<p>Franz Ambühl führte vor seinem Tod mehrere Lokale, darunter das «Café Nizza» an der Winkelriedstrasse.</p>
  • Gesellschaft
Franz Ambühl führte vor seinem Tod mehrere Lokale, darunter das «Café Nizza» an der Winkelriedstrasse. (Bild: sah)

Stadt Luzern: Franz Ambühl stirbt im Kantonsspital Betreiber des «Café Nizza» und «Brüggli» gestorben

2 min Lesezeit 10 Kommentare 16.01.2019, 19:29 Uhr

Er war als Betreiber des ehemaligen Bordells «Brüggli», des «Café Nizza» und der «Milano Bar» stadtbekannt. Diese Woche ist Franz Ambühl im Alter von 67 Jahren seiner Krankheit erlegen. «Er hatte immer einen Witz im Ärmel», erinnert sich ein Bekannter. 

Der ehemalige Geschäftsführer des einstigen Bordells «Brüggli» in der Luzerner Pfistergasse, Franz Ambühl, ist am Montag Nachmittag verstorben. Der 67-Jährige starb an Nieren- respektive multiblem Organversagen im Kantonsspital Luzern. Neben dem «Brüggli» führte Ambühl das «Café Nizza», die «Milano Bar», den «Cacadou Club» im «Hirschen» und war in der Szene stadtbekannt.

«Das Geschäft läuft gut», sagte Ambühl vor vier Jahren zu zentralplus und freute sich über die anstehende Fasnacht, an der das Geschäft offenbar besonders florierte (zentralplus berichtete). Bei ihm sei zu jeder Zeit jeder willkommen – auch von Konsumzwang in seinen Etablissements hielt er nicht viel. Alles kann, nichts muss, meinte er damals. 

Auch unter seiner Leitung florierte im «Brüggli» das horizontale Gewerbe. Ambühl führte zusammen mit einem Geschäftspartner das Kultlokal. Wegen eines Konfliktes mit dem Vermieter standen die Betreiber immer wieder in den Schlagzeilen (zentralplus berichtete).

Pfistergasse im Wandel

Als Hans «Vanja» Palmers zusammen mit seinem Bruder Teile des Hauses kaufte, wurde der Vertrag mit den Puffbetreibern im Frühling 2016 gekündigt. Mittlerweile sind im Gebäude eine Wohngemeinschaft und ein Bistro eingezogen (zentralplus berichtete).

Alte Bekannte aus der Pfistergasse erinnern sich an Ambühl als aufgestellte und freundliche Person. «Er hatte immer einen Witz im Ärmel», erzählt ein langjähriger Nachbar. «Ich habe oft sein Auto vorfahren gesehen, aber nie wirklich Kontakt mit ihm gehabt», erinnert sich weiter ein Goldschmied gleich gegenüber. Doch vielen jüngeren Zuzügern ist der Name Ambühl kein Begriff.

Dies war jedoch zu «Brüggli-Puff»-Zeiten noch anders. «Er hat sehr ungesund gelebt und viel getrunken», erinnert sich ein Szenekenner, der geschäftlich ab und zu mit Ambühl in Kontakt war, aber lieber anonym bleiben möchte. «Was bei uns das Frühstück ist, war bei Franz das Cüpli.»

Auch er meint, dass Ambühl in der ganzen Szene bekannt war. Unter Freunden wurde er «Pirelli Franz» genannt, weil er anscheinend «einen dicken Ranzen» hatte. Ambühl musste offenbar bereits früher einige Male ins Krankenhaus.

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version waren teilweise falsche Informationen enthalten, die wir bedauern. Diese wurden auf Bitten der Familie angepasst. 

Das Krienbrüggli «Brüggli» war jahrelang als Bordell bekannt. Mittlerweile wurde daraus eine Wohngemeinschaft und ein Bistro.

Das Krienbrüggli «Brüggli» war jahrelang als Bordell bekannt. Mittlerweile wurde daraus eine Wohngemeinschaft und ein Bistro.

(Bild: les)

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10 Kommentare
  1. Redaktion Christian Hug, 18.01.2019, 13:56 Uhr

    Wir schätzen die rege Diskussion und nehmen die Inputs ernst. Auch haben wir Kontakt mit den Angehörigen aufgenommen. Es fällt gleichzeitig auf, dass sämtliche kritischen Wortmeldungen von Usern stammen, die sich seit der Publikation des Artikels neu registriert haben und ausschliesslich unter einem Pseudonym posten (siehe https://www.zentralplus.ch/user), teilweise unter anonymisierten IP-Adressen. Wir lassen die Diskussion so stehen und beenden sie hier.

