Architekturszene Luzern Luzerner Architekturjahr 2015

2 min Lesezeit 02.01.2015, 12:00 Uhr

Für 2015 zeichnen sich einige wichtige Architektur-Ereignisse ab. Im Fokus stehen der Blck auf die Landschaft und die architektonische Qualität.

Wie jedes Jahr eröffnet KARTON mit der Januar Ausgabe das Luzerner Architekturjahr. Sieben Texte widmen sich in der aktuellen Ausgabe dem eigenwilligen Bau ZugSchleife von Valerio Olgiati. Der rostrote Wohnbau hinterlässt unter den Redaktoren verschiedene Eindrücke. Die Texte zeigen, wie unterschiedlich Architektur wahrgenommen werden kann. 

Wenn die Ausstellung zu «Nidwaldner Architektur – Nidwaldner Architekten» im Salzmagazin in Stans eröffnet wird (28. März), steht das Bauen in einem ländlich geprägten Kanton für einen Monat auf dem Prüfstand. Auch andere Anlässe nehmen sich diesem für die Zentralschweiz wichtigen Themenfeld an: Der BSA präsentiert mit den Architekten Roman Hutter (29. Januar) und Lukas Baumann (9. April) in der Jazzkantine Luzern zwei jüngere Architekten, die sich mit dem ländlichen Bauen gut auskennen und mit eigenen Bauten profilierten. 

Mit dem zum vierten Mal durchgeführten Speaker’s Corner (7. Mai) in der Buvette beim Inseliquai werden wieder Fragen des Städtebaus und der Architektur mit einem interessierten Publikum diskutiert. Die Veranstaltung steht wiederum allen offen, die sich zu lokalen Planungsfragen äussern wollen. 

Im Rahmen des Gästivals präsentieren Dolmus Architekten aus Luzern ihre Seerose, jene schwimmende Plattform, die ab Ende Mai nach Luzern auch in Alpnachstad, Brunnen, Flüelen, Stansstad und Vitznau für jeweils drei Wochen stationiert sein wird. Sie dient lokalen Veranstaltern und als Eventplattform. 

Als «Einladung, das Kunstmuseum Luzern auf neuen Wegen zu erkunden» versteht die Kuratorin Susanne Kudorfer die «School for Tourists» der 1981 geborenen britischen Künstlerin Emma Smith, die im September in einem Workshop (16.-20. September) als Beitrag zum Gästival «an einem besseren Verhältnis zwischen Touristinnen, Touristen einerseits und der lokalen Bevölkerung andererseits» arbeiten wird. 

Noch im Frühjahr präsentieren die Architekten Niklaus Graber & Christoph Steiger ihre Monografie, die vom Quart Verlag im Verlagsprogramm 2015 als ein «bereichernder Beitrag zur Schweizer Baukultur» vorgestellt wird. Die 19 Jahre gemeinsames Arbeiten umfassende Werkübersicht verstehen die Architekten als Kaleidoskop, das uns auf verschiedenen Ebenen den «Kosmos der Architekten» erschliessen soll. 

Wer mehr zur Arbeitsweise dieser engagierten Architekten erfahren will, kann im September nach Basel fahren: Im Schweizer Architekturmuseum S AM setzen Graber & Steiger ein klanginstallatives Konzept um, das der argentinische Komponist und Dirigent Erik Oña für das S AM erarbeitet hat und das im Rahmen der Ausstellung «Der Klang der Architektur» präsentiert wird, als Teil des Musikfestivals ZeitRäume, das ab diesem Jahr alle zwei Jahre Architektur mit Musik verknüpfen will. 

Zwei bemerkenswerte Bauten werden 2015 kritische Blicke ihrer Berufkollegen ertragen müssen: Menzi Bürgler Architekten werden bis zum Sommer ihre Schulhauserweiterung der Schulanlage Felsberg fertiggestellt haben und das Stadtarchiv in Ruopigen von Enzmann Fischer kann im September 2015 bezogen werden. Mein Blogbeitrag folgt.

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