Baustelle hat im vergangen Jahr das ganze Seetal beschäftigt. Wegen einem Grossprojekt mitten in Eschenbach war der Verkehr während Monaten von Staus und langen Wartezeiten betroffen. Nun ist die Durchfahrt wieder frei. Wegen den markanten Neubauten direkt an der Strasse stoppe ich nun freiwillig, denn das Strassendorf hat dank dieser markanten Veränderung eine Aufwertung erfahren.

Die Durchfahrt von Eschenbach überwindet einen Geländesprung. Unten liegt das Dorf, entlang der Strasse reihen sich Punktbauten, die Klosteranlage und am Ortsrand eine mächtige Wohnanlage auf. Dazwischen haben die Architekten der Planergemeinschaft Mirlo Urbano und Brühlmann Loetscher Buson aus Zürich einen neuen Akzent gesetzt.

Wie ein neuer Ort

Die mit Holz verkleideten Neubauten säumen nicht nur den Strassenraum, mit ihren Dächern formen sie eine Landschaft, die aus Eschenbach einen neuen Ort macht.

Die Bauten stehen auf einem Sockel, der einem Grossverteiler als Verkaufslokal und für die Parkierung dient. Entlang der Strasse stehen die Neubauten direkt auf dem Terrain. Der Sockel ist nicht zu spüren. Enge Treppen verbinden das Strassen- mit dem Hofniveau. Dank dieser Ansage wird die Anlage zum Vorzeigeobjekt.

Gemeinsam mit der rückwärtigen Zeile bilden die Strassenbauten einen Innenhof, der vom Strassenlärm geschützt als Oase wirkt. Die verschiedenen Volumen springen im Hof vor und zurück. Die Staffelung zoniert den Hof in überschaubare Bereiche. Mehrere Zwischenräume öffnen die Anlage und lassen den Blick in die Umgebung schweifen.

Zu Eschenbach passend

Nach Süden fasst ein Solitärbau den Hof und bildet gleichzeitig einen Vorplatz, von dem der Grossverteiler erschlossen wird. Der neue Platz erweitert das Freiraumangebot der Umgebung, das heute aus dem Klostervorplatz und dem Postplatz besteht.

In Eschenbach gelingt, was oft bereits am Konzept scheitert. Die Hausgruppe um den Sockel wird so geformt, dass interessante Zwischenräume entstehen. Die Gebäudevolumen wurden mit Vor- und Rücksprüngen gestaltet, so dass sich eine lebendige Strassenflucht ergibt. Und die dunklen Holzfassaden tragen zum ländlichen Charakter bei, trotz den städtischen Dimensionen der Baukörper. Die Neubauten passen zu Eschenbach und geben dem Ort ein angemessenes neues Gesicht.

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