Betrüger ergaunern fast eine halbe Million Franken in Kryptowährung
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Gemäss den bisherigen Ermittlungen muss davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Täterschaft um eine professionelle, gut vernetzte kriminelle Organisation handelt. (Bild: iStock Photo)

Mehrere Fälle in Zug Betrüger ergaunern fast eine halbe Million Franken in Kryptowährung

2 min Lesezeit 01.04.2021, 13:59 Uhr

Privatpersonen sowie Firmen sind Opfer von Betrügern geworden. Der finanzielle Schaden ist beträchtlich. Die Schadenssumme beläuft sich in diesen Fällen auf mehrere Hunderttausend Franken. In einem Fall ergaunerte eine unbekannte Täterschaft fast 500’000 Franken.

Kryptowährungen sind in aller Munde und die Verlockung, zu investieren und vielleicht schöne Gewinne zu machen, ist gross. Doch auch Betrüger sind auf diesem Gebiet aktiv und versuchen immer wieder, Personen und Firmen zu Investitionen zu verleiten.

Die Zuger Polizei bearbeitet aktuell mehrere Fälle, in denen Geschädigte Teil ihres Privatvermögens in Kryptowährung umgetauscht und an Betrüger überwiesen haben, in der Meinung ihr Geld bei seriösen Plattformen in Kryptowährung anzulegen. Die Schadenssumme beläuft sich in diesen Fällen auf mehrere Hunderttausend Franken. In einem Fall ergaunerte eine unbekannte Täterschaft fast 500’000 Franken.

Auch Firmen wurden Opfer

In einem weiteren Betrugsfall mit Kryptowährung ist eine Firma Opfer von sogenannten CEO-Betrügern geworden. Die unbekannte Täterschaft gab sich via Messengerdienst «Telegram» als CEO einer Firma aus und wies einen Mitarbeiter an, ihm Kryptowährung in der Höhe von rund 200’000 Franken zu beschaffen.

Dieser kam der Aufforderung des «Chefs» nach und wechselte die Summe. Erst nach der erfolgten Investition bemerkte der Mitarbeiter, dass der Benutzername und die E-Mail-Adresse verfälscht waren. Umgehend wurde die Polizei eingeschaltet.

Gemäss den bisherigen Ermittlungen muss davon ausgegangen werden, dass es sich bei der Täterschaft um eine professionelle, gut vernetzte kriminelle Organisation handelt, heisst es in der Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden weiter.

Zuger Polizei gibt Tipps

Die Zuger Polizei rät zu einem gesunden Misstrauen und gibt folgende Tipps:

  • Sei generell vorsichtig bei Investitionen, nimm dir genügend Zeit und lasse dich von seriösen und etablierten Banken oder Handelsplattformen für Kryptowährungen umfassend beraten.
  • Google und informiere dich über die verschiedenen Börsen. Lies Rezensionen sorgfältig durch – nicht nur auf der ersten Seite der Google-Recherche – und spreche mit erfahrenen Investoren, bevor du eine Anlage tätigst.
  • Prüfe vor einem Investment in Kryptowährung zudem die Bestimmungen und Geschäftsbedingungen der jeweiligen Handelsplattform genau.

Auch Firmen sind im Visier der Betrüger:

  • Sensibilisiere deine Mitarbeitenden und mache die Betrugsmasche in deinem Unternehmen bekannt.
  • Verifiziere Zahlungsaufforderungen und Investitionsanweisungen. Nutze dazu zwingend einen zweiten Kommunikationskanal. Am sichersten ist ein persönliches Telefongespräch und direkte Rückfragen beim Auftraggeber wie beispielsweise dem CEO.
  • Prüfe E-Mailadressen genau und gebe diese unbedingt neu von Hand ein – im Zweifel nie die Antwortfunktion aus der E-Mailanwendung nutzen.

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