Beizen waren gemäss Luzerner Studie keine Hotspots
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Die Schliessung der Restaurants sorgte für hitzige Diskussionen (Bild: jal)

Weniger Ansteckungen bei Mitarbeitern Beizen waren gemäss Luzerner Studie keine Hotspots

2 min Lesezeit 2 Kommentare 19.02.2021, 16:29 Uhr

Auch nach den ersten Lockerungsplänen des Bundesrates müssen sich Restaurants weiterhin in Geduld üben. Eine Studie aus Luzern soll nun aufzeigen, dass die Sicherheitskonzepte ausreichend und die Gastro-Schliessungen fragwürdig waren.

Um den Anforderungen des Bundes nachzukommen, haben Gastro-Betriebe laufend neue Sicherheitskonzepte erarbeitet, um den Betrieb einigermassen aufrecht zu halten – bis dann die komplette Schliessung verordnet wurde. Eine Massnahme, die durchaus für Kritik sorgte.

Wie «20 Minuten» schreibt, hat Konstantin Beck, Gesundheitsökonom an der Universität Luzern, im Auftrag der Arbeitsgruppe Gastgewerbe Luzern eine Studie erarbeitet, die nun belegen soll, dass die Sicherheitskonzepte der Gastrobetriebe schweizweit ausreichend gewesen wären – und eine komplette Schliessung dadurch infrage stellt.

2700 befragte Prsonen

Insgesamt 2700 Personen wurden für die Studie mittels eines Fragebogens befragt. Darin verglich Beck im Zeitraum von Mitte September bis Mitte Dezember die Anzahl positiver Covid-Tests von Gastro-Mitarbeitern mit denen des BAG. Das Ergebnis: nur rund zwei Prozent der befragten Personen seien positiv getestet worden – weniger als vergleichbare Werte des BAG aufzeigen würden.

«Die Verhältnismässigkeit von Restaurant-Schliessungen muss aufgrund dieser Zahlen schon hinterfragt werden», wird Beck in der Zeitung zitiert, weist jedoch selbst darauf hin, dass die Ehrlichkeit beim Ausfüllen des Fragebogens ausschlaggebend sei für das Resultat.

Antworten seien «recht zuverlässig»

Er selbst gehe aber von einer hohen Ehrlichkeit aus: «Es fällt nun aber auf, dass die Antworten gewisse Muster aufweisen, die in den verschiedenen Fragebögen der einzelnen Kantone sehr ähnlich ausfallen. Das war nicht zu erwarten und das spricht dafür, dass die Antworten recht zuverlässig sein dürften», wird er weiter zitiert.

Die Studie ist nicht die erste kritische Publikation Becks zum Thema Corona. Schon ein Buch, das die Corona-Politik kritisierte, löste im Dezember breite Diskussionen aus (zentralplus berichtete).

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2 Kommentare
  1. Urs Eggler, 22.02.2021, 12:56 Uhr

    Diese vom Gastgewerbe (!) finanzierte Studie besagt ja nur, dass das Personal, welches immer Masken trägt in der Beiz, nicht vermehrt angesteckt wurde. Um zu entscheiden, ob man die Beizen öffnen kann, wäre interessant zu wissen wieviele Ansteckungen es unter den Gästen gab. Sind wir ehrlich, es war nicht alles coronakonform, was man da gerade in den «richtigen» Beizen so sah. In den Speiserestaurants hatten sie das nach meinen Beobachtungen immer plusminus tiptop im Griff, und ich hatte dort keine Sekunden Bedenken. In den Beizen manchmal schon.

  2. Bianchini, 21.02.2021, 09:39 Uhr

    Alles was man nun hier gelesen hat, wusste man schon vorher. Es wurde x-mal aufgezeigt, dass die Gastrobetriebe am wenigsten Fälle auf zu weisen hat. Wer kann noch das ganze Theater verstehen? Niemand, ausser das BAG, Berset und sein gefolge

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