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Bereits am ersten Tag gibt’s Ero… Esoterik
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Am meisten Begeisterung vom wohlgeformten Vorbau zeigt die Trägerin selbst. (Bild: Screenshot 3+)

Wir glotzen den «Bachelor» und zicken mit Bereits am ersten Tag gibt’s Ero… Esoterik

7 min Lesezeit 10.10.2016, 22:00 Uhr

Was haben wir gebangt, gewartet und gehofft. Und nun endlich, endlich ist es so weit. «Der Bachelor» wird ausgestrahlt. Und lässt nichts, nein gar nichts aus. Mehr oder minder geistreiche Gespräche, süsse Lächeln und vielerlei Möpse sind an der Tagesordnung. In der Hauprolle: Der Chamer Janosch Nietlispach.

Zum Verständnis: «Der Bachelor», das ist, wenn 3+ die Zeit um geschätzte 80’000 Jahre zurückdreht, in eine Zeit, in der das Brunftverhalten neben der Mammut-Erlegung das Einzige ist, was das Leben so richtig toll macht.

21 Frauen umzingeln einen einzigen Mann, dieser darf nicht aussehen wie Barnie von den Simpsons und muss einigermassen Unterhaltungspotenzial bergen, sonst zappt die untreue 3+-Gefolgschaft um auf «Adam sucht Eva». Dort sind sie nackt, und sobald die Glotzer das gemerkt haben, wird nie wieder zurückgezappt. Und es ist vorbei mit der saftigen Quote für den Schweizer Privatsender.

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Item. Ein Mann kämpft um 21 Frauen, diese kämpfen zurück, es ist ein fröhliches Herumgezicke in zu hohen Highheels, mit zu langen Fingernägeln und zu tiefen Ausschnitten.

Es geht also los. Wir lernen was über den Chamer Kickboxer Janosch Nietlispach. Ach, wissen wir doch alles schon (zentralplus berichtete).

Das Glitzerkleid ist Trumpf

Huch, und da kommen sie auch schon, die «Ladys». Tanzen gutgelaunt und bikinitragend im Meer herum. Ein erstes Mal wünscht man sich, beim Dreh dabei zu sein. Hinter der Kamera – mitlauschend. Ob der dicke, schwitzende Kameramann die Damen auffordern musste? «Los, Ladys, jetzt macht mal Stimmung. Tut mal so, als würde Musik spielen und tanzt! Tanzt meine Puppen!» Ob die erste Dame bereits schon drohte, Forfait zu geben, weil ihr das Meer zu quallig wurde?

Wir werden es nie erfahren. Schnitt. Janosch, der «ganz ganz schwer» hofft, seine Traumfrau zu finden unter den Planschenden. Der grosse Abend naht, an dem der Bachelor seine Herzdamen kennenlernt. Glitzerkleidchen sind hoch im Kurs, Pfennigabsätze ebenfalls. Und wir haben unsere Favoritin bereits entdeckt. Janine! Blond, gross, schnuckelig, Aargauerin. «Sieht ein wenig aus wie Anke Engelke», kommentiert ein redaktionsinterner Mitgucker. Alle nicken, finden das süss.

«Jetzt bin ich usebutzt wiene chliini Prinzässin.»

Sarah, die Sportreiterin

Auffallend häufig im Bild ist die Sportreiterin Sarah, dunkelhaarig, hübsch und … ziemlich langweilig. «Jetzt bin ich usebutzt wiene chliini Prinzässin», sagt sie, volle 24 Jahre alt, und meint es offenbar ernst. Und sie fürchtet sich vor den hohen Absätzen, denn, ist ja klar, im Stall bei ihren «Rössli» ist nix mit hohen Hacken.

Eine Dame wagt die Frage, was wohl wäre, falls der Bachelor dick ist. Und unser Kopfkino dreht durch. Ja, Mut zu Gewichtigem, finden wir. Aber 3+ traut sich natürlich nicht. Janosch verfügt über einen äusserst telegenen – und etwas charakterlosen – Waschbrettbauch. Möge das Dahinschmelzen beginnen.

Russland und Lateinamerika – in etwa dasselbe, oder?

Schnitt. Eine nach der anderen wird in der Limo an den Strand gekarrt, dort wartet er nämlich, der Nietlispach. Und alle, die schon ausgestiegen sind, finden ihn gut. Und das findet auch er. «Perfekt», schnurrt er bei Jessica, «sie habe das perfekt gemacht» mit ihrem Auftritt. Perfekt aus dem Auto gestiegen, perfektes Dekolleté, perfekt die Treppe hoch geschafft. Auch wenn sie, oben angekommen, noch immer einen Meter kleiner ist als der 1,97-Meter-Mann.

«Mis Motto isch meh so Party hard.»

Irgendeine vom Zweierteam

Arina steigt aus, gebürtige Russin, gefällt. Nicht nur uns: «Russische Frauen haben wohl ein ähnliches Temperament wie Latinas. Darf man wohl nicht unterschätzen.» Klar haben sie das. Ist ja in beiden Regionen heiss. Und einsam. Naja.

