Bilder, aus Sicht von Dementen

2 min Lesezeit 23.02.2016, 10:58 Uhr

Im März 2016 lancieren die Fachstelle für Altersfragen der Stadt Luzern, die Alzheimervereinigung Luzern und das Kunstmuseums Luzern das Projekt «Trotzdem. Menschen mit Demenz erzählen Geschichten». Frauen und Männer, die an Demenz erkrankt sind, werden zu Bildbetrachtungen ins Kunstmuseum eingeladen, um ihre eigenen Bildgeschichten zu erzählen. Sie werden von Freiwilligen der Generation 60plus begleitet.

Menschen mit Demenz lassen sich an vier Nachmittagen von einem Kunstwerk inspirieren und erzählen, was ihnen dazu in den Sinn kommt. Laut einer Mitteilung der Stadt Luzern wird das Gespräch von einer Kunstvermittlerin moderiert, die Aussagen werden aufgeschrieben und zu einer Geschichte verwoben. Die Geschichte wird beim nächsten Treffen vorgelesen. Die Menschen mit Demenz werden von persönlichen Bezugspersonen und Freiwilligen der Generation 60plus begleitet.

Die Bildbetrachtungen finden dienstags am 8. und 22. März sowie am 12. April und am 3. Mai 2016 statt, jeweils von 15 bis 16 Uhr im Kunstmuseum Luzern.

Interessierte können sich bis zum 29. Februar 2016 per Mail bei [email protected] anmelden. Die Kosten für zwei Personen (Betroffene/r in Begleitung) betragen 100 Franken für vier Nachmittage, inklusive Eintritt ins Kunstmuseum.

Einführungstag für Freiwillige Für die Moderation ist das Kunstmuseum Luzern verantwortlich. Für das Protokollieren der Geschichten und für die Rolle als Gastgebende und als «Echoer» (Wiederholung des leise Gesprochenen, damit sich alle Teilnehmenden Gehör verschaffen können) haben sich 24 Freiwillige der Generation 60plus angemeldet.

Am Einführungstag, der am 1. März im Kunstmuseum stattfindet, lernen diese unter der Leitung von Rudolf Bähler, Psychologe FSP und Dozent an diversen Institutionen, die Grundlagen der sogenannten TimeSlips-Methode kennen. Sie üben das Protokollieren und das anschliessende Verdichten zu einer Geschichte. Vorgängig werden sie in das Thema Demenz eingeführt und in einem Rundgang mit dem Kunstmuseum vertraut gemacht.

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