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  2. Delia Aellen, 18.01.2019, 13:02 Uhr

    Ich finde es eine Schweinerei wie man einen solchen Artikel über einen Verstorbenen Mann veröffentlichen kann nur weil er in einer speziellen Branche gearbeitet hat!
    Aussagen wie «Er hat sehr ungesund gelebt – viel geraucht und getrunken» und «Was bei uns das Frühstück ist, war bei Franz das Cüpli.» sind nicht nur komplett unangebracht sondern auch absoluter Schwachsinn! Auch wird hier auf Artikel verwiesen in denen er NIE erwähnt wurde da er ja auch nur Geschäftsführer war und nicht mehr. Warum informiert Ihr euch nicht bei der Familie? Diese könnten garantiert korrektere Aussagen zu seinem Leben machen!
    Von Respekt gegenüber den hinterbliebenen und einer korrekten Recherche ist hier keine Spur!
    Zu Herr Huber und seinen Kommentaren: Wie wäre es wenn Sie einfach vor einer Veröffentlichung solche Aussagen durch die Angehörigen prüfen lassen würden? Diese wissen mit Sicherheit besser Bescheid als ein angeblicher «Szenekenner» welcher anscheinen nur Blödsinn erzählt um Herrn Ambühl in den Dreck zu ziehen. Überlegen Sie sich doch mal wie sich die Angehörigen fühlen wenn Sie so einen Artikel über Ihren verstorbenen Vater, Ehemann oder Freund lesen müssen.
    Hauptsache Sie hatten was zum Schreiben!

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  3. Raccoon Raccoon, 18.01.2019, 00:20 Uhr

    Dass diverse schweizer Zeitungen oder Onlineportale falsche Artikel schreiben, um die Menschheit zu unterhalten, ist ja bekannt, aber von Zentralplus hätte ich das nicht erwartet!
    Ich finde es eine Frechheit gegenüber Herrn Ambühl wie auch seinen Angehörigen und Freunden so etwas zu schreiben!!
    Wenn man keine Ahnung hat dann sollte man einfach mal nichts sagen bzw. schreiben oder zumindest sich besser informieren!!!
    Schade, wirklich schade dass man in der Schweiz die Journalisten für so etwas nicht strafen kann!!
    Denkt bitte an die Hinterbliebenen und an den lieben Menschen der leider gehen musste!
    Etwas mehr Respekt wäre meiner Meinung zu erwarten, aber ihr macht anscheinend alles für die Aufmerksamkeit! Ich hoffe ihr verliert nie einen Menschen den ihr gern hattet und dann wird so über den Menschen hergezogen!!
    Achja, an die sogenannten Nachbarn die ja immer alles sehen und besser wissen, kehrt vor euer eigener Tür denn da gibt es bestimmt vieles aufzuräumen! Und noch was für die Zukunft liebe «Nachbarn»: hebed de Lade wenn jer ke Ahnig händ!!

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    1. Daniel Huber, 18.01.2019, 07:51 Uhr

      Auch dieser Kommentar erhebt lediglich Vorwürfe, ohne sie zu benennen oder zu belegen, was nicht korrekt sein soll.

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  4. aufmerksame Leserin, 17.01.2019, 20:23 Uhr

    Dieser Artikel beinhaltet vor allem eines: schlampiger Journalismus. Selbst Lesende, die den Verstorben nicht persönlich gekannt haben, erkennen beim aufmerksamen Lesen Lücken in der Recherche. Da wird auf einen früheren Artikel aus der eigenen Reihe verwiesen, welche von der Verfasserin wohl nie gelesen wurden. Oder wie erklärt es sich, dass der Verstorbene, der ja so oft in den Schalgzeilen erschienen ist, in dem damaligen Bericht nicht ein einziges Mal namentlich bzw. überhaupt in irgendeiner Art erwähnt wird? Für solche Aussagen sollte man sich wirklich schämen, liebe zentralplus!

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  5. Artjom Perov, 17.01.2019, 20:00 Uhr

    Sehr traurig …
    auch über Zentralplus… rasche Neuigkeiten sind zwar schon was gutes und informatives, wäre aber auch nicht falsch ein paar tage mehr in die Recherche zu investieren… damit die Artikel auch der Wahrheit entsprechen!

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    1. Daniel Huber, 17.01.2019, 22:22 Uhr

      Welche Informationen sind falsch? Solche Anschuldigen sollte man schon auch belegen.

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  6. Punit Sikand, 17.01.2019, 19:43 Uhr

    Sehr sehr traurig, was allerdings auch sehr traurig ist wie schlecht hier recherchiert bzw. Welche Kommentare von diversen Personen zitiert werden wobei hier nichts Ansatzweise stimmt….er rauchte schon lange nicht mehr z.bsp….. Bitte korrigiert dies es gibt auch Angehörige die schmerzt man mit solchen Berichten….R.I.P.

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  7. Bruno Dias, 17.01.2019, 19:40 Uhr

    Ich finde es eine absolute frechheit das in diesem artikel so viele falsche informationen über einen menschen geschrieben werden der sich nicht mal mehr wehren kann. Wie kann es sein das man einen artikel veröffentlicht ohne richtig zu recherchieren ? Habt ihr euch schon mal gefragt wie sich seine famillie und freunde ( die menschen die ihn richtig kannten und nicht irgendwelche nachbaren die aus dem zimmerfenster heraus beobachten ) fühlen wenn sie diesen artikel lesen ? Ich finde das eine absolute frechheit. Das ist kein professineller journalismus.

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    1. Daniel Huber, 17.01.2019, 22:21 Uhr

      Ich möchte gerne wissen, welche Informationen hier falsch sind. Wieso schreiben Sie das nicht?

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