BDP Luzern brüskiert eigene Kandidaten
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Die Familien-Kampagne der BDP: Auszug aus den Plakaten. (Bild: zvg)

Listenfüller beklagen sich über Aktion der Partei BDP Luzern brüskiert eigene Kandidaten

1 min Lesezeit 08.02.2019, 07:45 Uhr

Jeder dritte Kandidat bei der BDP Kanton Luzern ist ein Listenfüller ohne ernsthafte politische Ambitionen. Einem von ihnen war offenbar gar nicht bewusst, dass er kandidiert. Weitere sind aus einem anderen Grund verärgert. 

Auf der Liste der BDP Kanton Luzern kandidieren Personen, die gar nichts von ihrem Glück wussten. Wie die «Luzerner Zeitung» berichtet, hat der Coiffeur des Parteipräsidenten überrascht davon Kenntnis genommen, dass er für die Partei Ende März in die Parlamentswahlen steigt. Er sei um einen Gefallen gebeten worden und habe ein Dokument unterschrieben – war sich aber offenbar nicht bewusst, dass er damit seiner Kantonsratskandidatur zustimmt. 

Kevin Tschuppert ist damit einer der Listenfüller bei der BDP: Personen, die ohne ernsthafte Ambitionen antreten und lediglich dafür sorgen, dass die Partei dank einer voller Liste mehr Stimmen ergattert. Laut Auskunft der BDP betrifft das rund ein Drittel der 33 Kandidaten. 

Fremde Porträts

Mehrere von ihnen hat die Partei gemäss dem Bericht mit Kurzporträts im «Rontaler» verärgert. Dort seien Texte erschienen, die in einem Fall gar nicht von der betroffenen Person stammen, in einem anderen Fall nicht dem entsprechen, was der Porträtierte gesagt habe. Parteisekretär Basil Omlin sprach gegenüber der LZ von einem Einzelfall und einem Missverständnis. Alle 33 Luzerner und Luzernerinnen auf der Liste seien zudem über die Kantonsratskandidatur unterrichtet worden. 

Die BDP hat diese Woche bereits für Aufsehen gesorgt, weil sie die zwei CVP-Regierungsräte explizit nicht zur Wahl empfiehlt (zentralplus berichtete). 

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