Werbegag für digitale Finanzbranche Bei der Stadt Zug kann man jetzt mit Bitcoins zahlen

1 min Lesezeit 03.05.2016, 12:32 Uhr

Gebühren am Schalter der Einwohnerkontrolle mit Bitcoins begleichen? In der Stadt Zug wird das ab dem 1. Juli möglich: Der Stadtrat hat beschlossen, Bitcoins für Leistungen bis 200 Franken als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Er will damit für Firmen der digitalen Finanzbranche in der Region Zug ein Zeichen setzen.

Innert weniger Jahre habe sich die Region Zug zu einem «Cluster für Unternehmen der digitalen Finanzbranche (FinTech)» entwickelt, heisst es in der Medienmitteilung der Stadt. Bereits mehr als 15 Firmen dieser Branche seien in Zug angesiedelt. Mit der Akzeptanz von Bitcoins als Zahlungsmittel wolle der Stadtrat ein Zeichen setzen.

Stadtpräsident Dolfi Müller sagt dazu: «Wir wollen unsere Offenheit für die neuen Technologien zum Ausdruck bringen und frühzeitig eigene Erfahrungen sammeln. Und wir werden FinTech-Unternehmen der Region Zug zu einem Gedankenaustausch mit dem Stadtrat einladen.»

Das Pilotprojekt der Stadtverwaltung bleibt vorerst auf gebührenpflichtige Leistungen der Einwohnerkontrolle der Stadt Zug bis zu einer Grenze von 200 Franken beschränkt. Ende 2016 will die Stadt die Erfahrungen auswerten und dann entscheiden, ob Bitcoins und allenfalls andere digitale Währungen in Zukunft als Zahlungsmittel für weitere städtische Dienstleistungen akzeptiert werden sollen.

Bitcoin ist eine digitale Geldeinheit mit einem weltweiten, dezentralen Zahlungssystem. Überweisungen werden direkt zwischen den Nutzern über das Internet abgewickelt, ohne dass dazu eine zentrale Abwicklungsstelle (Bank) notwendig ist. Der Zahlende muss lediglich die Bitcoin-Adresse (vergleichbar mit der Kontonummer) des Zahlungsempfängers kennen, um einen Betrag zu überweisen. In der Blockchain, einer Art Register, werden alle Transaktionen verzeichnet. Der Kurswert von Bitcoins ergibt sich aufgrund von Angebot und Nachfrage.

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