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Bei der Luzerner Polizei gehen derzeit viele Fehlmeldungen ein
  • Gesellschaft
Die Luzerner Polizei muss nur vereinzelt Bussen aussprechen. (Symbolbild: Luzerner Polizei)

Kaum Verstösse gegen Corona-Massnahmen Bei der Luzerner Polizei gehen derzeit viele Fehlmeldungen ein

2 min Lesezeit 2 Kommentare 25.03.2020, 14:56 Uhr

Die Luzerner halten sich sehr gut ans Versammlungsverbot des Bundes. Die Polizei musste in den letzten Tagen kaum Bussen ausstellen. In der Einsatzleitzentrale gehen aber verschiedene Meldungen ein, welche die Polizei auf Trab halten.

Seit dem Wochenende gilt in der Schweiz ein Versammlungsverbot für Gruppen von mehr als fünf Personen. Mit diesem Mittel soll die Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden. Die Massnahme zeigt Wirkung: In der Stadt Luzern sind nur noch vereinzelt Menschen unterwegs.

Die Stimmung in den menschenleeren Strassen erinnert an einen Neujahrsmorgen. Ein Eindruck, der von Polizeisprecher Christian Bertschi bestätigt wird. «Es gibt nur wenige Uneinsichtige und wir mussten nur wenige Bussen ausstellen», sagt er auf Anfrage.

Konkret waren es seit letztem Wochenende 32 Bussen à je 100 Franken, wie Regierungsrat Paul Winiker am Mittwoch an einer Pressekonferenz sagte (zentralplus berichtete).

In der Einsatzleitzentrale haben die Mitarbeitenden dennoch einiges mit Anrufern zu tun, die mutmassliche Verstösse gegen die Corona-Massnahmen melden. «Besonders am Wochenende erhielten wir viele Meldungen, wonach sich im Wald oder auf einem Spielplätz grössere Menschengruppen aufhielten», sagt Bertschi.

Meist rückt die Polizei vergebens aus

Vor Ort habe sich dann meist gezeigt, dass die Mindestabstände eingehalten wurden. «Wir haben ja keine Ausgangssperre, das heisst, die Menschen dürfen sich auf der Strasse frei bewegen, wenn sie mit weniger als fünf Personen unterwegs sind und einen Abstand von zwei Metern einhalten.»

Die Meldungen aus der Bevölkerung sind zweischneidig. «Einerseits ist es gut, dass die Massnahmen ernst genommen werden. Wir merken, dass die Menschen mitdenken und mithelfen wollen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen», sagt Bertschi. 

Auf der anderen Seite wolle man auch kein Klima der Angst schaffen. «Wir wollen ja keinen Überwachungsstaat. Wir werten es als sehr positiv, dass die Luzernerinnen und Luzerner die Regeln weitestgehend einhalten und  auch die Unternehmungen, Restaurants und Verkaufsgeschäfte die angeordneten Massnahmen umsetzen.»

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2 Kommentare
  1. Markus Köchli, Wolhusen, 25.03.2020, 23:57 Uhr

    Ja, gezeigt wird von der Redaktion nur ein Symbolbild, eines aus wohl besseren Zeiten. Auch als Symbolbild für falsches Verhalten? Wo ist da zwischen der Polizistin und dem Polizisten der vom BAG vorgeschlagene Minimalabstand von 2 Metern?

  2. mebinger, 25.03.2020, 15:53 Uhr

    Danke an Alle, die dem Bundesrat keinen Vorwand geben noch dümmer zu handeln!

Die zentralplus Redaktion wünscht Dir einen schönen Tag!

Wir möchten einfach kurz Danke sagen. Danke, dass du zentralplus liest.