Stella steigt zum Bachelor empor. «E wunderschöni Perle», so des Bachelors Fazit, nachdem er ihr auch gründlich auf den Hintern gestarrt hat bei ihrem Abgang. Ein Walliseller Doppelpack kommt an. «Mis Motto isch meh so Party hard», sagt die eine, und das gilt wohl für beide. Sie seien «beste Kolleginnen». Aha. Der Bachelor scheint mässig begeistert vom Auftritt des Zweiergespanns.

Janosch ist nicht sehr entzückt, als gleich zwei Frauen aus der Limo steigen.

Janosch ist nicht sehr entzückt, als gleich zwei Frauen aus der Limo steigen.

(Bild: Screenshot 3+)

Wenn sich drei freuen, lachen alle anderen

Und dann kommt sogar ein Dreiergespann. Das jedenfalls betont sie gerne, Céline im gelben tiefgeschnittenen Dress, das tiefe Einblicke liefert in die Arbeit ihres Schönheitschirurgen. Potztausend. Am meisten Begeisterung für ihre Brüste scheint Céline jedoch selber zu haben. «Mier drüü hend üs scho gfreut uf dich», gesteht sie keck. Und der Bachelor versteht so gar nix. Ob sie von ihren Tattoos rede? Nicht doch. Die Ladys, die aus der Entfernung zugucken, erblassen vor Neid als der Bachelor findet: «Hesch aber au schöni Auge.»

Schöne Augen, findet der Bachelor. Gut gerettet, finden wir.

Schöne Augen, findet der Bachelor. Gut gerettet, finden wir.

(Bild: Screenshot 3+)

Die Österreicherin Christina erscheint, mit Marillenschnaps, im Glitzerfummel und mit einem Kuss auf den Mund. Auf den Mund. «Whaaat», finden alle anderen Ladys und erblassen erneut vor Neid. Die ersten Moralapostel der Gruppe lassen ihrem Entsetzen freien Lauf. «Findsch das nöd chli frühe?», fragt die wunderschöne Perle. Nicht doch. Sonst würde ja keiner die Sendung gucken.

«Mit ihre wett ich definitiv mal go uusriite.»

Der Bachelor Janosch

Und da kommt ein «Rieselächle hinnefüre», als Sarah, die kleine Prinzessin, aus dem Auto aussteigt. Und die beiden kommen grad schon richtig in Schuss, weil die Profireiterin, tadaaa, herausfindet, dass auch der Bachelor früher geritten ist. Sein zweideutiges Fazit: «Mit ihre wett ich definitiv mal go uusriite.» Kann man so formulieren.

Der Bachelor, ein Mann von Welt

Eine weitere Dame steigt aus. «Buona sera», sagt sie. «Redsch du italienisch?», antwortet er weltmännisch. Sie so: «Ja, ich bin aus dem Tessin», er so: «Wältklass». Voll, finden wir. Es folgen zwei Privat-Kurzdates, mit der schönen Perle (freiwillig) und mit dem Dreigespann (erzwungen).

Janosch fordert ein erstes Privatdate. Die holde Dame: Stella.

Janosch fordert ein erstes Privatdate. Die holde Dame: Stella.

(Bild: Screenshot 3+)

Am kommenden Tag gibt’s dreiminütige Speeddates am Strand, bei dem die ganze Frauentruppe zugucken, wenn auch nicht zuhören darf. Damit die Stimmung auch recht entspannt bleibt und ordentlich gezickt und gejohlt werden kann. Reiterin Sarah prophezeit ihm gar die Zukunft mittels Runen oder Ähnlichem, dem Bachelor ist’s etwas ungeheuer. «Isch chli gewagt, bim erschte Gschpröch scho i die Ero… äh, Esoterik abzschweife.»

«Auch ich habe Jana sehr sehr gern bekommen.»

Sarah

So idyllisch die ganze Strandsituation auch sein mag, so trügerisch ist sie. Denn bereits am Abend werden die ersten drei Damen geschasst. Und wir machen’s kurz: Die drei sind uns eigentlich gar nicht so recht aufgefallen. Die Baslerin Linda ist raus – zu jung für den Bachelor. Monya ist «eine klasse Lady» – und weg vom Fenster. Und auch Jana ist raus. Es habe «einfach nicht gematched». Damit reisen gleich zwei Nageldesignerinnen zurück in ihr Studio.

Zwei von dreien müssen gehen. Trommelwirbel. Die Dame in Weiss bleibt uns noch erhalten.

Zwei von dreien müssen gehen. Trommelwirbel. Die Dame in Weiss bleibt uns noch erhalten.

(Bild: Screenshot 3+)

Das Fazit von Sarah, der Reiterin, die sich irgendwie zur Promiexpertin der Sendung gemausert hat: «Er hat sich von jemandem verabschieden müssen, die er sehr sehr gern bekommen hat, und auch ich habe Jana sehr sehr gern bekommen.» Fragt sich, wie sehr sehr gern dass man jemanden in zwei Tagen bekommen kann. Aber der ganze Spass ist ja schliesslich auch sowas wie ein Überlebenscamp unter Raubtieren. Und da geht halt alles ein wenig schneller.

Ach, übrigens. Wie wir es prophezeit haben. Janine ist natürlich weiter. Wir bleiben am Ball.

 

Und was das Twitter-Gewitter uns über den neuen Bachelor so mitteilen möchte:

 

 

 

 

 

 

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