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Auf dem Mostelberg dem Nebel entfliehen Herbstwanderung über imposante Hängebrücke oberhalb Sattel

26.11.2021, 10:56 Uhr 5 min Lesezeit
  • 589 m
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Mit einer Länge von 374 Metern ist der Raiffeisen Skywalk auf dem Mostelberg eine der spektakulärsten Hängebrücken.
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Mit einer Länge von 374 Metern ist der Raiffeisen Skywalk auf dem Mostelberg eine der spektakulärsten Hängebrücken. (Bild: hch)

Bei ihrer Eröffnung 2010 war der «Raiffeisen Skywalk» die längste Hängebrücke Europas. Wenig erstaunlich, bietet sich hier auf dem Mostelberg ein grandioses Bergpanorama – besonders wenn in Zug der Nebel wandert. Die Brücke war ein Teil unserer herbstlichen Rundwanderung von Sattel über den Mostelberg und Biberegg.

Mit einer Länge von 374 Metern gilt der Raiffeisen Skywalk noch immer als eine der spektakulärsten Hängebrücken. Sie ist auf unserer Wanderung vom Mostelberg zum Mäderenwald über das Lauitobel eine bequeme Variante. Die neue Charles-Kuonen-Hängebrücke im Wallis ist jedoch deutlich länger (wer sich für Hängebrücken in den Alpen interessiert, findet hier eine wertvolle Übersicht).

Herbstwanderung über dem Nebel

Der Skywalk war aber nur ein Intermezzo auf unserer Rundwanderung, die bei der Talstation der Gondelbahn Sattel-Hochstuckli beginnt. Die auf knapp 700 Höhenmetern gelegene Schwyzer Gemeinde schafft es an diesem Tag gerade so knapp aus dem Nebel heraus, der dicht über dem Zugersee hängt. Der Wanderweg führt erst weniger attraktiv und steil die Talabfahrt hoch. Gälte es nicht, das ausgiebige Abendessen vom Vortag abzutrainieren, wäre die Bahn eine geeignete Option.

Steil die Skipiste hoch

So aber geht es über die teilweise rutschige Wiese unter der Bahn rund eine Stunde in Richtung Bergstation hoch. Wo es etwas gar stotzig werden könnte, kann auf Treppenstufen ausgewichen werden. Es ist immer wieder erstaunlich, wie steil so eine rot markierte Skipste sein kann. Nur das Brummen der gut besuchten Bahn begleitet den Aufstieg, eine der bereits montierten Schneekanonen blinkt voller Vorfreude vor sich hin.

Nach einer Stunde Aufstieg oder 400 Höhenmetern ist es dann mit der Einsamkeit schlagartig vorbei, als die Bergstation erreicht ist. Nicht wenige Familien scheinen den Ausblick auf die frisch verschneiten Berge in der Ferne und das Nebelmeer unter uns ebenso zu geniessen. Die meisten nehmen den Klassiker unter die Füsse, die Engelstock-Rundwanderung. Dieser 5,5 Kilometer kurze Weg empfiehlt sich vor allem im Winter.

Schwankend über den «Raiffeisen Skywalk»

Geht man nach der Bergstation links, steht man schon kurz darauf vor der Hängebrücke. Da sie mit Kinderwagen nur in eine Richtung begangen werden kann, empfiehlt es sich, die Wanderung in Richtung von der Bergstation weg zu begehen.

Just da, wo die Brücke über das Lauitobel nur gerade 90 Zentimeter breit und daher mit Kinderwagen nur in unserer Richtung begehbar ist, eröffnet sich das schönste Panorama. Nicht wenige Wanderer halten sich auf der schwankenden Brücke am Geländer fest. Nach der Rigi und dem Wildspitz, dem höchsten Punkt im Kanton Zug, wandert das Auge über den blau glitzernden Ägerisee, dessen Spiegelungen an diesem Tag fast schon eine Insel vermuten lassen.

Der schöne Waldweg führt nun leicht ansteigend zum höchsten Punkt der Wanderung im Mäderenwald. Dieses Teilstück verläuft auf dem Themenweg «der Pfad» mit Informationstafeln zu Naturkräften oder Adernsteinen. Empfängliche sollen hier an verschiedenen Plätzen die Kräfte der Natur spüren können. Meine Kraft verdanke ich eher dem Picknick an der Sonne, was ja ebenfalls eine sehr naturnahe Form darstellt.

Nicht ganz einfache Verhältnisse auf dem Abstieg nach Biberegg

Beschwingt geht es nun bergab in Richtung Biberegg. In Mäderen führt der hier als Schneeschuhtrail markierte Weg links weg in Richtung Tal und folgt dem Tobel. Die Passage hat es etwas in sich: Die Wiese ist von der Nässe so aufgeweicht, dass man immer mal wieder einen Schuh voll rauszieht, während sich im Waldtobel unter dem dichten Laub am Boden Baumwurzeln verbergen. Etwas weiter im Tal kann der Fahrstrasse gefolgt werden, was sich bei diesen Verhältnissen ausnahmsweise empfiehlt.

Immer wieder säumen auf dieser Wanderung attraktive Grillstellen den Weg, beim Sagenloch in Biberegg gar mit Sonnenschirm. Aber auch wer ohne Rucksack unterwegs ist, muss nicht darben. Sowohl auf dem Mostelberg als auch in Biberegg gibt es rund um den Skilift Neusell zwei kreative Beizen (siehe Bildergalerie).

Zwischen Bauernhöfen zurück nach Sattel

Einzukehren lohnt sich auch, weil so noch etwas Energie für den weniger attraktiven Teil der Wanderung getankt werden kann. Denn nun geht es die restliche Stunde von Biberegg zurück nach Sattel auf asphaltierten Strassen. Erst auf einer Brücke über die Kantonsstrasse, danach dem Sunnenberg entlang und an zahlreichen Bauernhöfen vorbei. Dieser mit einem Fahrverbot belegte Abschnitt scheint besonders bei Spaziergängern beliebt und ist an diesem Tag oft begangen. Dennoch zieht sich der Weg, zumal sich auf dem letzten Teil der Nebel vor die Sonne schiebt.

In Sattel führt der Weg beim Dorfladen scharf links unter den Bahngleisen hindurch, was man im dichten Nebel leicht übersehen könnte. Auch das letzte Wegstück lässt sich mehr erahnen als sehen, was jedoch auf die besonderen Umstände zurückzuführen ist. Alles in allem ist es eine recht abwechslungsreiche Wanderung für die Zwischensaison. Wer nicht so weit marschieren mag, kann das letzte Wegstück auch mit der Südostbahn zurücklegen.

Start und Ziel: Sattel Gondelbahn.
Schwierigkeit: T1
Distanz: 10,8 km
Wanderzeit: 3.35 Stunden
Höhendifferenz: 589 m
Min./max. Höhe: 1249 / 777 m

Route: Sattel Gondelbahn 794 m – Mostelberg 1182 m – Mäderenwald 1244 m – Mäderen 1153 m – Biberegg 933 m – Sattel 794 m.

Anreise: Mit dem Bus: ZVB-Linie 9 ab Oberägeri oder Auto AG Schwyz Bus 523 ab Arth-Goldau; Südostbahn bis Bahnhof Sattel. Mit dem PW bis Parkplatz Talstation (CHF 8.00 pro Tag).

Tipp: Da die Hängebrücke ein Bodengitter aufweist, können für Vierbeiner an der Bergstation der Gondelbahn Hundefinken ausgeliehen werden.

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