«Blau» und «Wiis»: So will der EVZ seine Arena füllen
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In der Bossard Arena wird es in der kommenden Saison nur Sitzplätze geben. (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus)

Schutzkonzept für Saisonkartenbesitzer «Blau» und «Wiis»: So will der EVZ seine Arena füllen

3 min Lesezeit 09.09.2020, 19:52 Uhr

Die Schutzbestimmungen in den Stadien stellen auch den EV Zug vor grosse Herausforderungen. Der Plan, um möglichst viele Saisonkartenbesitzer glücklich zu machen, ist nicht ganz simpel.


Die Bossard Arena wird in Folge der Corona-Auflagen des Bundes temporär auf ein reines Sitzplatzstadion umgerüstet. Von der neuen Kapazität von 5’700 Sitzplätzen dürfen zwei Drittel genutzt werden. Sprich: maximal 3’800 Personen können ein EVZ Heimspiel besuchen. Das entspricht rund der Hälfte der normalen Kapazität. Das ist weniger, als die Verantwortlichen sich ursprünglich erhofft hatten (zentralplus berichtete).

«Wie diese limitierte Zahl von Plätzen auf die über 5‘900 Saisonkarteninhaber verteilt wird, ist eine grosse Herausforderung», schreibt der EV Zug in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Es gelte Lösungen zu finden, «allen Saisonkarteninhabern bestmöglich gerecht zu werden und gleichwohl die Finanzierung der Organisation sicherzustellen», wird der schwierige Spagat beschrieben.

Als Grundlage zur Berechnung, welche Leistung mit einem Saisonabo verbunden ist, nimmt der Verein die 26 gesicherten Qualifikations-Heimspiele als Grundlage. «Jedem Saisonkartenbesitzer werden diejenige Anzahl Spiele anteilsmässig rückerstattet, für welche er keinen Zutritt in die Arena erhält.

Die Abrechnung der Rückvergütung erfolgt erst Ende der Qualifikationsphase – weil sich auch unter der Saison die Bestimmungen und Vorgaben des Bundes noch ändern könnten.

Spielplan «Blau» und Spielplan «Weiss»

Nun zum Vorschlag des EVZ, den er als Anpassung des Schutzkonzeptes dem Kanton zur Bewilligung vorlegt: Die Heimspiele sollen in die zwei Spielpläne „Blau“ und „Wiis“ aufgeteilt werden. In jedem der beiden Spielpläne sind sowohl die Gegner wie auch die Spieltage gleichwertig verteilt. Mittels Einreichung eines Anmeldeformulars bis spätestens 15. September 2020 können sämtliche Saisonkarteninhaber sich für einen der beiden Spielpläne entscheiden.

Es können bis zu 20 Personen mit dem gleichen Meldeformular gemeldet werden. Auf diesem Weg erhalten die Saisonkarteninhaber die Gelegenheit, sich mit Freunden und Bekannten zu organisieren.

Stehplatz Abonnenten können 13 Spiele sehen

Auf den bisherigen Stehplätzen entstehen mit dem Umbau rund 850 neue Sitzplätze, die den über 1‘600 Stehplatz-Abonnenten zur Verfügung stehen. Diese können die Hälfte der Heimspiele besuchen und den EVZ mindestens einmal gegen jeden Gegner im Einsatz sehen. Nach der Anmeldung per Formular werden die Gruppen durch den EVZ auf die Plätze verteilt.

Sitzplatz-Abonnenten erhalten Extraspiele

Alle Sitzplatz-Abonnenten behalten ihren zugewiesenen Platz. Sie können sich mittels Meldeformular für einen der beiden Spielpläne melden und damit die Hälfte der Spiele selber aussuchen.

Aufgrund des Platzangebots in diesem Bereich besteht für die Sitzplatz-Abonnenten die Möglichkeit, an ein paar zusätzlichen Heimspielen live dabei zu sein. Diese zusätzlichen Heimspiele werden durch den EVZ zugewiesen.

Sponsoren, Partner, Businessplätze first

Um die «vertraglich zugesicherten Leistungen seitens EVZ sicherzustellen und bestmöglich zu erbringen», erhalten sämtliche Sponsoren, Partner wie auch die Kunden im Business-Sitzplatzbereich – insgesamt rund 600 Plätze – zu jedem Heimspiel Zutritt.

Keine Einzeltickets im Verkauf

Bis auf Weiteres werden keine Einzeltickets herausgegeben. Der EVZ will sich aktiv bemühen, dass die Saisonkarteninhaber ihre Plätze nutzen, weitergeben oder dann zum Wiederverkauf anbieten.

Um das Contact Tracing sicherzustellen, benötigt jeder Saisonkarteninhaber ein eigenes Onlinekonto. Dazu muss der EVZ jedoch bis Mitte September seine Systeme anpassen. Sobald diese Anpassungen erfolgt sind, werden alle Saisonkarteninhaber kontaktiert.

Der EVZ zeigt sich schliesslich «bemüht, die Wünsche seiner Saisonkarteninhaber so gut wie möglich zu erfüllen, kann dies aber nicht garantieren».

Detaillierte Angaben zum Schutzkonzept und zu den Massnahmen für die Matchbesucher werden durch den EVZ kommuniziert, sobald die behördliche Bewilligung erfolgt ist.

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