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Behinderten-Sparpolitik führt zu Defizit
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Mit sieben umgebauten Rollstuhltaxis bietet die Genossenschaft LUtixi ihren Fahrgästen eine Transportmöglichkeit. (Bild: zvg)

Behinderten-Sparpolitik führt zu Defizit

2 min Lesezeit 11.06.2015, 16:58 Uhr

LUtixi schliesst die Rechnung 2014 mit einem Defizit von knapp 20’000 Franken − trotz des Einsatzes von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern. Da der grösste gemeinnützige Rollstuhltaxi-Fahrdienst im Kanton Luzern keine Beiträge der öffentlichen Hand erhält, ist er auf Spenden und die Tätigkeit von Freiwilligen angewiesen.

2014 feierte die Rollstuhltaxi-Genossenschaft LUtixi ihren 35. Geburtstag. Von der Region Luzern aus tätigte sie dabei pro Jahr durchschnittlich rund 10’000 Fahrten in die ganze Schweiz und legte mehr als 40’000 Kilometer pro Fahrzeug zurück. Menschen mit Behinderung sind nach wie vor auf diese Dienstleistung angewiesen.

Denn: Eine Umfrage des Behinderten-Dachverbands «Agile» zeigt, dass auch elf Jahre nach Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes erst die Hälfte der Schweizer Trans- portunternehmen ihre Infrastruktur entsprechend angepasst haben. LUtixi will Menschen mit Behinde- rung trotzdem die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Dies mit speziell geschulten Fahrerinnen und Fahrern und Rollstuhltaxis, die den modernen Sicherheitsstandards entsprechen.

Kostengünstig Mobilität anbieten

Der Fahrdienst von LUtixi wird tagsüber vor allem von Zivildienstleistenden sichergestellt. Diese absol- vieren so nicht nur einen sinnvollen Einsatz – auch der Austausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung wird gefördert. An den Abenden, Wochenenden und Feiertagen engagieren sich Freiwillige ehrenamtlich als Fahrer. Sie ermöglichen es, die Dienstleistung kostengünstig anzubieten. Die Zeit für die Begleitung vom Wohnort bis zum Empfang bei Spitälern, Arzt, Therapie, zu Freizeitaktivitäten oder Terminen aller Art wird den Fahrgästen nicht verrechnet.

Spenden und Freiwillige gesucht

Mit dem Erlös aus dem Fahrdienst kann LUtixi nur etwa ein Drittel aller Kosten decken. Die Organisation ist deshalb auf Unterstützung aller Art angewiesen: Auf finanzielle und Sachspenden ebenso wie auf das Engagement ehrenamtlicher Fahrerinnen und Fahrer.

Mit sieben umgebauten Rollstuhltaxis bietet die Genossenschaft LUtixi ihren Fahrgästen von der Region Luzern aus je nach Bedarf Transportmöglichkeiten in die ganze Schweiz zu tragbaren Preisen. Das Ange- bot richtet sich an Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, sowie Seh- und Gehbehinderte.

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