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Offener Brief der Horwer Lehrer an Regierungsrat «Bildungsqualität ist in Gefahr»

2 min Lesezeit 06.12.2016, 14:01 Uhr

Am kommenden Montag berät der Luzerner Kantonsrat über die Sparmassnahmen im Rahmen des KP17. Betroffen ist auch das Personal und damit die Lehrer. In Horw wächst der Widerstand – die Lehrer haben einen offenen Brief an die Regierung geschrieben.

«Wir Lehrpersonen sind empört über die geplanten Sparmassnahmen des KP17 und die mangelnde Wertschätzung unserem Berufsstand gegenüber», beginnen die Lehrerinnen und Lehrer der Schulen Horw ihr schreiben an die Regierungs- und Kantonsräte.

Trotz ständig steigender Anforderungen hätten sich die Arbeitsbedingungen infolge der Sparmassnahmen des Kantons laufend verschlechtert. Neben dem Unterricht würden die administrativen und organisatorischen Aufgaben zunehmen: Integrative Sonderschulung, individuelle Förderung, Zusammenarbeit mit Fachstellen und nicht zu vergessen die Einführung des Lehrplan 21. Fazit: «Unter diesen Umständen wird es immer schwieriger, einen qualitativ guten Unterricht zu gewährleisten.»

Es mache den Anschein, als seien sich die Befürworter des KP17 den Anforderungen und steigenden Ansprüchen unseres Berufs nicht bewusst, so die Lehrer weiter. «Die geplante Arbeitszeiterhöhung empfinden wir als Affront.» Und die Lehrer kritisieren die Politik weiter: «Dieses verantwortungslose Verhalten der Bildung und der Jugend gegenüber ist nicht nachvollziehbar. Was heute an der Bildung gespart wird, rächt sich morgen.»

Eine Umfrage zur Berufszufriedenheit würde zeigen, dass bereits heute jede fünfte Lehrperson aus arbeitsbedingten gesundheitlichen Problemn oder aufgrund hoher Belastung nur ein reduziertes Pensum ausüben könne. Damit die Lehrer nicht gewungen seien, freiwillige Leistungen wie Lager, Projekte, Exkursionen, etc. abzubauen, richten sie einen deutlichen Appell an die Politiker. «Sie sollen auf die geplanten Abbaumassnahmen, die jetzt schon zum vierten Mal in Folge die Lehrpersonen treffen, verzichten.»

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