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Bei Fussballspiel-Randalen: fünf Polizisten verletzt
  • Gesellschaft
Zwei VBL-Busse wurden stark beschädigt. (Bild: Luzerner Polizei)

Ausschreitungen FCL-FCZ Bei Fussballspiel-Randalen: fünf Polizisten verletzt

2 min Lesezeit 4 Kommentare 18.08.2014, 15:50 Uhr

Vor und nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Luzern und dem FC Zürich vom Samstagabend musste die Luzerner Polizei die rivalisierenden Fangruppierungen auseinander halten. Dabei wurde die Polizei mit Steinen beworfen. Fünf Polizisten verletzten sich, an Stadioneinrichtung und VBL-Bussen entstand Sachschaden.

Die Ausschreitungen begannen am Samstagabend schon vor dem Fussballspiel. Mit einem Fanzug kamen am Samstag über 600 Fans des FC Zürich nach Luzern. Nach der Ankunft im Bahnhof zündeten sie mehrere Böller und Rauchkörper. Der Transport zum Fussballstadion verlief anschliessend ohne Zwischenfälle, meldete die Luzerner Polizei am Montag. 

Während der Einlassphase ins Stadion kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Fans des FC Zürich und dem Sicherheitsdienst im Stadion. Fans vermummten sich, griffen den Sicherheitsdienst an und drückten eine Absperrung ein. Der Ordnungsdienst der Polizei setzte Gummischrot ein. Während des Spiels feuerten beide Fangruppierungen zudem mehrmals Pyros ab. Jene Fans, welche Pyros gezündet hatten, versteckten sich laut Angaben der Polizei vor und nach ihren Aktionen unter den mitgebrachten grossen Fahnen.

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Mit Steinen gegen den Bus

Nach dem Spiel begaben sich die FCL-Fans auf der vereinbarten Route vom Stadion in Richtung Fanlokal. Aus diesem Zug lösten sich ungefähr 40 Personen. Die gewaltbereiten Fans bewarfen den Buskonvoi der FCZ-Fans mit Steinen und schlugen mit Eisenstangen auf die Busse ein. Die Zürcher Fans konnten im Bereich Bundesplatz aus den Bussen steigen und gingen ihrerseits auf die angreifenden Luzerner Fans los. Dabei wurde eine Handlichtfackel geworfen.

Damit die gewaltbereiten Fans getrennt werden konnten, setzte die Polizei beim Steghof, an der Bleicherstrasse, am Bundesplatz, an der Hirschmattstrasse, Winkel­riedstrasse, Frankenstrasse, beim Vögeligärtli und am Bahnhof den Wasserwerfer und erneut Gummischrot ein. Die Polizeikräfte wiederum wurden mit Steinen beworfen. Kurz vor 23 Uhr verliess der Fanzug dann den Bahnhof Luzern. Der Ordnungsdienst der Luzerner Polizei versuchte, die Fans auseinander zu halten. Deshalb hätten vor Ort keine Gewalttätigen festgenommen werden können. Ermittlungen zur Identifizierung gewalttätiger Fans wurden aufgenommen.

Bei den Ausschreitungen wurden fünf Polizisten von den angreifenden «Fans» verletzt und mussten ärztlich versorgt werden. Ein Polizist zog sich bei einem Handgemenge laut Kurt Graf, Mediensprecher der Luzerner Polizei, eine Gehirnerschütterung zu. Ein anderer erlitt einen Trommelfellriss durch einen Schlag auf den Helm. Ein Verkehrspolizist wurde durch einen Faustschlag verletzt.

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4 Kommentare
  1. Leo Nauber, 19.08.2014, 11:40 Uhr

    “Wir echte FCL-Fans müssen einfach mal vier/fünf Heimspiele radikal bojkottieren und dem FCL aufzeigen: wenn ihr oder dir zuständigen Stellen weiterhin so passiv bleiben, dann bleiben auch wir passiv. Wie lange würde dies wohl so gehen ? Nicht lange, denn der FCL braucht unsere Eintrittseinnahmen. ” – GENAU, das müsste mal passieren. Leider machen aber die Leute nicht mit. Die schützen ja durch Gafferei und der Polizei in den Weg stehen die Chaoten noch. Im Namen der Freiheit.
    WO sind wir gelandet. Im Namen der Freiheit darf ich andere an der Gesundheit schädigen, wie ich will, anderen ihr Eigentum beschädigen oder gar zerstören…… Traurig. Aber an dieser Dekadenz gingen die Phönizier, die Aegypter, die Römer, die Griechen und so weiter ein. In spätestens 50 Jahren werden solche Ausschreitungen kein Thema mehr sein, da werden alle um ganz anderes sorgen, als einfach charakterlos die Sau raus zu lassen. Und das ist, bei jedem Kopfschütteln und Lachen der Leser dieses Kommentars definitiv trotzdem so.

  2. Peter Scheck, 19.08.2014, 08:31 Uhr

    Der Mensch stammt wirklich vom Affen ab. Ich spüre das jeden Tag.

  3. Werner Raymond Duss, 18.08.2014, 18:29 Uhr

    Als normal denkender Mensch und Luzerner Steuerzahler kann man leider nur die Faust im Sack machen. Unter diesen Chaoten müssen schlussendlich die vielen friedlichen Fans und die Luzerner Steuerzahler leiden. Was macht der FCL? Nichts. Schwach!

    Solche Ausschreitungen sind bei einem Schwingfest oder einem Motorsportanlass undenkbar. Dort kann man auch mit Kindern hingehen. Warum ist das so? Zieht der Fussball einfach mehr “primitives Pack” an? Es scheint fast so. Schade. Neu ist das ja leider nicht.

  4. Pedro F. Llopart, 18.08.2014, 17:38 Uhr

    Wieder einmal mehr. Weshalb sperrt der Stadionbesitzer oder der FCL oder die Polizei nach solchen Pyroattacken nicht am ende des Spiels den ganzen zB Gästesektor und kontrolliert, notiert und fotografiert jeden einzelnen Sektorgast. Auch im FCL-Fansektor Die Zuschauer können ja ihren Sektor NUR durch den einen oder durch zwei Ausgänge verlassen. Haben die zuständigen Gremien Angst ? Will man solche Pyroattacken wirklich weiterhin gedulden ? Wohl kaum. Oder aber ? Es muss zuerst Schwerverletzte und/oder gar Tote geben. Und undete Gremien ? Verstecken sich hinter Paragraphen und gespielter Hilflosigkeit.
    Wir echte FCL-Fans müssen einfach mal vier/fünf Heimspiele radikal bojkottieren und dem FCL aufzeigen: wenn ihr oder dir zuständigen Stellen weiterhin so passiv bleiben, dann bleiben auch wir passiv. Wie lange würde dies wohl so gehen ? Nicht lange, denn der FCL braucht unsere Eintrittseinnahmen. Also Leute vom FCL. Zeigt Charakter und beweist, dass in Luzern eine härtere, eine andere Kultur gefragt ist. Glaubt mir, nur so können wir mit unserem Familien und Kindern wieder problemlos und Gefährdung zu einem FCL-Spiel gehen